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Hier finden sich Ausschreibungen, die sich sowohl an Tanzschaffende richten, die professionell tätig sind, als auch an Menschen mit und ohne Tanzerfahrung, die im Rahmen von besonderen Projekten mit Choreograf*innen gesucht werden. 

Open Call für das Pop-Up-Stück "HOT" auf Düsseldorfer Schulhöfen

Hol den Tanz an deine Schule: Pop-Up-Stück auf Düsseldorfer Schulhöfen

HOT von Julie Botet & Max Gomard
Mi 18.11. Deutsche Erstaufführung  + Do 19.11. + Fr 20.11.2026

  • Uhrzeit: jeweils vormittags nach Absprache mit der Schule
  • Dauer: 30 Min.
  • Nachgespräch: 30 Min.
  • Workshop (optional): 60 Min.
  • Alter: Empfohlen ab der 7. Klasse
     

Das Stück
In einer postapokalyptischen Welt landen Julie Botet und Max Gomard auf vermintem Boden – als wäre alles Leben verschwunden. Mit rhythmischen Bewegungen, Sprüngen und Erschütterungen versuchen sie, die Welt wieder in Gang zu bringen und einen neuen Anfang zu finden.

Zwischen abrupten Bewegungen, stillen Momenten und vibrierenden Beats entsteht ein kraftvoller Soundtrack aus HipHop, Ragga und Techno. Aus der Zerstörung wächst ein glühender Dancefloor voller Energie, Freude und HOT.


Spielort

  • Schulhof der Schule
  • Alternative bei Regen: Eingangshalle, Turnhalle oder Aula


Technische Anforderungen

  • Benötigte Spielfläche: ca. 16 x 18 Meter
  • Schuko-Stromanschluss in Nähe des Spielorts
  • Parkplatz für das künstlerische Team
  • Abschließbarer Raum als Garderobe
  • Auf dem Schulhof wird Musik abgespielt, Kabel und Musikanlage werden vom Team mitgebracht
  • Für Workshops (Optional) wird pro teilnehmender Klasse ein Raum ohne Bestuhlung benötigt


Beispielhafter zeitlicher Ablauf

  • 08:00 Ankunft und Aufbau durch das künstlerische Team
  • 11:00 – 11:30 Vorstellung HOT
  • 11:30 – 12:00 Nachgespräch
  • 12:15 – 13:15 Optionale(r) Workshop(s)


Kosten

  • 200 € pro Vorstellung inklusive Workshops
  • Für bis zu 100 Schüler*innen, mindestens eine Klasse
  • keine öffentliche Vorstellung, kein öffentlicher Ticket-Verkauf, Schulvorstellung



Interessierte Schulen (Lehrkräfte, Schulleitungen) können das Pop-Up-Stück direkt auf ihren Schulhof holen und sich ab sofort melden. Für eine Anfrage sind folgende Schritte hilfreich:

  • Prüfung der aufgeführten Anforderungen und Aussuchen eines Wunschtermins
  • Zusendung von Fotos des möglichen Spielorts
  • Klärung offener Fragen per E-Mail oder Telefon
  • ggf. Vorbesichtigung vor Ort ermöglichen

Kontakt

Schulreferat junges tanzhaus nrw / take-off: Junger Tanz Düsseldorf

Maresa Grote-Sinn
E-Mail:
mgrote-sinn@tanzhaus-nrw.de
Telefon: 0211 172704

Sind alle Fragen geklärt, kann der Termin verbindlich bestätigt werden.

Open Call: Wie Noch Nie – Kurzstücke mit blinder Dramaturgie

Das Labor für kreative Audiodeskription für Tanz am tanzhaus nrw lädt euch ein, neue Tanzstücke zu entwickeln. Die ausgewählten Projekte werden am 18. Oktober 2026 in einem gemeinsamen Showcase im tanzhaus nrw präsentiert.

