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Hier finden sich Ausschreibungen, die sich sowohl an Tanzschaffende richten, die professionell tätig sind, als auch an Menschen mit und ohne Tanzerfahrung, die im Rahmen von besonderen Projekten mit Choreograf*innen gesucht werden. 

Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus #2

Zum zweiten Mal bietet das Bündnis internationaler Produktionshäuser 2021 ein Programm für Journalist*innen an, das sich als Weiterbildung im umfangreichen Feld der Berichterstattung über dezidiert experimentelle Praktiken in Theater und Tanz sowie zeitgenössische Performance Art versteht.

Theaterkritik und Kulturjournalismus befinden sich in einer Umbruchssituation. Welche Rolle spielt die Theaterberichterstattung heute im Feld des Journalismus? An welche Öffentlichkeit wendet sie sich, welche Diskurse treibt sie voran, und welche bildet sie nicht ab? Wie könnte ein Theaterjournalismus der Zukunft aussehen? Die Akademie nimmt das weite Feld zwischen Lokal-und Onlinejournalismus ebenso in den Blick wie die Rolle der Kritik in ihrem Verhältnis zu künstlerischer Produktion und gesellschaftlicher Rezeption.

Kritische Arbeit muss den Anspruch verfolgen, nicht hinter ihren Gegenstand zurückzufallen. Zeitgenössische Theaterproduktionen sind oft ästhetisch heterogen und diskursiv verweisstark, viele Künstler*innen setzen sich engagiert mit politischen Entwicklungen und Fragestellungen auseinander und erfinden hierfür immer neue Formen und Formate. Das macht journalistische Berichterstattung über diese vielfältige Landschaft, über ihre Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen besonders interessant und anspruchsvoll.

An 3 langen Wochenenden bietet die Akademie Zeit und Raum, Schreibpraktiken jenseits von Deadlines und bestehenden Textformaten zu erproben. Gemeinsam mit Expert*innen reflektieren die Teilnehmenden die eigene Praxis und entwerfen journalistische Strategien, um über experimentelle Theater- und Performanceprojekte zu sprechen und zu schreiben. Durch die Verortung der Akademie an drei verschiedenen Produktionshäusern des Bündnisses, bei Künstler*innengesprächen, Workshops und Lectures erhalten die Teilnehmenden zu dem einen Einblick in die Arbeitsstrukturen der freiproduzierenden darstellenden Künste und können ihre Kenntnisse über zeitgenössische künstlerische Praxen vertiefen. In den Diskussionen soll auch eine Entwicklung hin zu hybriden Performanceformaten, die durch die aktuelle pandemische Situation weiter gefördert werden und die auch die Bedingungen des Schreibens selbst verändern, reflektiert werden.

Termine:
MODUL 1: 04. – 07.02.2021, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main
MODUL 2: 22. – 25.05.2021, HAU Hebbel am Ufer, Berlin
MODUL 3: 24. – 27.06.2021, FFT & tanzhaus nrw, Düsseldorf

Zielgruppe
Die Akademie richtet sich sowohl an Berufsanfänger*innen als auch als erfahrene Journalist*innen, die ihre Tätigkeit auf das Gebiet experimenteller szenischer Arbeiten erweitern möchten, eine Vertiefung der nötigen hard und soft skills wünschen, einen Austausch mit Kolleg*innen suchen und Lust haben, ihre Wahrnehmungs- und Schreibkompetenzen gemeinsam zu erweitern.

Teilnahmevoraussetzung:

  • erste oder fortgeschrittene Erfahrungen im journalistischen Schreiben
  • Deutschland ist Wohn-und Arbeitsort
  • Teilnahme an allen 3 Modulen
    Die Teilnahme ist gebührenfrei, Übernachtungskosten und Catering werden durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser getragen. Die Reisekosten und Kosten für ÖPNV tragen die Teilnehmer*innen.

