ABGESAGT: Özlem Alkış

Soundtracking the Stage
Großer Saal
€ 22 / erm. ab € 8,50 (inkl. VRR)
Termine
Heute:
Einlass ab 19:30
Morgen:
Schulvorstellung
Morgen:
Einlass ab 19:30
Einlass ab 19:30
Portrait Tänzer*innen von Özlem Alkis
Vier Tänzer*innen springen in die Luft

Angespannte Hände und Füße fräsen sich beharrlich in den Tanzteppich. Fünf Körper bearbeiten ihn mit all ihrer Schwere, mit Haut, Schuhsohlen, Kleidungsoberflächen. Es schrammt, jault, schleift, kratzt, röhrt und dröhnt. Die Wucht des anschwellenden Sounds, den die Bewegungen erzeugen und der sie antreibt, füllt den Raum wie ein weiterer massiver Körper. Wie klangliche Halluzinationen formen sich konkrete Orte und Szenerien im Ohr der Zuschauer*innen: idyllische Landschaften, schweres hydraulisches Gerät, kollektive Verausgabungsrituale aus Nachtleben und Freizeitgestaltung.
Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie veränderte den Arbeitsprozess zu „Soundtracking the Stage“ der Choreografin Özlem Alkış und ihren Kollaborateur*innen radikal. Sound berührt. Auch auf Distanz. Er bringt in Schwingung, überträgt Energie, findet Resonanz. Das Interesse für Körper-Sound und Sound-Körper eröffnete ein Experimentierfeld, in dem Menschen Verbundenheit erfahren, in Zeiten, in denen strenge Choreografien der Verteilung, Trennung, Isolation jede unserer Begegnungen regeln. Die Tanzenden teilen den Raum und teilen ihn unter sich auf, werden füreinander wechselseitig zu Verstärkern und Echoräumen. Sie suchen Momente von Austausch, Widerstand, Unterstützung, Eigenständigkeit oder Zusammenhalt und formulieren die Frage danach, wie wir neue utopische Orte herstellen, um uns nahe zu kommen und eine mögliche Zukunft zu (er-)finden?

Die in Köln lebende Choreografin Özlem Alkış und das tanzhaus nrw verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. So zeigte sie bereits ihre Stücke „Dust Devil“ (2015) und „Reverbs“ (2017) im tanzhaus nrw. Die Recherche für „Soundtracking the Stage“ begann im Sommer 2019 mit ihrem Interesse für die Bühne als Resonanzraum, entwickelte sich in der Zusammenarbeit mit dem Geräuschemacher Dieter Hebben weiter und ist nun kurz nach der Premiere in Köln im tanzhaus nrw zu erleben.

Dauer: 60 Min.

Begleitprogramm
Sa 28.11. Workshop Listening-practice, movement-result mit Özlem Alkış

Choreografie, künstlerische Leitung: Özlem Alkış; in Zusammenarbeit mit den Performer*innen: Jennifer Döring, Brigitte Huezo, Camilla Schielin, Christoph Speit, Constanza Javiera Ruiz Campusano; Sound Artist, Sound Dramaturgie: Marc Behrens; Foley Artist, Sound Dramaturgie: Dieter Hebben; Dramaturgische Zusammenarbeit: Constanze Schellow; Outside Eye: Anna-Carolin Weber; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Ellen Brombach; Technische Leitung: Dietrich Schuckließ.
Eine Produktion von Özlem Alkış, koproduziert durch das tanzhaus nrw. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Landesbüro Freie darstellende Künste e.V., das Kulturamt der Stadt Köln und die Kunststiftung NRW. Die Residenz erfolgte mit Unterstützung durch die CocoonDance Company und ist gefördert im Rahmen der NRW-Mittelzentrums Bonn durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie weiterhin unterstützt durch das „Residenzprogramm Quartier am Hafen 2020“, die TanzFaktur Köln und das theaterimballsaal.