Im Zentrum steht die Entwicklung blinder Dramaturgien. Die künstlerischen Entscheidungen orientieren sich daran, wie blinde oder sehbehinderte Menschen ein Stück wahrnehmen – über Klang, Berührung, Bewegung im Raum, Sprache, Vibration, Nähe, Rhythmus und weitere sinnliche Zugänge. Ausgangspunkt sind die Perspektiven blinder und sehbehinderter Künstler*innen – nicht als Thema oder Gegenstand der Darstellung, sondern als Grundlage der künstlerischen Praxis. Gesucht werden Vorhaben, die aus diesen Perspektiven eigenständige choreografische Arbeitsweisen und Formen der Stückentwicklung erproben und weiterentwickeln.
 

Was wird gesucht?

Gesucht werden Projektvorhaben, Ideen für ein neues Tanzprojekt, das ihr jetzt erst entwickelt. Das Tanzprojekt soll:

  • neu sein (kein bestehendes Stück),
  • am Ende 9–13 Minuten lang sein,
  • beim Showcase am 18. Oktober 2026 gezeigt werden
  • sich an blindes, sehbehindertes und optional auch an sehendes Publikum richten.


Rahmenbedingungen

Dauer der Arbeit: 9 bis 13 Minuten
Maximale Gruppengröße: 3 Personen

Mindestens eine Person der Gruppe muss ein*e blinde*r oder sehbehinderte*r Künstler*in sein. Die Bewerbung muss von einer Person eingereicht werden, die an mindestens einem Workshop des Labors für kreative Audiodeskription am tanzhaus nrw teilgenommen hat.

Präsentation:
18. Oktober 2026, 14:00

Verbindliche Verfügbarkeit
17. Oktober 2026 (ganztägig) – Einrichtung und Generalprobe (tbc)

18. Oktober 2026 (ganztägig) – Aufführung


Was wir anbieten

3 ausgewählte Gruppen erhalten:

  • 1.200€ brutto pro Person für Proben, Generalprobe und Aufführung
  • 350 € brutto Produktionsbudget pro Gruppe
  • 450 € brutto Gesamtbudget für Barrierefreiheitskosten, das zwischen den drei Gruppen aufgeteilt wird
  • 10 Stunden in einem stufenfreien Probenraum im tanzhaus nrw im Zeitraum vom 12. bis 16. Oktober 2026, je nach Verfügbarkeit.
  • Dramaturgisches Feedback durch Fia Neises und/oder Zwoisy Mears-Clarke (je nach Bedarf und Verfügbarkeit).
  • In begrenztem Umfang: Technische Ausstattung und Betreuung durch das Team vom tanzhaus nrw.

Bitte beachtet: Für Reise- und Übernachtungskosten steht kein zusätzliches Budget zur Verfügung.


Bewerbung

Infos zur Bewerbung findet ihr direkt unten. Bitte achtet auf die jeweils angegebene maximale Länge der Antworten zu den einzelnen Fragen. Die Leitfragen dienen als Orientierung und sind da, um euch dabei unterstützen, Antworten auf die jeweiligen Fragen zu formulieren.

Bitte reicht eure Bewerbung als barrierefreie PDF bei Lucie Ortmann (sie/ihr) unter dramaturgie@tanzhaus-nrw.de ein. Betreff: Bewerbung Kurzstücke_Titel

Bewerbungsfrist: einschließlich Montag, 17.08.2026
 

1. Projekttitel

Wie heißt euer Stück?

2. Projektbeschreibung

(ca. 100 Wörter)

Beschreibt eure Idee für das Tanzstück. Welche Situation, Fragestellung, Erfahrung, Atmosphäre oder Untersuchung steht im Mittelpunkt? Was möchtet ihr erforschen oder erfahrbar machen?

3. Thema und Motivation

(100 bis max. 250 Wörter)

Welches Thema möchtet ihr untersuchen? Warum habt ihr dieses Thema gewählt? Welche persönlichen, gesellschaftlichen, künstlerischen oder politischen Fragen führen euch zu diesem Thema?

