Tanzende Menschen im Raum.

Zeitgenössisch

Vorne weg: Den zeitgenössischen Tanz kurz und angemessen in Worte zu fassen, ist nicht möglich. Contemporary Dance entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung, wie sie etwa im Modern Dance stattfindet. Und vielleicht ist gerade das so charakteristisch: seine Offenheit. Die Spielarten des Zeitgenössischen sind vielfältig und hinterfragen etwa alt hergebrachte Körperbilder. Hier sammeln sich verschiedenste Auffassungen von Tanztechnik, Arbeitsweise sowie Vermittlung. Abhängig vom jeweils Lehrenden, Choreografierenden, Tanzenden und dem individuellen künstlerischen und kulturellen Hintergrund findet eine andere Form des zeitgenössischen Tanzes statt. Das klingt erst einmal verwirrend für Menschen, die nicht professionell tanzen, jedoch: Es lohnt sich, den zeitgenössischen Tanz zu entdecken. Er erweitert unsere Fähigkeiten wie Einfühlung und Achtsamkeit, die Verortung des Körpers im Raum und unterstützt ein besonderes Miteinander mit anderen Tänzer*innen. Hier gibt es kein Richtig und Falsch. Nur Mut! Probiert es einfach aus!

Dozent*innen

Porträt von Ale Jara

Ale Jara

Ale Jara lebt und arbeitet in Köln und ist gebürtig aus Paraguay. 1999 trat sie dem National Ballet of Paraguay bei, mit dem sie als vielseitige Tänzerin neun Jahre lang international tourte. Im Jahr 2011 erlangte sie den Master of Fine Arts in Dance an der Ohio State University und schloss ein Jahr später ihre Ausbildung zur zertifizierten Gaga-Trainerin in Israel ab. Sie erhielt u.a. das UNESCO- sowie das Fulbright Stipendium und gilt nicht nur als ausgewiesene Expertin ihres Genre, sondern als ein sehr achtsamer Mensch voll positiver Energie: „I am interested to see people’s passion to move while they move, more than wonderful shapes. Gaga helps me to enrich myself with more delicate information, and gave me the tools to guide the people inside my class to listen to their bodies.“ Ale unterrichtet Gaga im tanzhaus nrw seit 2017 sowohl für professionelle Tänzer*innen als auch für Menschen ohne Tanzerfahrung.

Porträt von Carlo Melis

Carlo Melis

Carlo Melis zählt zu einem der langjährigsten Dozent*innen am tanzhaus nrw. Seit 1989 unterrichtet er am Haus Modern und Jazz Dance und integriert Einflüsse des zeitgenössischen Tanzes. „Die Freiheit des zeitgenössischen Tanzes fordert die standardisierten Techniken des Modern und Jazz Dance heraus und wendet den Blick nach innen.” So geht es in Carlos Kursen weniger darum, eine Technik zu erlernen, als vielmehr eine Strategie wiederzuentdecken, die wir seit den ersten kindlichen Bewegungen in uns tragen: neugierig zu sein, sich und seinen Körper zu erleben und die eigenen Emotionen zu spüren. Die Teilnehmer*innen arbeiten bei den Bewegungen immer auch an deren Ursprung. „Wir beginnen erst dann zu tanzen, wenn Gefühle die Bewegungen antreiben.“
Carlo absolvierte seinen Eltern zuliebe eine Ausbildung zum Bautechniker, doch schon in seiner Jugend war er von den Künsten fasziniert und spielte beim Bewegungstheater und Living Theatre. Nach einem Workshop bei Bob Curtis, dem Wegbereiter des Afro Contemporary Dance, fand Carlo zum Tanz: „Eine solche Intensität hatte ich noch nie erlebt. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich tanzen will.“ So begann er im Alter von 26 Jahren klassisches Ballett, Modern und Jazz Dance in seiner Heimat Sardinien zu studieren. Später schloss er zudem ein Studium in Theater- und Tanzpädagogik an verschiedenen Hochschulen in Italien ab. Während eines Tanzstipendiums an der Folkwang Universität der Künste lernte Carlo bei der großen Wuppertaler Choreografin Pina Bausch, die seine weitere tänzerische Arbeit prägte. Er wirkte bei Fernsehproduktionen mit, arbeitete mit zahlreichen Kompanien und lehrte u.a. an der Tanzakademie Arnheim.

