Residenz für Digital Dance Creators

Carlo D’Abramo
Was Carlo D'Abramo in die sozialen Medien einbringt, verbindet sich mit seinem Engagement für die Förderung von Inklusion und Vielfalt durch Bewegung. In den sozialen Medien teilt er die Schönheit des Tanzes, experimentiert und überwindet traditionelle Grenzen, um einer Gemeinschaft von Menschen eine Stimme zu geben, die sich in jeder Form von Ausdruck und Freiheit wiedererkennen. Seine Arbeit zielt darauf ab, Tanz für jeden zugänglich zu machen und die Freiheit zu feiern, man selbst zu sein und neue künstlerische Dimensionen zu erkunden.
„Ich habe vor, eine Reihe von Tanzvideos mit anderen Teilnehmern zu erstellen – eine Gelegenheit, die ich in Athen aus Zeit- und Platzgründen nur selten habe. Ich möchte auch an den kreativen Prozessen der anderen teilnehmen, denn die Zusammenarbeit mit digitalen Künstlern aus so unterschiedlichen Disziplinen ist eine seltene Erfahrung. Schließlich werde ich mit den ersten Arbeiten an „She Who Bears“ beginnen, einem Videoprojekt, das sich mit Zugehörigkeit und Vertreibung beschäftigt.”

Fay Tzouma
Für Fay Tzouma stand die Bewegung schon immer im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Nach einer Ausbildung in verschiedenen Stilen mit Schwerpunkt auf zeitgenössischem Tanz und HipHop begann sie, in Musikvideos, Konzerten und auf Live-Bühnen aufzutreten, während sie sich auch mit zeitgenössischem Tanz und physischem Theater beschäftigte. Daneben arbeitete sie als Schauspielerin in Theater und Film.
Während der Covid-19-Krise begann sie, sich mit der Videografie zu beschäftigen, was zu „Fenilyy“ führte, ihrer persönlichen, fortlaufenden Serie von Tanzfilmen, die Themen des Frauseins durch eine theatralische, abstrakte Erzählung erkunden. Fay arbeitete auch als Kamerafrau und Performerin bei „Big Plans“, Andi Xhumas einjähriger Serie täglicher improvisierter Tanzvideos. Beide Projekte nutzten die sozialen Medien als Plattform.
„Ich habe vor, eine Reihe von Tanzvideos mit anderen Teilnehmern zu erstellen – eine Gelegenheit, die ich in Athen aus Zeit- und Platzgründen nur selten habe. Ich möchte auch an den kreativen Prozessen der anderen teilnehmen, denn die Zusammenarbeit mit digitalen Künstlern aus so unterschiedlichen Disziplinen ist eine seltene Erfahrung. Schließlich werde ich mit den ersten Arbeiten an „She Who Bears“ beginnen, einem Videoprojekt, das sich mit Zugehörigkeit und Vertreibung beschäftigt.”

Nea Landin
Nea Landin ist eine in Schweden lebende Tänzerin und Medienkünstlerin. In ihrer Arbeit kombiniert sie Choreografie und Computerprogrammierung, um die physische Poesie in digitalen Landschaften zu erforschen. Dabei versucht sie, die zentralen Ideen einer bewegungsbasierten Praxis von einem rein physischen Medium ins Virtuelle zu übertragen. Zu ihren früheren Arbeiten gehören celestial bodies (2024) – ein interaktives VR-Erlebnis, desktop.dreams (2023) – eine live gestreamte Computer-Desktop-Performance, Mobilized – An Essay Pretending to Be a Game (2023) – eine partizipatorische Smartphone-basierte Performance und OTHER (2022) – ein intimes, computervermitteltes Treffen zwischen zwei Teilnehmern, die sich von verschiedenen Räumen aus verbinden.
„Ich entwickle eine partizipative choreografische Erfahrung innerhalb des Browsers, bei der sich die Bewegung durch Pop-up-Fenster, Aufforderungen und wechselnder Aufmerksamkeit entfaltet. Das Interface fungiert sowohl als Bühne als auch als Partitur und erforscht, wie Präsenz und Bewegung durch unsere bildschirmgesteuerte Realität geformt werden.“

Riheb Aissaoui aka Ruby
Riheb Aissaoui aka Ruby ist eine tunesische orientalische Tänzerin, die sich der Bewahrung und Weiterentwicklung der Kunst des Raqs Sharqi verschrieben hat. Mit ihren digitalen Inhalten möchte sie die Schönheit und die Emotionen dieser reichen Tradition mit einem globalen Publikum teilen, die Verbindung fördern und das Bewusstsein für ihre kulturelle Bedeutung und zeitlose Wichtigkeit schärfen.
„Während der Residenz plane ich, den orientalischen Tanz mit moderner Technologie zu verbinden, um innovative Ausdrucksformen zu schaffen. Ich möchte mein Wissen vertiefen, meine Inhalte erweitern und ein breiteres Publikum erreichen, während ich meiner Kunst treu bleibe und meine Kultur reflektiere, indem ich ein aktives Mitglied der Gemeinschaft bin.”

Sebastian Matthias
Sebastian Matthias ist Choreograf und Tanzwissenschaftler. Seit 2024 ist er Professor für Tanz als forschende Praxis in sozialen Feldern an der Frankfurt University for Applied Sciences und forscht am Institut für Nachhaltigkeit am GFZ in Potsdam. Von 2022 bis 2024 war er Post-Doc am Institut für Performative Praxis, Kunst und Bildung der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und von 2019 – 2021 am Institut Kultur der Metropole der HafenCity Universität Hamburg. Darüber hinaus hat er seit 2010 international an freien Produktionshäusern, Festivals und Theaterinstitutionen wie dem Theater Basel, Festival Tokyo oder dem tanzhaus nrw seine choreografischen Arbeiten gezeigt. Er studierte Tanz an der Juilliard School in New York, Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und promovierte über Groove an der HCU Hamburg. Seit 2017 forscht er tanzwissenschaftlich und künstlerisch über TikTok in akademischen Artikeln, Performances und künstlerischen Interventionen.
Mentor der Residenz