4. Arbeitsweise / Methodik

(100 bis max. 250 Wörter)

Beschreibt eure geplante Methode zur Entwicklung der Arbeit. Dieser Punkt ist für die Jury besonders wichtig. Bitte erläutert: Wie werden blinde und sehbehinderte Perspektiven die Entwicklung der Arbeit beeinflussen? Wie spiegeln sich diese Perspektiven in euren Probenmethoden und Entscheidungsprozessen wider?

5. Verwendung des Produktions- und Barrierefreiheitsbudgets

(max. 50 Wörter)

Gebt einen groben Überblick darüber, wie ihr die 350 € Produktionsbudget einsetzen möchtet. Zum Beispiel für: Recherchematerialien, Kostüm, Requisiten, Technik, und Fahrkosten. Gebt außerdem an, welche Maßnahmen zur Barrierefreiheit ihr plant und wofür ihr dafür Budget benötigt. Auf Grundlage eurer Angaben entscheidet die Jury, wie das gesamte Budget für Barrierefreiheit zwischen den drei Gruppen aufgeteilt wird.

6. Technische und räumliche Anforderungen

(ca. 50–100 Wörter)

Welche technischen Anforderungen hat euer Vorhaben?

7. Die beteiligten Personen

(max. 300 Wörter)

Beschreibt für jede beteiligte Person:

  • Rolle im Projekt
  • Ansprechperson der Gruppe (falls zutreffend)
  • Pronomen
  • Wie sollen Name und Pronomen in den Credits auftauchen?
  • Fragen, Interessen oder Neugierden, die in die Zusammenarbeit eingebracht werden
  • Was die Person in diesem Prozess erforschen, ausprobieren oder erfahren möchte

Bitte verzichtet auf klassische Biografien. Uns interessiert eure Motivation für besonders diese Kollaboration.

8. Zusammenarbeit

(30 bis max. 50 Wörter)

Wie habt ihr euch als Gruppe gefunden? Warum möchtet ihr gerade in dieser Konstellation zusammenarbeiten?
 

Jury

Die Auswahl der Projekte erfolgt durch Fia Neises und Zwoisy Mears-Clarke, die Leiter*innen des Labors für kreative Audiodeskription am tanzhaus nrw. Die Entscheidung wird voraussichtlich Ende August/Anfang September mitgeteilt.
 

Auswahlkriterien

  • choreografische Praxis neu organisieren statt reproduzieren
  • nachvollziehbare Arbeitsweisen entwickeln, die nicht vom Visuellen ausgehen und blinde sowie sehbehinderte Wahrnehmungstile ins Zentrum stellen
  • Wahrnehmung nicht hierarchisch organisieren
  • eine eigene künstlerische Logik konsequent verfolgen
  • innerhalb des vorgegebenen zeitlichen, räumlichen und technischen Rahmens realisierbar sein
     

Wie Noch Nie – Kurzstücke mit blinder Dramaturgie ist Teil der Community of Reception, einem Projekt des tanzhaus nrw in Zusammenarbeit mit Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke. Die Community of Reception ist ein Angebot für Mitglieder der sehbehinderten und blinden Community in NRW, um Audiodeskription für zeitgenössischen Tanz kennenzulernen und künstlerisch zu erforschen.

Partys neu erfinden: Open Call für blinde und sehbehinderte Teilnehmer*innen

Labor für kreative Audiodeskription für Tanz

Partys neu erfinden: Eine Recherche rund um Partys aus blinder und sehbehinderter Perspektive mit DJs und MCs sowie Tanzworkshop

von & mit Fia Neises und Zwoisy Mears-Clarke
 

Worum geht es?

