Voguing ist ein Tanzstil, der in den 1970er Jahren im New Yorker Stadtteil Harlem entstand und seine Wurzeln in der Schwarzen und Latino LGBTQ+ Community hat. Marginalisiert von der weißen, heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft kam die Community auf sogenannten Balls zusammen, um miteinander zu tanzen, zu performen, das glamouröse Leben aus den Mode-Magazinen zu imitieren, sich selbst zu zelebrieren und sogenannte Houses als Ersatzfamilien zu gründen. Ballroom (der Überbegriff für die Kultur) ist in erster Linie ein Safe Space, der Raum bietet, sich kreativ auszudrücken und auszutauschen. Voguing ist ein äußerst expressiver, körperbetonter Tanz, in dem es vor allem darum geht, gesehen zu werden, und einen Platz auf der Tanzfläche als Repräsentation der heteronormativen Gesellschaft für sich zu beanspruchen und zu verteidigen.
Female Figure Performance ist eine Kategorie, zu der während eines Balls performt wird. Sie richtet sich an weiblich lesbare Personen: Femqueens (Transfrauen), Cis-Frauen und Dragqueens. In der Kategorie Female Figure Performance geht es darum, die weiblich lesbaren körperlichen Attribute und Merkmale selbstbestimmt und musikalisch in Szene zu setzen. Der Workshop richtet sich an alle Körper und Geschlechtsidentitäten, die daran interessiert sind mit Weiblichkeit zu experimentieren und an Voguing Freestyle Techniken und Musikalität zu arbeiten. High Heels sind erwünscht, aber kein Muss.