Bewerbung
Wir bitten um die Einreichung eines Lebenslaufes, einer Schreibprobe (journalistischer Text, 1-2 Seiten) und eines Motivationsschreibens (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail einzureichen. Kontakt: theaterjournalismus@produktionshaeuser.de

Die Auswahl erfolgt durch eine Jury.
Bewerbungsschluss: 16. Oktober 2020
Auswahl der Teilnehmenden: bis 30. November 2020

Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus Bündnis internationaler Produktionshäuser Leitung: Esther Boldt, Dr. Philipp Schulte

Esther Boldt ist Journalistin, Tanz- und Theaterkritikerin. Sie arbeitet u. a. für nachtkritik.de, Theater heute, taz, tanz Zeitschrift, ZEIT ONLINE und den Hessischen Rundfunk. Zudem ist sie in zahlreichen Jurys tätig. Philipp Schulte ist Professor für Theatertheorie mit einem Fokus auf zeitgenössische Formen an der Norwegischen Theaterakademie sowie Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie in Frankfurt; er leitet Akademieprogramme im Rahmen der Ruhrtriennale, des Festivals Theaterformen sowie der KunstFestSpiele Herrenhausen. Beide haben Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen studiert.

Cheers for Fears – Workshop-Camp in Kooperation mit dem tanzhaus nrw

 Sa 24.10. 11:0019:00 + So 25. 10. 2020 11:00 17:30

Wie tanzt man Lindy Hop? Was muss ich bei chorischem Sprechen auf der Bühne beachten? Wie bekomme ich eine störungsfreie Tonaufnahme hin? Mit welchen Strategien mache ich mich in der Öffentlichkeit unsichtbar oder besonders sichtbar? Was sind Do's und Don'ts für mehr Diversität? Was zeichnet einen stringenten Antrag aus? Und wie werde ich die Rückenschmerzen wieder los, die mir das Schreiben eingebracht hat?
Ausgehend von der Überzeugung, dass jede*r Akteur*in der darstellenden Künste – egal welchen Alters oder mit welchem künstlerischen oder akademischen Hintergrund – ein Wissen, Fähigkeiten und Talente mitbringt, die darauf warten, geteilt zu werden, hat die Vernetzungsinitiative Cheers for Fears das Workshop-Camp entwickelt, bei dem alle Teilnehmenden Lehrende und Lernende zugleich sind: In eineinhalbstündigen Workshops bietet sich jeweils die Gelegenheit, einen bestimmten Aspekt des eigenen künstlerischen Tuns zu vermitteln und das eigene Wissen weiterzugeben, und gleich darauf in den nächsten Workshops das Spezialist*innen-Wissen und die Superheld*innen-Fähigkeiten der anderen Teilnehmenden kennen zu lernen.
Das Workshop-Camp ist kostenlos und für Verpflegung wird gesorgt. Wer von weiter weg kommt, kann auch einen Schlafplatz erhalten – first come, first served!
Ihr könnt einfach nur teilnehmen, oder auch zusätzlich einen eineinhalbstündigen Workshop geben. Für Workshopgebende gibt es ein kleines Honorar. Der Tag ist so konzipiert, dass man vor bzw. nach dem eigenen Workshop an den anderen Workshops teilnehmen kann. Euer Workshop soll ein Herzensthema von Euch bearbeiten – und sich auf einen konkreten Aspekt Eures Könnens beschränken. Technische Ausstattung und Realisierbarkeit Eurer Workshopideen besprechen wir im Einzelfall mit Euch.

Workshopthemen können zum Beispiel aus folgenden Bereichen kommen:

• Körper und Bewegung, Stimme und Chor
• künstlerische Strategien
• Projektkonzepte, Förderung, Produktionsmanagement
• Kunsttheorie
• Video, Fotografie, Licht, Ton etc.
• Layout, Design, Text- und Bildverarbeitungsprogramme
• Philosophie
• Kommunikationsmethoden
• Kunst in Zeiten von COVID-19

Anmeldeschluss für Teilnahme und/oder Workshopideen ist der 05.10.2020.
Schreibt uns an contact@cheersforfears.de und teilt uns auch mit, ob Ihr eine Unterkunft braucht.