Fia Neises und Zwoisy Mears-Clarke, Co-Leiter*innen des Labors für kreative Audiodeskription für Tanz, laden dich ein, neue Tanz- und Partyformate aus blinder und sehbehinderter Perspektive zu entwickeln. Gemeinsam erforschen wir, wie Moderation, Hosting, DJ-ing und kreative Audiodeskription zusammenspielen können, um eine Tanzfläche zu gestalten, die ohne visuelle Orientierung einladend, barrierefrei und lebendig ist. Wir werden dafür mit drei MCs zusammenarbeiten. Die Abkürzung MC kommt aus dem englischen und bedeutet Master of Ceremony, also Zeremonienmeister*in. Im Kontext einer Party ist ein*e MC Gastgeber*in und Moderator*in. Ein*e MC führt durch die Party, sorgt für Stimmung und interagiert mit dem Publikum.

In der gemeinsamen Recherche wollen wir herausfinden, wie MC-ing mit Audiodeskription auf der Tanzfläche ineinanderfließen können. Dabei fragen wir uns: Was soll beschrieben werden – und wie? Flirty, poetisch, direkt oder im Rhythmus der Musik? Wie klingt eine Tanzparty, in der Raum, Körper und Bewegung live beschrieben und gefeiert werden? Woher wissen wir, wo DJ und MC sind? Vielleicht durch gigantische Glockenohrringe?

Welche Wünsche habt ihr für eine wirklich barrierefreie Tanzparty? Wir entwickeln und erproben gemeinsam Ideen, geben Feedback, denken außerhalb von Schubladen – und das Alles im wuseligen Ausprobieren und immer wieder neu Erfinden.

Die drei eingeladenen MCs sind ZANIAH (Sahra Abbassi), Soraya Nsingi und Mieze McCripple. Sie kommen aus unterschiedlichen Kunstszenen und bringen ihre individuellen Stile von Stimme, Präsenz, Sprache und Anheizen mit. ZANIAH (DJ, MC und Ballroom-Host) verbindet musikalische Dramaturgie, Hosting und Ballroom-Kultur zu einer künstlerischen Praxis, die Gemeinschaft und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt. Soraya Nsingi (Host und Spoken-Word-Künstler*in) bewegt sich zwischen Performance, Moderation, Community-Hosting und erforscht, wie Sprache Begegnungen, Orientierung und gemeinsame Erfahrungen gestalten kann. Mieze McCripple (MC und Host) als Drag Queen verbindet gesellschaftskritisches Spoken Word, Humor und Empowerment und entwickelt Veranstaltungsformate, die die Community stärken und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Gemeinsam mit ihnen und euch wird MC-sein als ästhetische und inklusive Praxis weiterentwickelt.

Die Ergebnisse fließen direkt in Dance  like nobody’s watching – remixed ein – eine öffentliche Party im tanzhaus nrw am Samstag, 12.09.2026, 15:00–18:00 Uhr (Termin vormerken!), bei der die gemeinsam entwickelten Ideen erstmals ausprobiert und gefeiert werden. Am darauffolgenden Tag treffen wir uns für zwei gemütliche Stündchen um gemeinsam zu reflektieren, wie die Umsetzung funktioniert hat, Feedback auszutauschen und mögliche Weiterentwicklungen für die zukünftige Forschung zu finden. Denn Kunst kennt keinen Schlusspunkt – jeder Abschluss ist der Anfang einer neuen Frage.
 

Ablauf

1. Zweitägiges Labor: Tanzpartys neu denken (exklusiv für Teilnehmer*innen und die 3 MCs)

  • Sa 22.08.2026, 11:00 – 17:00
  • So 23.08.2026, 11:00 – 17:00

2. Tanzworkshop mit Tanzschritten und Bewegungen für den Partykontext (ohne die 3 MCs und ausschließlich für blinde und sehbehinderte Personen offen ist)

  • Sa 12.09.2026 12:00–14:00

3. Öffentliches Ausprobieren: Dance like nobody’s watching – remixed Party

  • Sa 12.09.2026 15:00–18:00

4. Auswertung & Weiterentwicklung (exklusiv für Teilnehmer*innen und die 3 MCs)

  • So 13.09.2026 12:00–14:00 Uhr Auswertung

Tipp: Am Sonntag den 13.09. besteht die Möglichkeit, im Anschluss, um 16:00 Uhr, gemeinsam in die Aufführung 4 Legs good REMIX  von Claire Cunningham mit integrierter Audiodeskription in englischer Sprache, zu gehen. In dieser Lecture Performance zeigt Claire Cunningham, wie ihr Bewegungsstil aus ihrer Arbeit mit Krücken und ihren Erfahrungen mit Behinderung entstanden ist und neue Perspektiven auf Körper, Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit eröffnet.
 