Porträt von Carmen Mar

Carmen Mar

Carmen begann bereits mit vier Jahren in einer kleinen Tanzschule im Norden Spaniens mit Ballett und Flamenco. Später entdeckte sie den Modern Dance. Nach ihrem Studium der Pädagogik und Psychologie entschied sie, sich ganz ihrer eigentlichen Leidenschaft zu widmen und ging an die Northern School of Contemporary Dance nach Leeds, um zeitgenössischen Tanz zu studieren. „Ich war einige Jahre in England und Spanien als Choreografin tätig, war Teil von verschiedenen Companys und nahm an Tanz-Castings teil.” So fand Carmen auch ihren Weg nach Düsseldorf, als sie die Rolle der Carmen (!) an der Deutschen Oper am Rhein übernahm. Sie war als Darstellerin beim Cirque du Soleil, am Ballett am Rhein sowie am Aalto Theater Essen und bei Stücken der Kölner Choreografin Angie Hiesl zu sehen. Außerdem arbeitet sie in unterschiedlichen Konstellationen an eigenen künstlerischen Projekten, wie mit dem ausschließlich weiblichen Kölner Kollektiv nutrospektif. Darüber hinaus leitete sie das Profitraining des MichaelDouglas Kollektiv in Köln. Carmen ist von Release-Techniken, der kraftvollen Graham-Technik sowie von Choreografen wie Merce Cunningham und José Limon beeinflusst. Als Yoga-Lehrerin, zertifiziert von der Yoga Alliance, lehrt sie in verschiedenen Formaten Laien, Profis und Teacher Trainings in ganz Deutschland und im Ausland, darunter Vinyasa Flow, Nada Yoga sowie stärkende und tänzerische Meditation. 

 

 

 

 

Chin-A Hwang

Chin-A Hwang

Chin-A Hwang, geboren in Südkorea, erhielt ihre Ausbildung als klassische Bühnentänzerin an der Seoul Arts High School in Korea. Im Anschluss studierte sie Bühnentanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz - ZZT in Köln.
Seit 2017 ist Chin-A Hwang als freiberufliche Tanzpädagogin unter anderem in der Tanzfaktur, im Cologne Dance Center Köln sowie in verschiedenen Ballettschulen tätig.
Sie unterrichtet sowohl Amateure als auch Profis im klassischen und modernen Tanz.
Regelmäßig tanzt Chin-A Hwang auch in verschiedenen Produktionen der Deutschen Oper am Rhein Duisburg/ Düsseldorf und der Oper Köln.
Seit 2019 studiert sie den Master-Studiengang "Tanzpädagogik klassischer Tanz" an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Christoph Speit

Christoph Speit

Christoph Speit ist Performer und hat am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz in Köln Tanz sowie Kommunikationswissenschaft und Anthropologie in Berlin studiert. Sein Interesse gilt interdisziplinären Arbeiten und den kulturellen, sozialen und ökonomischen Aushandlungsprozessen, aus denen Körper und Bewegung entstehen Als Performer arbeitete er im Theater- und Museumskontext u.a. mit Özlem Alkis, Nick Mauss und Sören Siebel. Eigene Arbeiten beschäftigen sich mit der queeren Erfahrung und verbinden Clubkultur, Philosophie und Körper u.a. in ‚GOLDEN' (2019) und ‚ARCH_TMC it feels like I put sunglasses on‘ in Zusammenarbeit mit dem DJ Sören Siebel/ Bas Grossfeldt (2020/2021).

