Zeitgenössisch
Dozent*innen
Agnetha Jaunich
Anne Grafweg
Anne Grafweg ist Tänzerin, dipl. Tanzpädagogin, ausgebildet an der Tanzakademie Arnheim, Choreografin und Yogalehrerin mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in Tanzvermittlung und Körperarbeit. Sie unterrichtet Tanz mit einem Schwerpunkt auf einem Mix aus Ballett und zeitgenössischem Tanz und Hatha-Yoga mit tänzerischen Elementen an verschiedenen Institutionen in fortlaufenden Kursen und Workshop-Formaten. Als Tänzerin hat sie sich in der freien Szene, in Stadttheatern, auf Messen, bei Events, in Fernsehshows und eigenen Stücken bewegt. Als diplomierte Tanzpädagogin unterrichtet sie alle Altersstufen und gibt auch Fortbildungen für Tanzpädagog*innen u.a. im Bereich Kinderballett, kreativer Kindertanz, Ballett für Erwachsene und Crossover-Ballett-Modern. In ihrem Ballettunterricht ist ihr wichtig, dass die Kinder ihre Persönlichkeit entfalten können, Spaß haben und Tanztechnik mit Spielfreude zu vereinen lernen. „Mir liegt viel daran jede*n auf dem eigenen Niveau abzuholen auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.“, sagt Anne. So lautet auch das Feedback ihrer Schüler*innen, dass man in ihrem Kurs die Möglichkeit bekommt auf dem eigenen Level wachsen zu können.
Cheryl Friedrich
Nach dem Tanzabitur am Gymnasium Essen-Werden und einem Bachelor of Arts Bühnentanz an der Folkwang Universität der Künste, folgte 2018 ein Stipendium in Australien für ein Post-Grad bei Transit Dance. Dort war sie Mitglied der Tr.IPP Company, die regelmäßig mit internationalen Gastchoreografen gearbeitet hat und aufgetreten ist. Dabei tanzte und arbeitete sie mit Israel Aloni und der Stephanie Lake Company. Nach der Tournee in Australien ging es zurück nach Deutschland ans Tanztheater Erfurt. In Zeiten der Pandemie entdeckte sie die faszinierende Welt der Flow Arts. Von da an wurde jeder Weg von einem Paar Poi begleitet – jeweils eine Kugel, die an einem Seil schwingt. Aus der ursprünglichen Entdeckungsfreude ist eine hingebungsvolle Praxis gewachsen, aus der sie auch heute noch als Feuerartistin Inspiration schöpft. Mit ihren Feuershows will sie auch anderen Menschen die Faszination des Feuers nahe bringen, doch zunächst heißt es: trocken üben, den eigenen Flow finden.
Chin-A Hwang
Chin-A Hwang, geboren in Südkorea, erhielt ihre Ausbildung als klassische Bühnentänzerin an der Seoul Arts High School in Korea. Im Anschluss studierte sie Bühnentanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz – ZZT in Köln. Seit 2017 ist Chin-A Hwang als freiberufliche Tanzpädagogin unter anderem in der Tanzfaktur, im Cologne Dance Center Köln sowie in verschiedenen Ballettschulen tätig. Sie unterrichtet sowohl Amateure als auch Profis im klassischen und modernen Tanz. Regelmäßig tanzt Chin-A Hwang auch in verschiedenen Produktionen der Deutschen Oper am Rhein Duisburg/ Düsseldorf und der Oper Köln. Seit 2019 studiert sie den Master-Studiengang "Tanzpädagogik klassischer Tanz" an der Folkwang Universität der Künste in Essen.
Daniel Smith
Daniel Smith arbeitet als freiberuflicher Choreograf, Tänzer und Tanzpädagoge. Geboren in Vancouver, Kanada, lebt er bereits seit mehreren Jahren in Düsseldorf. Als Choreograf waren seine Stücke zu sehen mit „Step by Step“ in Kooperation mit der Oper am Rhein auf der Bühne des tanzhaus nrw, auch auf der Bühne der Deutschen Oper am Rhein, des Werkraum Göttingen sowie der Kunsthalle Düsseldorf. Als Tänzer war er zuletzt als Solotänzer beim Ballet am Rhein engagiert. Seine frühe Karriere führte ihn auch international zu verschiedenen Stationen für das National Ballet of Canada und das Colorado Ballet.