Wer kann mitmachen?

Dieser Open Call richtet sich ausschließlich an blinde und sehbehinderte Menschen. Vorerfahrung in Audiodeskription, MC-ing, Clubkultur oder Tanz ist absolut nicht nötig.
 

Konditionen

  • Keine Teilnahmegebühr
  • Aufwandsentschädigungen für alle Teilnehmer*innen
  • 3 Assistenzpersonen stehen vor Ort zur Verfügung
  • Auf Wunsch Begleitung zwischen Düsseldorf Hbf und tanzhaus nrw
  • Das Labor findet in einem stufenlosen Raum im tanzhaus nrw, in der Erkrather Str. 30, 40233 Düsseldorf statt. Eine Wegbeschreibung findet ihr als herunterladbares PDF hier .
     

Anmeldung

Zur Anmeldung schicke uns folgende Informationen:

  • Name & Pronomen
  • E-Mail-Adresse
  • Ist Begleitung von und/oder zum Düsseldorf Hbf gewünscht?
  • Barrierefreiheitsbedarfe?

Alle Angaben kannst du bis spätestens Mo 17.08.2026 per E-Mail an Lucie Ortmann (sie/ihr): dramaturgie@tanzhaus-nrw.de schicken. Du erhältst dann entweder eine E-Mail mit der Bestätigung deiner Teilnahme oder der Aufnahme in die Warteliste.
 

Allgemeine Hinweise

Wir möchten insbesondere BIPOC, inter*, agender*, trans*, nicht-binäre*, behinderte und mehrfach marginalisierte Interessierte ermutigen, sich anzumelden.

Der Workshop ist Teil der Community of Reception, einem Projekt des tanzhaus nrw in Zusammenarbeit mit Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke. Die Community of Reception richtet sich an Mitglieder der blinden und sehbehinderten Community in NRW und erforscht gemeinsam kreative Audiodeskription und ästhetische Barrierefreiheit für zeitgenössischen Tanz.

Wenn du über zukünftige Angebote und Veranstaltungen informiert werden möchtest, gib dies gerne bei deiner Anmeldung an. Wir freuen uns auf dich!
 

Leitung

Fia/Sophia Neises ist freischaffende weiße queere sehbehinderte Performerin, Dramaturgin, Theaterpädagogin und Aktivistin für die Rechte behinderter Menschen. Sie arbeitet inklusiv als Choreografin und Tänzerin sowie als Access Dramaturgin mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Barrierefreiheit für sehbehindertes und blindes Publikum. Zwoisy Mears-Clarke ist freischaffende*r Schwarze*r queere*r Choreograf*in, Tänzer*in und Community Organizer. Gemeinsam mit sehbehinderten, blinden und sehenden Kunstschaffenden entwickelt Zwoisy seit Beginn der eigenen künstlerischen Arbeit Tanzproduktionen für ein Publikum mit unterschiedlichem Sehvermögen.

Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke arbeiten seit 2016 zusammen. Mit dem Labor für kreative Audiodeskription  für Tanz entwickeln sie gemeinsam mit blinden, sehbehinderten und sehenden Künstler*innen neue Formen ästhetischer Barrierefreiheit und kreativer Audiodeskription. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen möchten sie in diesem Labor mit den Teilnehmer*innen teilen und gemeinsam weiterforschen.

Open Call für blinde und sehbehinderte Teilnehmer*innen für einen Tanzworkshop

Labor für kreative Audiodeskription: Tanzworkshop für die Tanzfläche

von & mit Fia Neises und Zwoisy Mears-Clarke


Worum geht es?