Darwin Diaz

Darwin Diaz

Darwin Díaz ist Tänzer, Lehrer und Choreograph. Er studierte an der IUDANZA Tanz-Universität in Caracas. 2005 kam er mit einem Stipendium von DAAD und Fundayacucho nach Deutschlandund und absolvierte an der Folkwang Universität der Künste den Studiengang Tanz. Von 2009 bis 2014 war er bei Folkwang Tanz-Studio engagiert. Darwin hat bis 2018 am Stadt Theater Trier unter der künstlerischen Leitung von Susanne Linke getanzt und choreografiert. Er hat u.a. mit Choreographen wie Pina Bausch - Tanztheater Wuppertal, Samir Akika, Anna Holter, Theater der Kläge, Hannes Langolf, Lokstoff “theater im offentlichen Raum” gearbeitet. Als Choreograph hat er zweifach den ersten- und den Publikumspreis an zwei verschiedenen Tanzfestivals mit dem Stück „Study #3 The Circle“ gewonnen.
Als Lehrer hat er seinen eigenen Stil und recherchiert zwischen Hatha Yoga und Release Technique. Er unterrichtete an verschiedenen Companien wie: TanzTheater Wuppertal, FTS (Folkwang Tanzstudio), Folkwang Universität der Künste, Cooperativa Maura Morales, Ben Riepe und NeuerTanz.

Elsa Artmann

Elsa Artmann

Elsa Artmann (*1989) ist freischaffende Choreografin, Tänzerin und bildende Künstlerin und lebt in Köln. Seit 2015 erarbeitet sie im Ensemble Artmann&Duvoisin Performances und Installationen. Themen ihrer Arbeit sind Formate der Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen wie die Kleinfamilie, Wohnen und körperliche Zeitzeug*innenschaft. Dabei begleiten sie Fragen nach kollektiver Komposition und geteilter Autor*innenschaft ebenso wie nach dem politischen Gehalt tänzerischer Tätigkeit. Ihre Ausbildung erhielt sie am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Emma Valtonen

Emma Valtonen

Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihr Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer “kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art“ zu unterrichten. Emma selbst sagt über ihren Unterricht: „Meine Kursteilnehmer*innen sollen herausgefordert werden, ohne dass Druck aufgebaut wird oder ein Wettbewerb entsteht.“

Portrait Erika Winkler

Erika Winkler

Erika Winkler erhielt ihre Tanzausbildung an der Folkwang Hochschule der Künste in Essen und arbeitete danach als Tänzerin an verschiedenen Theatern und in freien Kompanien, davon mehrere Jahre für die Company RAZ in den Niederlanden. Sie entwickelte für Ruhr 2010 Projekte und ist regelmäßig Choreografin im Team Plöger/Winkler/Becker für das FFT Düsseldorf. Sie unterrichtet international und ist seit 1998 eine sehr geschätzte Dozentin am tanzhaus nrw. Hier gibt sie auch regelmäßig das Professional Training, ebenso für PACT Zollverein und Kompanien wie Ultima Vez, NEUER Tanz und Random Dance.

Eva Borrmann

Hayato Yamaguchi

Hayato Yamaguchi

Hayato Yamaguchi startete seine Tanzkarriere im Tokyo Disney Resort in Japan. Erste Engagements führten ihn zur Austrian Ballet Company in Tokio und auf eine Europatour mit der Dance Company Nomdes. In Japan arbeitete Hayato mit berühmten Choreographen wie Motoko Hirayama und Kazuyuki Futami. In Deutschland folgten Engagements bei diversen renommierten Bühnen, u.a. dem Theater Bonn, dem Theater Dortmund und der Deutschen Oper am Rhein. Darüber hinaus wirkte er bei Produktionen wie dem TANZ theater INTERNATIONAL im Jahr 2015 mit und arbeitete beim Dance Theatre Luxemburg zusammen mit Jean-Guillaume Weis, sowie den Theatre Rites in London und in der Tanzmoto dance company in Essen. Seit 2015 ist er potenzieller Tänzer beim Cirque du Soleil. Neben seiner Karriere als Tänzer und Tanzdozent, arbeitet Hayato auch als Street Performer. Seit 2010 ist er offizieller Straßenkünstler der Stadt Tokio. Er nahm an zahlreichen Festivals in Europa teil und gewann beim NAGOYA DAIDOGEI Festival im Jahr 2018 den 2. Platz.

