Tanzende Menschen im Raum.

Zeitgenössisch

Vorne weg: Den zeitgenössischen Tanz kurz und angemessen in Worte zu fassen, ist nicht möglich. Contemporary Dance entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung, wie sie etwa im Modern Dance stattfindet. Und vielleicht ist gerade das so charakteristisch: seine Offenheit. Die Spielarten des Zeitgenössischen sind vielfältig und hinterfragen etwa alt hergebrachte Körperbilder. Hier sammeln sich verschiedenste Auffassungen von Tanztechnik, Arbeitsweise sowie Vermittlung. Abhängig vom jeweils Lehrenden, Choreografierenden, Tanzenden und dem individuellen künstlerischen und kulturellen Hintergrund findet eine andere Form des zeitgenössischen Tanzes statt. Das klingt erst einmal verwirrend für Menschen, die nicht professionell tanzen, jedoch: Es lohnt sich, den zeitgenössischen Tanz zu entdecken. Er erweitert unsere Fähigkeiten wie Einfühlung und Achtsamkeit, die Verortung des Körpers im Raum und unterstützt ein besonderes Miteinander mit anderen Tänzer*innen. Hier gibt es kein Richtig und Falsch. Nur Mut! Probiert es einfach aus!

Dozent*innen

Porträt von Ale Jara

Ale Jara

Ale Jara lebt und arbeitet in Köln und ist gebürtig aus Paraguay. 1999 trat sie dem National Ballet of Paraguay bei, mit dem sie als vielseitige Tänzerin neun Jahre lang international tourte. Im Jahr 2011 erlangte sie den Master of Fine Arts in Dance an der Ohio State University und schloss ein Jahr später ihre Ausbildung zur zertifizierten Gaga-Trainerin in Israel ab. Sie erhielt u.a. das UNESCO- sowie das Fulbright Stipendium und gilt nicht nur als ausgewiesene Expertin ihres Genre, sondern als ein sehr achtsamer Mensch voll positiver Energie: „I am interested to see people’s passion to move while they move, more than wonderful shapes. Gaga helps me to enrich myself with more delicate information, and gave me the tools to guide the people inside my class to listen to their bodies.“ Ale unterrichtet Gaga im tanzhaus nrw seit 2017 sowohl für professionelle Tänzer*innen als auch für Menschen ohne Tanzerfahrung.

Porträt Alexandra Waierstall

Alexandra Waierstall

Die in England geborene und auf Zypern aufgewachsene Alexandra Waierstall arbeitet und lebt seit über 15 Jahren in Düsseldorf als Choreografin und Künstlerin. Ihre konzeptionellen, physisch detaillierten, handwerklichen Untersuchungen werden durch Choreografien, Installationen, Situationen, Klänge, Texte und Bilder ausgedrückt. Sie betrachtet Choreografie als ein Mittel, um neue Fähigkeiten und Wissen für das Zusammenleben zu entwickeln und Körper, Lebensformen und Umgebungen miteinander zu verbinden. Choreografie als ein Akt der Ermächtigung, ein Weg, unsere Welt neu zu erfinden und neu zu gestalten. Als eine Praxis der Öffnung der Sinne, um mit anderen wahrzunehmen und vom Raum wahrgenommen zu werden. Sie setzt sich für eine Form der radikalen Achtsamkeit in verschiedenen Kontexten wie Theatern, Galerien, Museen, Publikationen und im öffentlichen Raum ein. International hat sie ihre Arbeiten in Europa, Kanada, China, Korea und Brasilien präsentiert. Alexandra Waierstalls Arbeiten werden seit 2007 vom tanzhaus nrw koproduziert. Von 2014-2016 war Alexandra Waierstall Factory Artist am tanzhaus nrw in Deutschland und von 2017-2019 Discovery Artist am Pavilion Dance South West in Bournemouth, England. 2016 wurde Alexandra Waierstall für den Kurt Jooss-Preis der Stadt Essen nominiert. 2013 erhielt sie den Förderpreis der Stadt Düsseldorf Nordrhein-Westfalen für die vielversprechendste Künstlerin. Im Jahr 2012 war sie Finalistin der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative. Ihre choreografische Arbeit wurde von Netzwerken wie Aerowaves, Modul Dance, IDEE - Initiatives in Dance through European Exchange sowie Chin-A-moves ausgewählt und gefördert.