Was macht eine richtig gute Tanzparty aus? Der Moment, in dem du die Musik nicht nur hörst, sondern spürst. Wenn dein Körper auf den Beat antwortet und du dein Herz durch Bewegung ausdrückst.

Fia Neises und Zwoisy Mears-Clarke, Co-Leiter*innen des Labors für kreative Audiodeskription für Tanz, laden dich zu einem Tanzworkshop ein, in dem genau diese Verbindung im Mittelpunkt steht: Musik hören, Gefühle wahrnehmen und sie in Bewegung verwandeln.

Gemeinsam lernen wir einige Tanzschritte und Bewegungsimpulse kennen. Anschließend geht es darum, mit ihnen zu spielen, sie zu verändern und dich von der Musik leiten zu lassen. So entsteht aus einzelnen Bewegungen dein ganz persönlicher Tanz entstehen kann – ganz ohne richtig oder falsch, einen Groove, der zu dir und der Musik passt.

Begleitet wird der Workshop von Musik aus verschiedenen Genres: Black Techno, House, Electro und Bass – Musikstile, zu denen wir unseren eigenen Zugang finden können. Vorkenntnisse brauchst du keine, nur Lust, dich zur Musik zu bewegen.

Nach Ende des Workshops öffnet die Tanzfläche im Foyer des tanzhaus. Wenn du bleiben möchtest, freuen wir uns, gemeinsam mit dir bei der Party Dance like nobody’s watching – remixed weiterzutanzen. Die Party wurde von drei MCs gemeinsam mit mehreren blinden und sehbehinderten Künstler*innen entwickelt. Sie lädt dazu ein, eine Tanzkultur zu erleben, in der MC-ing und kreative Audiodeskription zusammenfinden. Ausgangswunsch ist eine Tanzparty in der Raum, Körper und Bewegung live beschrieben und gefeiert werden. Ihre Idee ist es, eine Tanzparty zu gestalten, bei der das Geschehen auf der Tanzfläche in Echtzeit beschrieben und gemeinsam gefeiert wird.
 

Wann

12.09.2026 12:00 - 14:00 Uhr

Tipp: Die Party im Foyer findet von 15:00-18:00 Uhr statt. Für weitere Informationen geht hier: Seite der Veranstaltung.
 

Wer kann mitmachen?

Dieser Open Call richtet sich ausschließlich an blinde und sehbehinderte Menschen. Vorerfahrung in Tanz ist absolut nicht nötg.
 

Konditionen

  • Keine Teilnahmegebühr
  • Aufwandsentschädigung für alle Teilnehmer*innen
  • Assistenzpersonen stehen zur Verfügung vor Ort – auch während der Mittagspause zwischen Workshop und Party
  • Auf Wunsch Begleitung zwischen Düsseldorf Hbf und tanzhaus nrw
  • Das Labor findet in einem stufenlosen Studio im tanzhaus nrw, in der Erkrather Str. 30, 40233 Düsseldorf statt
     

Anmeldung

Teilnehmer*innen des Workshops Partys neu erfinden: Eine Recherche rund um Partys aus blinder und sehbehinderter Perspektive mit DJs und MCs brauchen sich nicht gesondert zu diesem Tanzworkshop anmelden.

Zur Anmeldung schicke uns folgende Informationen:

1. Name & Pronomen
2. E-Mail-Adresse

3. Ist Begleitung von und/oder zum Düsseldorf Hbf gewünscht?
4. Andere Barrierefreiheitsbedarfe?

Alle Angaben kannst du bis spätestens Montag, 17.08.2026 per E-Mail an Lucie Ortmann (sie/ihr): dramaturgie@tanzhaus-nrw.de schicken. Du erhältst dann entweder eine E-Mail mit der Bestätigung deiner Teilnahme oder der Aufnahme in die Warteliste.
 