Porträt von Irina Hortin

Irina Hortin

Irina Hortin studierte zunächst Linguistik und Literatur in Deutschland, Frankreich und Argentinien und anschließend zeitgenössischen Tanz in Köln und München. Sie performt international, choreografiert regelmäßig für das Schalktheater in Zürich, leitet Jugendtanztheaterprojekte und unterrichtet zeitgenössischen Tanz, Contact Improvisation und Tango auf internationalen Festivals. Wegweisend für Irinas berufliche Biografie war vor allem die Begegnung mit Frey Faust, einer wichtigen Figur innerhalb des zeitgenössischen Tanzes und Herausgeber des Bewegungslexikons Axis Syllabus, auf das sich Irina als zertifizierte Axis Syllabus (AS) Lehrerin bezieht. Das interdisziplinäre AS-Forschungsnetzwerk befragt die Funktionsweisen des menschlichen Körpers in Bewegung. Dabei werden Informationen aus Biomechanik, Anatomie, Physik und Medizin genutzt, um unseren Bewegungsapparat zu analysieren und auf funktionale und fürsorgliche Weise in Bewegung zu kommen. Im Mittelpunkt steht immer der respektvolle Umgang sowohl mit sich selbst als auch miteinander – und natürlich die Freude am Tanzen!

Jan Burkhardt

Jan Burkhardt

Jan Burkhardt arbeitet seit vielen Jahren im Resonanzfeld von Zeitgenössischem Tanz, somatischer Forschung und interdisziplinären Settings.
Sein Hauptinteresse gilt der Reziprozität zwischen Spüren und Machen, und der Erforschung von kollektiven Feldern mit künstlerischen Mitteln.
Neben seiner Tätigkeit in der freien Szene lehrt Jan in diversen Institutionen, vor allem auch an der HfMT Köln.

Porträt von Julio César Iglesias Ungo

Julio César Iglesias Ungo

Details folgen.

Porträt von Laura Virgillito

Laura Virgillito

Tanz nimmt einen großen Teil in Laura Virgillitos Leben, seit sie drei Jahre alt ist. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt in New York, wo sie u.a. an der renommierten Martha Graham Dance School in New York studierte und auch das GYROTONIC EXPANSION SYSTEM® für ihre Tänzer*innenlaufbahn nutzen lernte, wechselte die gebürtige Italienerin 1997 nach Deutschland. Sie arbeitete lange als Tänzerin mit verschiedenen Choreograf*innen und Kompanien zusammen. Heute ist Laura vor allem als freiberufliche Dozentin bei unterschiedlichen Kompanien und Institutionen im In- und Ausland tätig, darunter das Folkwang Tanzstudio, das Stadttheater Bielefeld, bei PACT Zollverein, VA Wölfls NEUER TANZ und seit rund 15 Jahren auch am tanzhaus nrw. Sie ist GYROKINESIS®-Master- Trainerin sowie GYROTONIC®-Trainerin und leitet ihr eigenes Studio in Köln. Sie unterrichtet im tanzhaus nrw sowohl das auf somatische Aspekte wertlegende Bewegungssystem GYROKINESIS® und wendet sich damit an Menschen mit und ohne Tanzerfahrung, als auch ein zeitgenössisches Training für professionell tätige Tanzschaffende.

Ligia Lewis

Ligia Lewis

Ligia Lewis ist Choreografin und Tänzerin, entwickelt expressive Konzepte, die Bewegungen, Sprache, Affekte, Gedanken, Beziehungen, Ausdrucksweisen und den Körpern, die sie tragen, eine Form geben. Zusammengehalten durch die Logik der Wechselbeziehung, der Unordnung und des Spiels, schafft sie Raum für das Entstehende und Unbestimmte. In der und durch die verkörperte Praxis, trifft der Körper auf klangliche und visuelle Metaphern, die das Rätselhafte, das Poetische und das Dissonante in ihrer Arbeit materialisieren. Ligia Lewis war Factory Artist am tanzhaus nrw und wurde mehrfach bepreist, jüngst mit der Tabori-Auszeichnung.