Porträt von Carlo Melis

Carlo Melis

Carlo Melis zählt zu einem der langjährigsten Dozent*innen am tanzhaus nrw. Seit 1989 unterrichtet er am Haus Modern und Jazz Dance und integriert Einflüsse des zeitgenössischen Tanzes. „Die Freiheit des zeitgenössischen Tanzes fordert die standardisierten Techniken des Modern und Jazz Dance heraus und wendet den Blick nach innen.” So geht es in Carlos Kursen weniger darum, eine Technik zu erlernen, als vielmehr eine Strategie wiederzuentdecken, die wir seit den ersten kindlichen Bewegungen in uns tragen: neugierig zu sein, sich und seinen Körper zu erleben und die eigenen Emotionen zu spüren. Die Teilnehmer*innen arbeiten bei den Bewegungen immer auch an deren Ursprung. „Wir beginnen erst dann zu tanzen, wenn Gefühle die Bewegungen antreiben.“
Carlo absolvierte seinen Eltern zuliebe eine Ausbildung zum Bautechniker, doch schon in seiner Jugend war er von den Künsten fasziniert und spielte beim Bewegungstheater und Living Theatre. Nach einem Workshop bei Bob Curtis, dem Wegbereiter des Afro Contemporary Dance, fand Carlo zum Tanz: „Eine solche Intensität hatte ich noch nie erlebt. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich tanzen will.“ So begann er im Alter von 26 Jahren klassisches Ballett, Modern und Jazz Dance in seiner Heimat Sardinien zu studieren. Später schloss er zudem ein Studium in Theater- und Tanzpädagogik an verschiedenen Hochschulen in Italien ab. Während eines Tanzstipendiums an der Folkwang Universität der Künste lernte Carlo bei der großen Wuppertaler Choreografin Pina Bausch, die seine weitere tänzerische Arbeit prägte. Er wirkte bei Fernsehproduktionen mit, arbeitete mit zahlreichen Kompanien und lehrte u.a. an der Tanzakademie Arnheim.

Hofesh Sechter

Chien-Ming Chang

Chien-Ming Chang ist Probenleiter der Shechter II Tanzcompany. Die Hofesh Shechter Company ist eine bahnbrechende Tanzkompanie, die außergewöhnliche Werke produziert, die vom künstlerischen Leiter Hofesh Shechter OBE geschaffen werden und deren Herzstück eine außergewöhnliche Kompanie von international vielfältigen Tänzer*innen ist. Die Company hat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke zu schaffen, die sich weniger wie Tanz und mehr wie das Leben anfühlen, Erfahrungen zu vermitteln, die die Menschen in ihrem Innersten ansprechen und ihre Seele berühren, die nächste Generation von Tänzer*innen zu fördern und eine neue Generation von Zuschauer*innen aus der ganzen Welt zu begeistern.

Das Repertoire der 2008 gegründeten Kompanie umfasst Uprising (2006), In your rooms (2007), The Art of Not Looking Back (2009), Political Mother (2010), Political Mother: The Choreographer's Cut (2011), Sun (2013), barbarians (2015) und Grand Finale (2017), Double Murder (2021) mit SHOW (2018) und POLITICAL MOTHER UNPLUGGED (2020), aufgeführt von Shechter II, der preisgekrönten Nachwuchskompanie. Die Hofesh Shechter Company hat in Städten auf der ganzen Welt gespielt, darunter Paris, New York, Melbourne, Tokio, Berlin, Tel Aviv, Rom, Seoul, Rio de Janeiro und viele mehr. 