Dina ed Dik
Dina ed Dik erhielt ihre Tanzausbildung an der Fontys Dansacademie in Tilburg in den Niederlanden. Seither arbeitete sie als freiberufliche Tänzerin und Performerin an verschiedenen Theatern und mit freien Kompanien unter anderem in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland. Seit 2001 ist sie Assistentin und Ensemblemitglied des französischen Choreografen Jérôme Bel und erarbeitet mit verschiedenen internationalen Ensembles Neueinstudierungen seiner Stücke und leitet die Proben dazu. In diesem Rahmen hat sie viel Erfahrung in der Arbeit mit großen, sehr diversen, heterogenen Gruppen sammeln können. Im tanzhaus nrw war diese Arbeit mit „The Show Must Go On“ von Jérôme Bel im September 2014 zu sehen. Neben dem Tanz praktiziert sie seit vielen Jahren Iyengar Yoga, als Unterstützung zum Tanztraining. Übungen und Ansätze aus dieser Technik zur Verbesserung der Flexibilität und der Kraft fließen in ihren Unterricht mit ein. Am zeitgenössischen Tanz gefallen ihr die Freiheiten und die Einflüsse vieler unterschiedlicher Tanzstile. Daraus ergebe sich die Möglichkeit, einen eigenen Stil zu finden: „man merkt, was einem liegt“, sagt Dina. Ihr Unterricht ist darauf ausgelegt, den Umgang mit dem eigenen Körper zu lernen, das Tanzen zu genießen und sich ohne Scheu zu bewegen.
Elisa Marschall
Elisa Marschall ist eine deutsch-nicaraguanische zeitgenössische Tänzerin, Performerin, Choreografin sowie Tanz-, Yoga- und Theaterpädgogin. Sie absolvierte ihr Tanzstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und an der ArtEZ Hogeschool voor de Kunsten in Arnheim (Niederlande). Bisher hatte sie Gelegenheit mit Regisseur*innen und Choreograf*innen wie Susanne Linke, Anna Holter, Maura Morales, Philipp Stölzl, Andreas Rosar, Carlus Padrissa sowie mit artcenisco performing arts, Sepidar Theater und das Theater der Klänge u.a. zusammen zu arbeiten. Im Jahr 2014 zertifizierte sie sich in Indien zur Yogalehrerin. Seitdem unterrichtet sie leidenschaftlich gerne Gruppen sowie einzelne Personen. 2020 absolvierte sie eine Ausbildung zur Theaterpädagogin in BuT® an der Akademie off-theatre in Neuss. Seit 2021 ist sie Mitglied des Forumtheaters Inszene in Köln, wo sie als Schauspielerin sowie Moderatorin in der kulturellen Bildung tätig ist. Derzeit absolviert sie neben ihrer künstlerischen Tätigkeit einen Master in Szenischer Forschung an der RUB.
Emma Valtonen
Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihr Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art zu unterrichten. Emma selbst sagt über ihren Unterricht: „Meine Kursteilnehmer*innen sollen herausgefordert werden, ohne dass Druck aufgebaut wird oder ein Wettbewerb entsteht.“
Erika Winkler
Erika Winkler erhielt ihre Tanzausbildung an der Folkwang Hochschule der Künste in Essen und arbeitete danach als Tänzerin an verschiedenen Theatern und in freien Kompanien, davon mehrere Jahre für die Company RAZ in den Niederlanden. Sie entwickelte für Ruhr 2010 Projekte und ist regelmäßig Choreografin im Team Plöger/Winkler/Becker für das FFT Düsseldorf. Sie unterrichtet international und ist seit 1998 eine sehr geschätzte Dozentin am tanzhaus nrw. Hier gibt sie auch regelmäßig das Professional Training, ebenso für PACT Zollverein und Kompanien wie Ultima Vez, NEUER Tanz und Random Dance.
