Liz Rosenfeld & Rodrigo Garcia Alves

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Großer Saal
17 €, erm. ab 8,50 €
Termine
Zwei Tänzer*innen eng umschlungen auf der Bühne in düsterem Licht
Liz Rosenfeld, Tänzerin auf dem Boden liegend
Zwei Tänzer*innen auf der Bühne, mit nackten Oberkörpern, miteinander ringend

In Rodrigo Garcia Alves' und Liz Rosenfelds erstem Duett für die Bühne entsteht das Konzept für ein zeitgemäßes gemeinschaftliches Hospiz. Dafür verweben sie Objekte, Geschichten, Projektionen und Fantasien und schaffen durch experimentelle Tanz-, Text- und Videopraktiken zukünftige Welten füreinander. Rodrigo Garcia Alves und Liz Rosenfeld, die aus Brasilien und den USA stammen, trafen sich vor fast einem Jahrzehnt in Berlin und begannen einen künstlerischen Austausch über die eigenen Wünsche, Erfahrungen und Geschichten aus einer queeren Position zu Tod, Sterben und Sterbebegleitung. Welche Möglichkeiten der Pflege gibt es während dieser Lebensphase für queere Communities und Familien, die nicht verwandt sind? Wie möchten wir in dieser verletzlichen Phase des Lebens gesehen und wahrgenommen werden?

Das Stück ist die Weiterentwicklung des Projekts HOSPICE, das die Künstler*innen in Kooperation mit dem tanzhaus nrw und der Diakonie Düsseldorf durchführten. In ihrer Recherche trafen sie sich mit Menschen, die sowohl auf pragmatische als auch auf kreative Weise mit dem Tod arbeiten, darunter ein Palliativmediziner, eine Sterbedoula, ein Chorleiter, eine Bondage-Expertin und ein Tattoo-Heiler. Inspiriert von diesen Gesprächen ist dieses Duett für die Gegenwart entstanden.

Liz Rosenfeld ist eine Künstlerin, die in den Bereichen Film/Video, Performance und persönlicher diskursiver Schreibpraxis arbeitet. Liz erforscht die Nachhaltigkeit emotionaler und politischer Ökologien, Cruising-Methoden und sowohl vergangene als auch zukünftige Geschichten. Rodrigo Garcia Alves ist Choreograf und Performancekünstler. Er arbeitet mit dem Konzept der künstlerischen Collage zwischen autobiografischem Material, Theater, Tanz, Performancekunst und verschiedenen Arten von unsichtbarem Wissen aus dem globalen Süden.

Dauer: 80 Min.

Begleitprogramm
Do 09.06. anschl. Talk
Fr 10.06.

mit Audiodeskription und Tastführung. Tastführung um 18:00. Anmeldung unter ticketservice@tanzhaus-nrw.de

Sa 11.06. 13:00 – 14:30

Workshop What my body has taught me mit Rodrigo Garcia Alves

 

Performance, Konzept, Regie: Liz Rosenfeld & Rodrigo Garcia Alves; Original-Musik: Colin Self; Lichtdesign: Catalina Fernández; Kostüme, Bühnenbild: Cardo Matos; Dramaturgie: Season Butler; Künstlerische Beratung: Valerie Renay; Requisitenherstellung: Clarisse Canela; Schneiderin: Dores Maués; Künstlerische Assistenz, technische Unterstützung: An*dre Neely; Bondage-Expertin: Dasniya Sommer; Künstlerische Assistenz, Hospizarzt: Christian Küllmei; Künstlerische Unterstützung: Maicyra Leão; Videofilmer, Trailer: TINT Filmkollektiv; Produktion: Joseph Wegmann & Maicyra Leão.
Eine Produktion von Liz Rosenfeld und Rodrigo Garcia Alves in Koproduktion mit Sophiensæle Berlin und Kampnagel Hamburg. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von #TakeAction. Das Stück ist eine Fortführung des Projekts HOSPICE, das Liz Rosenfeld und Rodrigo Garcia Alves im Rahmen einer künstlerischen Residenz in Zusammenarbeit zwischen dem tanzhaus nrw und der Diakonie Düsseldorf erarbeitet haben.
VOLUME UP wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.

Grafik Volume Up
Festival · 03. – 12.06.2022

VOLUME UP

To all the sisters I have loved (before)