Chin-A Hwang

Chin-A Hwang

Chin-A Hwang, geboren in Südkorea, erhielt ihre Ausbildung als klassische Bühnentänzerin an der Seoul Arts High School in Korea. Im Anschluss studierte sie Bühnentanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz - ZZT in Köln.
Seit 2017 ist Chin-A Hwang als freiberufliche Tanzpädagogin unter anderem in der Tanzfaktur, im Cologne Dance Center Köln sowie in verschiedenen Ballettschulen tätig.
Sie unterrichtet sowohl Amateure als auch Profis im klassischen und modernen Tanz.
Regelmäßig tanzt Chin-A Hwang auch in verschiedenen Produktionen der Deutschen Oper am Rhein Duisburg/ Düsseldorf und der Oper Köln.
Seit 2019 studiert sie den Master-Studiengang "Tanzpädagogik klassischer Tanz" an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Darwin Diaz

Darwin Diaz

Darwin Díaz ist Tänzer, Lehrer und Choreograph. Er studierte an der IUDANZA Tanz-Universität in Caracas. 2005 kam er mit einem Stipendium von DAAD und Fundayacucho nach Deutschlandund und absolvierte an der Folkwang Universität der Künste den Studiengang Tanz. Von 2009 bis 2014 war er bei Folkwang Tanz-Studio engagiert. Darwin hat bis 2018 am Stadt Theater Trier unter der künstlerischen Leitung von Susanne Linke getanzt und choreografiert. Er hat u.a. mit Choreographen wie Pina Bausch - Tanztheater Wuppertal, Samir Akika, Anna Holter, Theater der Kläge, Hannes Langolf, Lokstoff “theater im offentlichen Raum” gearbeitet. Als Choreograph hat er zweifach den ersten- und den Publikumspreis an zwei verschiedenen Tanzfestivals mit dem Stück „Study #3 The Circle“ gewonnen.
Als Lehrer hat er seinen eigenen Stil und recherchiert zwischen Hatha Yoga und Release Technique. Er unterrichtete an verschiedenen Companien wie: TanzTheater Wuppertal, FTS (Folkwang Tanzstudio), Folkwang Universität der Künste, Cooperativa Maura Morales, Ben Riepe und NeuerTanz.

Dina ed Dik

Dina ed Dik

Dina ed Dik erhielt ihre Tanzausbildung an der Fontys Dansacademie in Tilburg in den Niederlanden. Seither arbeitete sie als freiberufliche Tänzerin und Performerin an verschiedenen Theatern und mit freien Kompanien unter anderem in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland. Seit 2001 ist sie Assistentin und Ensemblemitglied des französischen Choreografen Jérôme Bel und erarbeitet mit verschiedenen internationalen Ensembles Neueinstudierungen seiner Stücke und leitet die Proben dazu. In diesem Rahmen hat sie viel Erfahrung in der Arbeit mit großen, sehr diversen, heterogenen Gruppen sammeln können. Im Tanzhaus NRW war diese Arbeit mit „The Show Must Go On „von Jérôme Bel im September 2014 zu sehen. Neben dem Tanz praktiziert sie seit vielen Jahren Iyengar Yoga, als Unterstützung zum Tanztraining. Übungen und Ansätze aus dieser Technik zur Verbesserung der Flexibilität und der Kraft fließen in ihren Unterricht mit ein.
Am zeitgenössischen Tanz gefallen ihr die Freiheiten und die Einflüsse vieler unterschiedlicher Tanzstile. Daraus ergebe sich die Möglichkeit, einen eigenen Stil zu finden: „man merkt, was einem liegt“, sagt Dina. Ihr Unterricht ist darauf ausgelegt, den Umgang mit dem eigenen Körper zu lernen, das Tanzen zu genießen und sich ohne Scheu zu bewegen.

Dwayne Holliday

Dwayne Holliday

Dwayne Holliday ist Tänzer, Choreograph und Tanzwissenschaftler. Nach einer erfolgreichen Karriere als professioneller Balletttänzer in internationalen Kompanien studierte er zeitgenössischen Tanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz - Hochschule für Musik und Tanz Köln, bevor er in der zeitgenössischen freien Szene arbeitete. Er hat einen Master-Abschluss in Tanzwissenschaft und promoviert derzeit. Seine künstlerischen Arbeiten wurden in verschiedenen Theatern, Museen und öffentlichen Räumen gezeigt und er hat eine Reihe von Tanzfilmen produziert. Zusammen mit der Choreografin Maria Golding gründete er das temporäre Kollektiv “Golding/Holliday”. Neben seiner choreografischen Arbeit wird er regelmäßig als Tänzer zu verschiedenen choreografischen Projekten eingeladen und hat Artikel über Tanz veröffentlicht und als Kritiker für internationale Publikationen gearbeitet. Er ist Vater. Im Jahr 2021 gründete, kuratierte und organisierte er erfolgreich das "Beamed Dance Film Festival”.