Irina Hortin
Irina Hortin studierte zunächst Linguistik und Literatur in Deutschland, Frankreich und Argentinien und anschließend zeitgenössischen Tanz in Köln und München. Sie performt international, choreografiert regelmäßig für das Schalktheater in Zürich, leitet Jugendtanztheaterprojekte und unterrichtet zeitgenössischen Tanz, Contact Improvisation und Tango auf internationalen Festivals. Wegweisend für Irinas berufliche Biografie war vor allem die Begegnung mit Frey Faust, einer wichtigen Figur innerhalb des zeitgenössischen Tanzes und Herausgeber des Bewegungslexikons Axis Syllabus, auf das sich Irina als zertifizierte Axis Syllabus (AS) Lehrerin bezieht. Das interdisziplinäre AS-Forschungsnetzwerk befragt die Funktionsweisen des menschlichen Körpers in Bewegung. Dabei werden Informationen aus Biomechanik, Anatomie, Physik und Medizin genutzt, um unseren Bewegungsapparat zu analysieren und auf funktionale und fürsorgliche Weise in Bewegung zu kommen. Im Mittelpunkt steht immer der respektvolle Umgang sowohl mit sich selbst als auch miteinander – und natürlich die Freude am Tanzen!
Mirjam Neuling
Mirjam Neuling ist staatlich anerkannte Musicaldarstellerin und hat sich später auf ihre Leidenschaft, den Tanz konzentriert. Über New Dance bekam sie Zugang zum zeitgenössischen Tanz, außerdem absolvierte sie eine Fortbildung zum „Community Performance Teacher“ bei Rotraud de Neve und Heidrun Vielhauer in Hamburg, wo sie Kontaktimprovisation kennenlernte. Durch regelmäßige Fortbildungen im Tic Tac Art Centre Brüssel bei David Zambrano, bei Bewegungsart in Freiburg und „Movimiento en Piso“ bei Pedro Garcia entwickelte sich ihr Profil im zeitgenössischen Tanz, geprägt von Animal Flow, Improvisation, Bodenarbeit und Kontaktimprovisation. Mirjam arbeitet gerne in Kooperation mit anderen Künsten und wendet Aspekte von Performance in Form von Interaktion mit dem Publikum an. Zuletzt hat sie mehrere Tanzprojekte in Mexiko auf die Bühne gebracht. Neben dem Tanz praktiziert sie seit vielen Jahren Yoga, woran sie vor allem das Atemtraining und den Kraftaufbau als Unterstützung zum Tanz schätzt. Am zeitgenössischen Tanz gefällt ihr die Konzentration auf den Körper wie er ist und das Experimentieren mit ihm. „Es ist wunderschön zu erleben, wozu der Körper fähig ist, wenn er sich entspannt in einem sicheren Rahmen ausdrücken darf.“
Nora Pfahl
Nora Pfahl absolvierte ihr Tanzstudium an der ArtEZ Hochschule der Künste in Arnheim. Bereits als Kind tanzte sie leidenschaftlich Ballett, Modern und Jazz Dance. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie international als Dozentin, Tänzerin und Choreografin. Neben zahlreichen Arbeiten als freischaffende Künstlerin, ist sie als Choreografin u.a. für den Fernsehsender KiKA, das Junge Schauspielhaus und die Tonhalle in Düsseldorf tätig. Seit 2006 ist Nora auch Dozentin am tanzhaus nrw. „Ich bin sehr glücklich, genau das machen zu dürfen, was ich liebe.“ Ihr Debüt als Schauspielerin – dem zweiten Traumberuf ihrer Kindheit – gab sie in der Rolle des Rotkäppchens in der Produktion „Rrr.käppchen“ des Düsseldorfer Theaterkollektivs Pièrre.Vers. Jährlich ist das Kollektiv auch während des Asphalt Festivals sowie des düsseldorf festival! vertreten. Zudem moderiert und choreografiert Nora die Reihe „Plutino“ in der Tonhalle Düsseldorf, eine Arbeit im Rahmen des Kooperationsprojektes take-off: Junger Tanz Düsseldorf.
Paolo Fossa
Zeitgenössischer Tanz ist für Paolo ein Konzept, das sich immer wieder erneuert: „In dem Moment, wo es sich nicht erneuert, ist es kein zeitgenössischer Tanz“. Für ihn ist es wichtig, seinen Schüler*innen Selbstvertrauen und ein Gefühl für den eigenen Körper zu vermitteln. „Wir sind der Körper. Wir tun viel für unser Gehirn, aber wenig für unsere Körper. Ich möchte, dass meine Teilnehmer*innen ihren Körper in allen seinen Facetten ausdrücken zu können.“ Paolo Fossa ist Choreograf, Tänzer, Performer, Dozent und unabhängiger Bewegungsforscher. Er arbeitet für renommierte Theater, Tanzkompanien, Tanzinstitutionen, staatliche und private Akademien und Tanzhochschulen im In- und Ausland. In Zusammenarbeit mit diesen Institutionen entwickelt er neben seinen zahlreichen unabhängigen Produktionen auch Choreografien und Bildungsprogramme. Im Jahr 2021 erhielt er sein Zertifikat in Tanzmedizin von der TaMed Tanz und Medizin Vereinigung. Parallel zu seiner Arbeit auf der Bühne kooperiert er mit privaten und staatlichen Einrichtungen und Schulen und führt verschiedene Projekte mit jungen Menschen und Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und kognitiven Fähigkeiten durch.