Porträt von Misael López

Misael López

Misael López war von Anfang an Teil des tanzhaus nrw. Zusammen u.a. mit Paul Hänel und Chris Parker prägte er die Werkstatt, den Vorläufer des tanzhaus nrw, aktiv mit und lehrte u.a. auch im European Dance Development Center (EDDC), einer Kooperation zwischen der Hochschule Arnheim und dem tanzhaus nrw, die auf die innovative Ausbildung von Tänzer*innen zielte. Misael studierte Tanz und Theater an der Universität von Chile sowie am Teatro Municipal in Buenos Aires. Er arbeitete als Darsteller in Buenos Aires und in verschiedenen europäischen Ensembles. Außerdem war er als Choreograf am Schauspielhaus Düsseldorf tätig. Mit seiner Kompanie Largo Camino Organización Sueño kreierte er zahlreiche eigene Choreografien und arbeitet bis heute als freischaffender Tänzer, Choreograf und Dozent. Dabei ist er immer an ungewöhnlichen Kooperationen interessiert und liebt den Austausch mit verschiedenen Menschen und anderen Tanzstilen.

Porträt von Monica Gillette

Monica Gillette

Monica Gillette ist Tänzerin und Choreografin aus Los Angeles. Heute in Freiburg lebend, hat sie maßgeblich zur Entwicklung von „Tanz für Menschen mit Parkinson“ in Deutschland sowie zu der Implantierung von Angeboten im tanzhaus nrw beigetragen. Sie war künstlerische Leiterin zweier Forschungsprojekte des Theater Freiburg und der Universität Freiburg: „BrainDance“ (2014) sowie gemeinsam mit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder „Störung/Hafra'ah“ (2015 – 2016). Für das deutsch-israelische Projekt „Störung/Hafra'ah“ erhielten Yasmeen Godder und Monica Gillette 2017 den erstmals verliehenen Shimon-Peres-Preis des damaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel. Zurzeit arbeitet Monica Gillette im Rahmen des EU-Projektes „Migrant Bodies – Moving Borders“ als Mentorin an Fragen zur Rolle des Tanzes in transdisziplinären und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Porträt Mu-Yi Kuo

Mu-Yi Kuo

Mu-Yi Kuo studierte Tanz am Chinese University Dance Department, Taipei und an der Folkwang Hochschule in Essen. Nachdem Sie zunächst  mit Choreografen aus Taiwan zusammenarbeitete kam sie 1998 nach Deutschland. Hier war sie Mitglied in  Kompanien wie der Rodolpho Leoni Company, bei Henrietta Horn, Michele Anne de Mey & Thierry de Mey, der Mark Sieczkarek Dance Company und war Gasttänzerin beim Wuppertaler Tanztheater von Pina Bausch. Seit 2007 arbeitet sie als freischaffende Tänzerin und Dozentin.

Panaibra Gabriel Canda

Panaibra Gabriel Canda

Panaibra Gabriel Canda, born in Maputo, Mozambique, ranks among the most important African choreographers*, one who mirrors the postcolonial ruptures of his country like no other. He studied theatre, dance, and music in Mozambique and Portugal and has been developing his own artistic works since 1993; projects which he tours globally and for which he has won numerous awards . He founded the organisation CulturArte in Maputo in 1998, the first production studio for contemporary dance in Mozambique. As its artistic director and choreographer, he is very successfully dedicated to the support of the regional dance scene.