Allgemeine Hinweise

Wir möchten insbesondere BIPOC, inter*, agender*, trans*, nicht-binäre*, behinderte und mehrfach marginalisierte Interessierte ermutigen, sich anzumelden. Der Workshop ist Teil der Community of Reception, einem Projekt des tanzhaus nrw in Zusammenarbeit mit Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke. Die Community of Reception richtet sich an Mitglieder der blinden und sehbehinderten Community in NRW und erforscht gemeinsam kreative Audiodeskription und ästhetische Barrierefreiheit für zeitgenössischen Tanz.

Wenn du über zukünftige Angebote und Veranstaltungen informiert werden möchtest, gib dies gerne bei deiner Anmeldung an. Wir freuen uns auf dich!
 

Workshopleitung

Fia/Sophia Neises ist freischaffende weiße queere sehbehinderte Performerin, Dramaturgin, Theaterpädagogin und Aktivistin für die Rechte behinderter Menschen. Sie arbeitet inklusiv als Choreografin und Tänzerin sowie als Access Dramaturgin mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Barrierefreiheit für sehbehindertes und blindes Publikum. Zwoisy Mears-Clarke ist freischaffende*r Schwarze*r queere*r Choreograf*in, Tänzer*in und Community Organizer. Gemeinsam mit sehbehinderten, blinden und sehenden Kunstschaffenden entwickelt Zwoisy seit Beginn der eigenen künstlerischen Arbeit Tanzproduktionen für ein Publikum mit unterschiedlichem Sehvermögen.

Fia/Sophia Neises und Zwoisy Mears-Clarke arbeiten seit 2016 zusammen. Mit dem Labor für kreative Audiodeskription für Tanz entwickeln sie gemeinsam mit blinden, sehbehinderten und sehenden Künstler*innen neue Formen ästhetischer Barrierefreiheit und kreativer Audiodeskription. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen möchten sie in diesem Labor mit den Teilnehmer*innen teilen und gemeinsam weiterforschen.

Open Call für einen Workshop im Rahmen von Claiming Common Spaces

Ausschreibung: Die Spur der Eidechse von Ulrike Haß und Laura Strack

Die globalen Krisen und Kriege der Gegenwart stehen im Spannungsverhältnis zum eigentlich Unfassbaren: Die menschliche Spezies, vollständig abhängig vom Leben unzähliger anderer Arten, fungiert als planetare Kraft. Unterdessen geht das Leben, das mit einer fremden, planetarischen Tiefenzeit verbunden ist, weiter und erweist sich auch immer wieder als regenerierend. Der versehrte Schwanz der Eidechse wächst nach. Ausgehend vom Theater spürt der Workshop dem Ineinandergreifen globaler und planetarischer Prozesse nach und wagt einen Versuch der Orientierung. 


2026 steht das Festival Claiming Common Spaces unter dem Motto „Shift the Vibe“. Ausgewählte Performances, Begegnungsformate, Gespräche und Partys geben Einblick in aktuelle künstlerische Praxen der freien darstellenden Künste, die dem gegenwärtigen, katastrophischen Weltgeschehen mit gemeinschaftsbildenden, sorgetragenden und regenerativen Handlungsräumen begegnen. 
In einem begleitenden Workshop bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit zum Miteinander-Denken: Die Theaterwissenschaftlerinnen Ulrike Haß und Laura Strack übernehmen die Gastgeber*innenschaft für einen intensiven dreitägigen Austausch. Ein offener Denkraum lädt dazu ein, durch die Distanznahme vom aufgeheizten, polarisierenden Tagesgeschäft der Meinungen andere Perspektiven einzunehmen.