Rosas
José Paulo dos Santos (1988, Brasilien) begann 2001 als Stepptänzer beim Projeto Rithmus, einem sozialen Projekt in seiner Heimatstadt Araraquara (São Paulo). Er erhielt ein Stipendium für eine Ausbildung in Ballett, zeitgenössischem Tanz und Street Dance am Tanzzentrum Gilsamara Moura in Araraquara. Seine berufliche Laufbahn begann er 2005, als er sich der Cia Shuffle Trips anschloss. Er arbeitete als Lehrer und Choreograf mit lokalen Kindern im Rahmen verschiedener sozialer Projekte. 2008 wurde er zum IPL – International Laboratory Performance – nach Peru eingeladen, um unter der Leitung von Khosro Adibi (Iran-Holland) mit Künstlern aus Südamerika und Europa zusammenzuarbeiten. In der Zwischenzeit schuf er das Stück Inside Out unter der Regie von Khosro Adibi in Belo Horizonte (Brasilien). 2008 kam er nach Brüssel, um an der P.A.R.T.S. zu studieren. Während seines Studiums hatte er die Möglichkeit, an Dancingkids, der Tanzschule für Kinder von Rosas, zu unterrichten, in KDO unter der Regie von Franco Dragone (Cirque du Soleil) aufzutreten und an zahlreichen Tanzkursen und Workshops teilzunehmen. 2012 schuf er zusammen mit drei anderen Absolventen von P.A.R.T.S. das Stück 111-1, das in sieben verschiedenen Ländern auf Tournee ging. Nach seinem Studium arbeitete er mit dem Theaterregisseur Mokhallad Rasem (Irak-Belgien) an dem Stück Romeo & Julia im Toneelhuis (Antwerpen). Außerdem war er 2013 Teil der P.A.R.T.S.-Wiederaufführung von Anne Teresa De Keersmaekers Zeitung. In den Jahren 2014-2015 wirkte er an der Entstehung von Primitive für Action Scénique/Claire Croizé (Frankreich/Belgien) mit. In der Zwischenzeit begann er für Noé Soulier (Frankreich) zu tanzen, mit dem er 2015-2016 auf Tournee war. Dos Santos kam 2015 zu Rosas und hat seitdem in Drumming, Rain, A Love Supreme (2017), Zeitung (2017), Mystery Sonatas / for Rosa (2022), EXIT ABOVE (2023) und Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione (2024) auf und wirkte an den Museumsprojekten Work/Travail/Arbeid (2015), der Dark Red-Reihe und Forêt (2022) mit.
Lav Crncevic (1996, Serbien) begann seine künstlerische Laufbahn an der Musikgrundschule für klassische Gitarre und hat einen Hintergrund im Sporttanz, wo er als Kind für Serbien an Wettkämpfen teilnahm. Er absolvierte die Lujo Davico-Ballettschule in Belgrad und trat 2013 P.A.R.T.S. bei. Bei P.A.R.T.S. arbeitete Lav im Rahmen des Ausbildungsprogramms mit vielen Choreografen zusammen, darunter David Zambrano, David Hernandez, Salva Sanchis, Marta Coronado und Libby Farr. Im dritten Jahr seiner Ausbildung bei P.A.R.T.S. organisierte die Schule ein Austauschprogramm, das ihm die Möglichkeit gab, zwei Monate im Senegal zu verbringen und dort mit afrikanischen Studenten und Choreografen in der Ecole des Sables zu arbeiten. Nach seinem Abschluss im Jahr 2016 schloss sich Lav Rosas für die Ausstellung Work/Travail/Arbeid in der Tate Modern (London) und für die Wiederaufnahme von Rain an. Seitdem tanzte er auch in Zeitung (2017), Mystery Sonatas / for Rosa (2022), der Dark Red-Reihe und dem Museumsprojekt Forêt (2022). Lav ist auch Teil von EXIT ABOVE (2023) und Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione (2024).