Studio Akademie

Elisa Marschall

Elisa Marschall ist eine deutsch-nicaraguanische zeitgenössische Tänzerin, Performerin, Choreografin sowie Tanz-, Yoga- und Theaterpädgogin. Sie absolvierte ihr Tanzstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und an der ArtEZ Hogeschool voor de Kunsten in Arnheim (Niederlande). Bisher hatte sie Gelegenheit mit Regisseur*innen und Choreograf*innen wie Susanne Linke, Anna Holter, Maura Morales, Philipp Stölzl, Andreas Rosar, Carlus Padrissa sowie mit artcenisco performing arts, Sepidar Theater und das Theater der Klänge u.a. zusammen zu arbeiten. Im Jahr 2014 zertifizierte sie sich in Indien zur Yogalehrerin. Seitdem unterrichtet sie leidenschaftlich gerne Gruppen sowie einzelne Personen. 2020 absolvierte sie eine Ausbildung zur Theaterpädagogin in BuT® an der Akademie off-theatre in Neuss. Seit 2021 ist sie Mitglied des Forumtheaters Inszene in Köln, wo sie als Schauspielerin sowie Moderatorin in der kulturellen Bildung tätig ist. Derzeit absolviert sie neben ihrer künstlerischen Tätigkeit einen Master in Szenischer Forschung an der RUB.

Emma Valtonen

Emma Valtonen

Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihr Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer “kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art“ zu unterrichten. Emma selbst sagt über ihren Unterricht: „Meine Kursteilnehmer*innen sollen herausgefordert werden, ohne dass Druck aufgebaut wird oder ein Wettbewerb entsteht.“

Portrait Erika Winkler

Erika Winkler

Erika Winkler erhielt ihre Tanzausbildung an der Folkwang Hochschule der Künste in Essen und arbeitete danach als Tänzerin an verschiedenen Theatern und in freien Kompanien, davon mehrere Jahre für die Company RAZ in den Niederlanden. Sie entwickelte für Ruhr 2010 Projekte und ist regelmäßig Choreografin im Team Plöger/Winkler/Becker für das FFT Düsseldorf. Sie unterrichtet international und ist seit 1998 eine sehr geschätzte Dozentin am tanzhaus nrw. Hier gibt sie auch regelmäßig das Professional Training, ebenso für PACT Zollverein und Kompanien wie Ultima Vez, NEUER Tanz und Random Dance.

Eva Borrmann

Eva Borrmann

Eva Borrmann (1988*) ist freischaffende Choreografin, Tänzerin und Gründerin der Kompanie PLAN MEE. Nach ihrer Ausbildung im klassischen und zeitgenössischen Tanz arbeitete sie am Staatstheater Nürnberg zusammen mit Johann Kresnik, Joshua Monten und Laura Scozzi. In der Freien Szene u.a. für Alexandra Pirici auf der Art Basel und für deufert&plischke auf K3/Kampnagel Hamburg. Gleichzeitig studierte sie im CAS Programm„Dance and Performing Arts“ und „Arts Education" am Institut für Theaterwissenschaft Bern (CH).

Seit 2015 produziert sie mit ihrer Kompanie PLAN MEE in Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg mehrere abendfüllende Produktionen. Im Fokus der Projekte steht immer der sozial geformte Körper. Die Kompanie wurde bereits zu Festivals und Residenzen in Linz, Athen, Köln und München eingeladen. Außerdem ist sie als Choreografin Teil des „Bodies of Care“ Projektes des Goethe Instituts Indonesien. Zudem vermittelt sie ihre künstlerische Arbeit und Recherchen in Workshops, Tagungen und Seminaren an verschiedenen Institutionen und Universitäten, darunter die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Theaterwissenschaften in Erlangen, das Produktionszentrum Stuttgart und der Fachtag „Vermittlung“ am tanz.tausch Festival in Köln.