Teilnahme
Der Workshop richtet sich an Theater-, Tanz- und Kulturarbeiter*innen, an Dramaturg*innen, Performer*innen, all jene, die im gemeinsamen Nachdenken neue Kraft schöpfen, eigene Fragen an die Gegenwart mit anderen teilen wollen und Freude am Austausch und gegenseitiger Inspiration mit anderen haben.
Den Workshop-Teilnehmer*innen wird vorab ein Reader mit ausgewählten Texten zur Verfügung gestellt, die Ausgangspunkt der Beschäftigung sein werden. Der Workshop umfasst gemeinsames Close Reading, Gespräche und das Verfassen von eigenen Beiträgen für ein „mural communal“, eine Art Wandzeitung, die am letzten Festivaltag als Abschluss des Workshops präsentiert wird. 
Die Textgrundlagen des Seminars sind überwiegend deutschsprachig. In der Diskussion sind weitere Sprachen willkommen, gemeinsam bemühen wir uns ggf. um eine mehrsprachige Verständigung. 

10.09. 15:00 Workshop-Kick off, 18:00 gemeinsamer Besuch Festivaleröffnung
11.09. 10:30 – 17:00 
12.09. 10:30 – 17:00
13.09. 10:30 – 13:00
13.09. 14:00 – 15:30  Abschluss im tanzhaus nrw

Der Workshop findet im FFT statt, die Abschlusspräsentation im tanzhaus nrw.

Hard Facts
Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. 
Teilnehmer*innenzahl: max. 20
Teilnehmende erhalten Tagegelder bzw. ein veganes Mittagessen als Festival-Catering sowie Tickets zum Kolleg*innen-Preis für die Vorstellungen von Claiming Common Spaces. Bei Bedarf und auf Anfrage erstatten wir Reise- und Übernachtungskosten.


Bewerbung und Fristen
Interessierte bitten wir bis zum 15. August 2026 um ein kurzes Motivationsstatement an info@fft-duesseldorf.de Betreff: Die Spur der Eidechse.


Mehr Infos zu Programm 
Claiming Common Spaces VIII ist ein Festival des Bündnisses internationaler Produktionshäuser: FFT Düsseldorf, tanzhaus nrw, HAU Hebbel am Ufer Berlin, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Kampnagel Hamburg, Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt am Main, PACT Zollverein Essen. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das FFT Düsseldorf und das tanzhaus nrw werden gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Profil & Programm 2027

Das tanzhaus nrw präsentiert und fördert eine breite Vielfalt choreografischer Positionen. Dabei überwindet das Haus die traditionellen Grenzen zwischen Hochkultur, Subkultur und Soziokultur. Im Zentrum steht die kreative Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und seiner Rolle in den Gesellschaften der Gegenwart. Das Bühnenprogramm zeigt bemerkenswerte und innovative Perspektiven des zeitgenössischen Tanzes. Besonders setzt sich das tanzhaus nrw für künstlerisch-choreografische Praktiken ein, die sich kritisch mit folgenden Themenfeldern auseinandersetzen:

  • Gender- & Körperpolitiken: Hinterfragung binärer Geschlechterkonzepte, normativer Körperbilder und die Suche nach gewaltkritischen Formen von Körperlichkeit auf der Bühne
  • Dekolonisierung des Tanzes: Reflexion eurozentrischer Tanzkanons und die Anerkennung nicht-westlicher Tanztraditionen
  • Tanz & digitale Körperlichkeit: Neue choreografische Ausdrucksformen in digitalen Räumen
  • Tanz, Technologie & Posthumanismus: Interaktionen zwischen Körper, Technologie und künstlicher Intelligenz
  • Urbane Tanzkulturen: Hip-Hop & Club Styles, sowie weitere urbane Tanzkulturen wie Krump im Bühnenkontext und darüber hinaus
  • Nachhaltigkeit & soziale Gerechtigkeit: Kritische Auseinandersetzung mit den Themen Biodiversität und solidarischen Praktiken des Zusammenlebens
  • Alternative Produktionsweisen: z. B. aesthetics of access, Arbeit in FLINTA*-Teams und Community-basierte Formate
  • Teilhabe & Begegnung: Einbeziehung von verschiedenen Akteur*innen im Sinne von partizipativen Rechercheansätzen bis hin zu interaktiven künstlerischen Formaten.

Kontakt & Bewerbung:
dramaturgie@tanzhaus-nrw.de