Paolo Fossa

Paolo Fossa

Paolo Fossa ist Choreograf, Tänzer und Dozent. Seit den letzten 20 Jahren arbeitet er in ganz Europa und wendet seine Kenntnisse über den Körper in Bewegung auf den Zeitgenössischen Tanz und die Improvisation an. Er unterrichtet in vielen Theater, Tanzkompanie, an der Folkwang Universität, Academy of Theatre and Dance Amsterdam University of Arts, am Tanzhaus NRW in Düsseldorf, bei Fontys in Tilburg und an der DansArt Akademie in Bielefeld. In Zusammenarbeit mit diesen Institutionen realisiert er ebenfalls Choreografien, die sich neben seine zahlreichen selbständigen Produktionen stellen. Einige seiner letzten Werke: Körpererzählung (2019), Stray Dogs (2018). Durch seine ausgesprochenen kommunikativen und organisatorischen Kompetenzen führte er seit 2017 zusammen mit der Tanzcompagnie Gießen, in der ist er schon von 2015 als Ballettmaster für Zeitgenössischer Tanz tätig, ein tanzpädagogisches Projekt in Shenzhen/China durch. Ziel ist die Erarbeitung eines Lehrplans für Zeitgenössischer und Improvisationstechniken an der Shenzhen Arts School einen. Parallel zu seiner Bühnentätigkeit arbeitet er mit Privat- und Stadtinstitutionen zusammen und leitet mehrere soziale Projekte mit Jugendlichen.
Mit der Choreografin Gerda König, der Schöpferin des ersten Projekts des M.A.D.E. ( Mixed-Abled Dance Education ), arbeitet er an der Schaffung einer neuen Methode des Studiums des zeitgenössischen Tanzes, die es Studenten und Tänzern mit und ohne Behinderungen ermöglicht, eine gemeinsame Ausbildung zu absolvieren.

Sabine Seume

Sabine Seume

Wir trauern um unsere Kollegin und Freundin Sabine Seume. Die Tänzerin und freie Choreografin absolvierte ihre Tanzausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen unter der Leitung von Pina Bausch. Besonders prägend für ihre spätere Arbeit war ihre Zeit als Tänzerin in der Butoh-Kompanie Ariadone in Japan. Zurück in Düsseldorf, gründete sie ihre eigene Company und entwickelte ihren besonderen Stil, der durch eine Verschmelzung östlicher und westlicher Elemente gekennzeichnet ist. Als Dozentin am tanzhaus nrw vermittelte Sabine Seume Butoh. Des Weiteren konzipierte sie seit über fünfzehn Jahren Stücke für ein junges Publikum, die kontinuierlich am tanzhaus nrw aufgeführt wurden. Als Take-off Dozentin unterrichtete sie an der LVR-Gerricus-Schule Düsseldorf. Kinder waren für sie die anspruchsvollsten Zuschauer*innen, die sie in Gefühle eintauchen und entdecken lassen wollte. Ihre künstlerische Arbeit wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Wir werden Sabine Seume vermissen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Angehörigen.

05/2021

Yasmeen Godder

Yasmeen Godder

Die Arbeit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder kreist seit langer Zeit um das Feld der Begegnung und der emotionalen Verbindungen – unter Bekannten oder Fremden. Stets lag der Ausgangspunkt für diese einfühlsame Forschungsarbeit in ihrer künstlerischen Praxis, in der Tanz und Choreografie als Medium eine zentrale Rolle spielen. Zuletzt war sie mit ihren partizipativen Stücken Common Emotions (2016) und Simple Action (2018) im tanzhaus nrw zu Gast, sowie dem Duett Demonstrate Restraint (2019), in dem sie erstmals Stimme als Generator von Bewegung untersuchte.

Zwoisy Mears-Clarke

Zwoisy Mears-Clarke

Zwoisy Mears-Clarke lebt aktuell in Rösrath und versteht sich als Choreograf* der Begegnungen. Zwoisy nutzt das Potenzial des Tanzes, um Formen der Unterdrückung wie Neokolonialismus, Sexismus und Ableismus sichtbar zu machen und um Begegnungen zu ermöglichen, die unter anderen Umständen unmöglich wären. Die Aufführungen finden oftmals an unkonventionellen Orten oder auch draußen statt. Durch den Wechsel zwischen gesprochenen Sprachen und Bewegungssprachen und durch die Nutzung des Proszeniums, bieten Zwoisy Mears-Clarkes Choreografien die Möglichkeit sich selbst und anderen Menschen neu zu begegnen.