Eva Borrmann erhielt für die Jahre 2021/2022/2023 die Impulsförderung der Stadt Nürnberg und wird in enger Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg das Thema „Kitsch“ untersuchen und auf die Bühne bringen.

Hayato Yamaguchi

Hayato Yamaguchi

Hayato Yamaguchi startete seine Tanzkarriere im Tokyo Disney Resort in Japan. Erste Engagements führten ihn zur Austrian Ballet Company in Tokio und auf eine Europatour mit der Dance Company Nomdes. In Japan arbeitete Hayato mit berühmten Choreographen wie Motoko Hirayama und Kazuyuki Futami. In Deutschland folgten Engagements bei diversen renommierten Bühnen, u.a. dem Theater Bonn, dem Theater Dortmund und der Deutschen Oper am Rhein. Darüber hinaus wirkte er bei Produktionen wie dem TANZ theater INTERNATIONAL im Jahr 2015 mit und arbeitete beim Dance Theatre Luxemburg zusammen mit Jean-Guillaume Weis, sowie den Theatre Rites in London und in der Tanzmoto dance company in Essen. Seit 2015 ist er potenzieller Tänzer beim Cirque du Soleil. 
Handbalancing lernte er an der Souri International School Japan und entwickelt seinen Stil seit 2009 kontinuierlich weiter. Neben seiner Karriere als Tänzer und Tanzdozent arbeitet Hayato auch als Street Performer. Seit 2010 ist er offizieller Straßenkünstler der Stadt Tokio. Er nahm an zahlreichen Festivals in Europa teil und gewann 2021 den Sonderpreis beim Festival AMPLIÓN in der Slowakei.

Porträt von In-Jung Jun

In-Jung Jun

In-Jung Jun studierte Tanz in ihrer Heimatstadt Seoul in Südkorea. Dort schuf sie auch erste eigene Tanzstücke, bevor sie mit dem französischen Choreographen Jean-Claude Gallotta arbeitete, erst am Shizuoka Performing Arts Center in Japan, dann in Grenoble. In Deutschland tanzte sie in Stücken von Rodolpho Leoni und Vera Sander, bevor sie sich ganz auf ihre Blue Elephant Dance Company und eigene Choreographien konzentrierte, die oft vom Tanzhaus NRW koproduziert und international gezeigt wurden. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet (u.a. Stadt Düsseldorf, Land NRW, Ministerpräsident Republik Korea)

Irina Hortin

Irina Hortin

Irina Hortin studierte zunächst Linguistik und Literatur in Deutschland, Frankreich und Argentinien und anschließend zeitgenössischen Tanz in Köln und München. Sie performt international, choreografiert regelmäßig für das Schalktheater in Zürich, leitet Jugendtanztheaterprojekte und unterrichtet zeitgenössischen Tanz, Contact Improvisation und Tango auf internationalen Festivals. Wegweisend für Irinas berufliche Biografie war vor allem die Begegnung mit Frey Faust, einer wichtigen Figur innerhalb des zeitgenössischen Tanzes und Herausgeber des Bewegungslexikons Axis Syllabus, auf das sich Irina als zertifizierte Axis Syllabus (AS) Lehrerin bezieht. Das interdisziplinäre AS-Forschungsnetzwerk befragt die Funktionsweisen des menschlichen Körpers in Bewegung. Dabei werden Informationen aus Biomechanik, Anatomie, Physik und Medizin genutzt, um unseren Bewegungsapparat zu analysieren und auf funktionale und fürsorgliche Weise in Bewegung zu kommen. Im Mittelpunkt steht immer der respektvolle Umgang sowohl mit sich selbst als auch miteinander – und natürlich die Freude am Tanzen!

