Auf rosafarbenem Untergrund sind stickerartig verschiedene Fotos des Choreografen und Tänzers Saïdo Lelouhs in schwarz-weiß angeordnet.

Reihe

Tanzt euch zusammen!

Choreografien der Begegnung

Was hält eine Stadt zusammen? Wie begegnen wir uns – in Restaurants, Bars, auf Gehwegen, auf dem Rathausplatz, im Wartesaal? Wer nimmt sich Raum, wer wird verdrängt, ist schnell, laut, leise, (zu) langsam?

In dieser Spielzeit befassen wir uns mit Begegnungen aus der Perspektive von Tanz und Choreografie: Tanz im Training und in der Probe, auf der Tanzfläche, im Wohnzimmer, als Solo oder in der Gruppe, im Studio oder auf der Bühne. Welche Begegnungen zwischen Menschen sind möglich – und welche müssen wir erst erfinden, damit sie Wirklichkeit werden können? Zwischen Fiktion und Realität entstehen neue Räume der Nähe, der Verhandlung und des Dialogs. Wie kann Tanz Räume des Austauschs und des Miteinanders schaffen? Wir verstehen Begegnung als politischen Akt und als körperlich gelebte Erfahrung, als Aushandlung und Teilen von Perspektiven.

Im Rahmen von Tanzt euch zusammen! – Choreografien der Begegnung laden wir zu drei Ausgaben ein, die jeweils von wechselnden internationalen Künstler*innen kuratiert werden. Jede Ausgabe eröffnet dabei neue künstlerische Zugänge zum Thema Begegnung.

Den Auftakt gestaltete der französisch‑algerische Tänzer und Choreograf Saïdo Lehlouh im September 2025 mit Which Bodies. Wie begegnen sich Körper in urbanen Räumen? Welche Körper werden sichtbar – und welche übersehen? Wer profitiert von den bestehenden Strukturen – und wer wird ausgeschlossen? Gemeinsam mit jungen Künstler*innen aus den Feldern Tanz, Fotografie und Textarbeit entwickelte Lehlouh künstlerische Verbindungen zwischen dem tanzhaus nrw und dem umgebenden urbanen Raum bis zum Worringer Platz, die weiterhin nachhallen. Lehlouhs Praxis zwischen HipHop und Club Styles, Improvisation und kollektiven Prozessen setzte Impulse für gemeinschaftliche Bewegung und brachte Momente von Freude und Begegnung in den unmittelbaren Stadtraum um das tanzhaus nrw, in dem oftmals Härte und Distanz vorherrschen.

Mit Winin’ & Liming übernimmt Malik Nashad Sharpe, Choreograf und Movement Director zwischen Kunst, Fashion und Musik, die zweite Ausgabe. Für Sharpe ist Tanz ein Mittel, eine Zukunft zu entwerfen, in der Unterschiede innerhalb einer Gruppe nicht verdrängt, sondern anerkannt und integriert werden. So kann gerade in dunklen, beängstigenden Momenten durch Tanz eine beinahe mythologische Hoffnung entstehen. Gemeinsam mit einer interdisziplinären Gruppe Künstler*innen, Sozialarbeiter*innen und Community‑Akteur*innen aus Düsseldorf und NRW erforscht Sharpe Tanz als Überlebenspraxis: als Reaktion auf Verlust, als Ausdruck von Widerstand, als Halten – und Gehaltenwerden.

Die dritte Ausgabe kuratiert die Choreografin und Performerin Chiara Bersani. Bersani begeisterte zuletzt ein großes Publikum mit ihrer Performance bei der Eröffnungszeremonie der Paralympischen Spiele. Bald ist sie zurück in Düsseldorf. Save the date: Am 31.10.2026 erwartet euch ein besonderes, von Barsani kuratiertes queer‑crip Halloween‑Gathering!

Freund*innen und Nachbar*innen, Tänzer*innen und Nicht‑Tänzer*innen, Bühnenfans und Kursteilnehmer*innen: Willkommen zu Tänzen, die uns verbinden und zusammenhalten.

Auf rosafarbenem Untergrund sind stickerartig verschiedene Fotos des Choreografen und Tänzers Saïdo Lelouhs in schwarz-weiß angeordnet.
Zweite Ausgabe | 10.05.2026

Winin’ & Liming

Wie choreografieren wir Unterstützung? Wie können wir füreinander da sein? Wie bewegen wir uns gemeinsam durch herausfordernde Zeiten, durch Trauer...

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Auf einem gepflasterten Boden ist der Schatten eines Gitters zu sehen. Aus dem rechten Bildrand ragen zwei ausgestreckte Arme über den Schatten.
Erste Ausgabe | 12.09. – 14.09.2025

Which Bodies

Which Bodies fragt: Wie begegnen sich Körper in urbanen Räumen? Welche Körper werden sichtbar – und welche übersehen? Wer profitiert von den...

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Eindrücke der 1. Ausgabe: Which Bodies

Eine Gruppe von Personen steht dicht aneinander. Sie alle tragen schwarze Kleidung und schauen nach vorne. Der Hintergrund ist schwarz, nur ihre Körper werden von einem gelb-weißen Licht angestrahlt.
Eine große Gruppe von schwarz gekleideten Personen befindet sich auf einer Bühne, die schwach ausgeleuchtet ist. Die Personen stehen seitlich zu den Betrachter*innen und strecken ihren rechten Arm nach oben aus. Einige schauen dabei Richtung Arm, andere nach vorne.
Mehrere mit Fotos bedruckte Flaggen hängen an einem zwischen zwei Bäumen gespannten Seil. Im Hintergrund ist eine Hausfassade zu erkennen. Nur eines der Fotos ist zu erkennen: Es zeigt eine Person mit einem Strauß Sonnenblumen, im Hintergrund steht ein E-Roller.
In einer alten Wohnung mit abgenutztem Holzboden und vergilbter Tapete hängt eine Auswahl von Fotos an den Wänden. Sie zeigen verschiedene Personen, die sich umarmen und einander begrüßen. Ein großes Foto zeigt eine Person, die bei einer anderen auf den Schultern sitzt. In der Bildmitte befindet sich ein Türrahmen, durch den ein großes Foto in einem anderen Raum zu sehen ist, dass zwei zum Boden ausgestreckte Arme zeigt.
Ein Raum mit großen Schaufenster, auf das spiegelverkehrt der Schriftzug "KreativRaum D" zu lesen. Eine Gruppe von Personen sitzt auf Stühlen vor einer weiteren Person, die vor einem Notenständer steht und etwas vorliest. Links neben ihr steht ein*e Performer*in, die*der mit dem Rücken zu den sitzenden Personen zugewandt ist.
Eine Gruppe von Personen tanzt gemeinsam. Ein großer Teil bildet eine Gasse um einzelne Personen, die durch diese tanzt und sich Richtung Betrachter*innen bewegt. Die Szene ist in pinkes Licht getaucht, im Hintergrund legt eine DJane auf und ein Banner mit dem Schriftzug "tanzhaus nrw" ist zu erkennen.
Eine große Gruppe von Personen ist aus der Vogelperspektive zu sehen. Es stehen sich jeweils zwei Personen gegenüber, die ihre beiden Arme voreinander ausgestreckt haben. Die Szene ist in pinkes Licht getaucht.

Tanzt euch zusammen! – Choreografien der Begegnung wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.