Porträt von Laura Virgillito

Laura Virgillito

Tanz nimmt einen großen Teil in Laura Virgillitos Leben, seit sie drei Jahre alt ist. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt in New York, wo sie u.a. an der renommierten Martha Graham Dance School in New York studierte und auch das GYROTONIC EXPANSION SYSTEM® für ihre Tänzer*innenlaufbahn nutzen lernte, wechselte die gebürtige Italienerin 1997 nach Deutschland. Sie arbeitete lange als Tänzerin mit verschiedenen Choreograf*innen und Kompanien zusammen. Heute ist Laura vor allem als freiberufliche Dozentin bei unterschiedlichen Kompanien und Institutionen im In- und Ausland tätig, darunter das Folkwang Tanzstudio, das Stadttheater Bielefeld, bei PACT Zollverein, VA Wölfls NEUER TANZ und seit rund 15 Jahren auch am tanzhaus nrw. Sie ist GYROKINESIS®-Master- Trainerin sowie GYROTONIC®-Master-Trainerin und leitet ihr eigenes Studio in Köln. Sie unterrichtet im tanzhaus nrw sowohl das auf somatische Aspekte wertlegende Bewegungssystem GYROKINESIS® und wendet sich damit an Menschen mit und ohne Tanzerfahrung, als auch ein zeitgenössisches Training für professionell tätige Tanzschaffende.

Mina Schneider

Mina

Minas Leidenschaft als Tänzerin und Lehrerin entspringt ihrer lebenslangen Obsession für Bewegung und Musik und diese, vereint in verschiedensten Situationen, zu erleben und zu geniessen; was sie im Laufe ihrer Zeit immer näher zu ihrem Beruf als Tanzkünstlerin führte. Mit dem Tanzen begann Mina früh in den Ballet Studios von Sonja Bjerke und Olivia Lindig. Später, im Laufe der Teenager Jahre, begann Mina neben dem klassischen Ballet die Stile Contemporary, Dancehall und Modernen Tanz wöchentlich zu trainieren; und nach dem Abitur 2018 war schnell entschlossen, dass der Weg weiter Richtung Tanz geht. Von 2018 bis 2022 studierte Mina an der ‚ArtEZ University of the Arts‘ in den Niederlanden Tanz, Choreografie und Pädagogik und tanzte in verschiedenen Stücken und Produktionen mit. Während ihrer Studienzeit konzentrierte sie sich vor allem auf das Entdecken ihrer eigenen Tanzsprache und erlangte professionelles Training in den Stilen Ballet, Modern, Contemporary/Floorwork und Jazz. Im letzten Jahr ihres Studiums spezialisierte Mina sich auf das interdisziplinäre Arbeiten mit professionellen Tänzern*innen und Musiker*innen um beide Disziplinen durch Improvisation in Relation zu einander zu setzen. Gegenwertig tanzt und unterrichtet Mina hauptsächlich in Köln und Umgebung. Sie unterrichtet in den Stilen Urban Contemporary, Floorwork, Improvisation und Modern.

Paolo Fossa

Paolo Fossa

Zeitgenössischer Tanz ist für Paolo ein Konzept, das sich immer wieder erneuert: „In dem Moment, wo es sich nicht erneuert, ist es kein zeitgenössischer Tanz“. Für ihn ist es wichtig, seinen Schüler*innen Selbstvertrauen und ein Gefühl für den eigenen Körper zu vermitteln. „Wir sind der Körper. Wir tun viel für unser Gehirn, aber wenig für unsere Körper. Ich möchte, dass meine Teilnehmer*innen ihren Körper in allen seinen Facetten ausdrücken zu können.“

Paolo Fossa ist Choreograf, Tänzer, Performer, Dozent und unabhängiger Bewegungsforscher. Er arbeitet für renommierte Theater, Tanzkompanien, Tanzinstitutionen, staatliche und private Akademien und Tanzhochschulen im In- und Ausland. In Zusammenarbeit mit diesen Institutionen entwickelt er neben seinen zahlreichen unabhängigen Produktionen auch Choreografien und Bildungsprogramme. Im Jahr 2021 erhielt sie ihr Zertifikat in Tanzmedizin von der TaMed Tanz und Medizin Vereinigung. Parallel zu seiner Arbeit auf der Bühne kooperiert er mit privaten und staatlichen Einrichtungen und Schulen und führt verschiedene Projekte mit jungen Menschen und Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und kognitiven Fähigkeiten durch.