Elsa Artmann / SANFTE ARBEIT , A Change is as Good as a Rest
Großer Saal
Termine
Mit Bewegung, Musik und Text thematisiert das Tanz- und Hörstück A Change is as Good as a Rest die Rhythmisierung unserer Leben durch Arbeit sowie von unseren Versuchen, die geradlinige Zeit auszutricksen. Um aus der ununterbrochenen Abfolge der Tätigkeiten auszusteigen, die unseren Alltag bestimmen, fragen wir uns: Brauchen wir mehr Liebe oder eine Pause? Eine ruhige Minute, ein Sabbatical oder einen radikalen Bruch? Frische Luft, einen Crash oder doch eine scharfe Bremsung? Zwischen entlohnter und unbezahlter, entfremdeter und identitätsbestimmender, Beziehungs- und vereinzelnder Arbeit – wie spüren wir beim Arbeiten, dass etwas aufhört, dass sich eine Zeit langsam ändert? Wie können wir zusammenleben, wenn wir uns nicht mehr einig sind? Wie spät es ist, wenn JETZT nicht mehr für alle zur gleichen Zeit stattfindet? Wenn wir unterschiedliche Abzweigungen in der Zeit genommen haben?
A Change is as Good as a Rest ist das Finale einer über mehrere Stücke andauernden Auseinandersetzung mit Arbeit im Kulturkapitalismus und führt diese zu der Frage zusammen: Von alldem, was wir an unserer eigenen Arbeitspraxis (und deren Verortung) als widersprüchlich empfinden – womit wollen wir weitermachen und womit hören wir auf? Drei Tänzer*innen und eine Musikerin beschreiben ihre eigenen Handlungen oder deren mögliche Abbrüche und machen das Stück in Überlagerungen von Text, Sound und Bewegung für sehendes wie für Blindes und Sehbehindertes Publikum zugänglich.
Das Ensemble Elsa Artmann / SANFTE ARBEIT konzipiert ausgehend von Tanz interdisziplinäre Formate, die neben Choreografie auch Hörspiel und Buchpublikation einschließen und sich in letzter Zeit in Richtung zeitgenössisches Musical entwickeln. In Bewegung, Text und Stimme werden Themen betrachtet, gegenüber denen wir uns zunächst ohnmächtig fühlen – wie die Kleinfamilie, Wohnen, Nationalismus, Arbeit – und „Übungen für andere Verhältnisse“ entworfen. Seit 2022 setzen sich Elsa Artmann / SANFTE ARBEIT neben Bühnenstücken in verschiedenen Formaten (Hörspiel, Kurzfilm und einer digitalen Plattform zum kollaborativen Schreiben) mit (Gefühls-, Sorge- und Beziehungs-)Arbeit im Kulturkapitalismus auseinander. Sie verstehen ihre Praxis dokumentarisch in einer Zusammenschau von Alltagserfahrung und (medial) bezeugtem Zeitgeschehen. Das Ensemble arbeitet in den Übergängen zwischen Sprache, Sound und Bewegung. Von unterschiedlichen Sinnes- und Wahrnehmungsebenen beschäftigen sie sich mit der Zugänglichkeit der eigenen Arbeit.
In Deutsch und Englisch. Übertitel immer in der jeweils anderen Sprache.
Relaxed Performance. Mit integrierter Audiodeskription.
Dauer: 70 Min.
Lest hier im Interview mit Elsa Artmann mehr zum Stück!
| Datum | Rahmenprogramm |
|---|---|
| Fr 01.05. im Anschluss |
Talk: Panel auf Deutsch |
Barrierefreiheit
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Do. 30.04. 19:30TastführungDo 30.04.
- Audiodeskription
- Relaxed Performance
- Tastführung
- Untertitel
- Untertitel EN
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Fr. 01.05. 19:30TastführungFr 01.05.
- Audiodeskription
- Relaxed Performance
- Tastführung
- Untertitel
- Untertitel EN
Audioflyer zum Stück
Details zur Barrierefreiheit
Räumliche Zugänge
Das Gebäude ist ebenerdig und annähernd barrierefrei zugänglich. Auf dem Vorplatz liegen Kopfsteinpflaster und alte Schienen. Eine Wegbeschreibung vom Düsseldorfer Hbf (Infopoint) zum tanzhaus nrw findet ihr HIER. Fahrzeuge können bis kurz vor die Eingangstür vorfahren.
Publikumssituation
Bestuhlte Tribüne für das Publikum, die sich auf der Bühne befindet. Es gibt freie Platzwahl. Eine begrenzte Anzahl von Rollstuhlplätzen ist vorhanden.
Zusätzlich bieten wir Early Boarding (früher Einlass) für Besucher*innen mit sichtbaren und nicht-sichtbaren Behinderungen (zum Beispiel mit sensorischen oder psychischen Beeinträchtigungen). Ein früherer Einlass in den jeweiligen Saal ist möglich, um in Ruhe einen Platz aufzusuchen und sich entspannt an die Raum- und Licht-Situation zu gewöhnen. Bitte wendet euch an den Abenddienst, wenn ein Early Boarding benötigt wird.
Relaxed Performance
Starke Lichteffekte und vollkommene Dunkelheit sowie extreme Lautstärken werden vermieden. Teil der Relaxed Performance ist, dass der Bühnenraum jederzeit verlassen und auch wieder betreten werden kann.
Informationen für blinde und sehbehinderte Besucher*innen
Leitsystem
Im tanzhaus nrw gibt es ein Blindenleitsystem bis zur Kasse im Eingangsfoyer. Das Leitsystem wird innerhalb der Theaterräume (Foyer, Bühne) nicht fortgesetzt.
Integrierte Audiodeskription
Die integrierte Audiodeskription/ Accessdramaturgie für blindes und sehbehindertes Publikum setzt sich aus sensorischen Angeboten, beschreibender und erzählerischer Sprache sowie Sound zusammen. Alle diese Ebenen sind ins Bühnengeschehen eingebettet und teils an bestimmte Orte gebunden.
Touch & Feel Tour – für blinde und sehbehinderte Menschen
Die integrierte Audiodeskription/ Accessdramaturgie für blindes und sehbehindertes Publikum beginnt mit einer Touch & Feel Tour 30 Minuten vor Stückbeginn. Ziel ist es, einen sensorischen Zugang zu den Bewegungsprinzipien des Stücks zu geben.
Content Notes
Inhalt
Die Performance thematisiert mentale Gesundheit in der Krise. Besucher*innen können für sich entscheiden, wie viel sie dazu heute hören möchten. Der Bühnenraum kann jederzeit verlassen und auch wieder betreten werden.
Künstlerische Leitung, Tanz, Text: Elsa Artmann; Tanz, Text, Co-Kreation: Anne-Lene Nöldner, Diana Treder; Komposition, Live-Vertonung: Annie Bloch; Accessdramaturgie für Blindes und Sehbehindertes Publikum, Expertise in künstlerischer Audiodeskription: Lilian Korner; Assistenz und Untertitel: Elina Brams Ritzau; Übersetzungslektorat Untertitel: Desz Debreceni; Produktion Audioflyer: Jonathan Kastl; Dramaturgie: Valerie Wehrens; Outside Eye: Lili M. Rampre; Co-Kostümbild: Noemi Baumblatt, Elsa Artmann; Tanz, Text, Co-Kreation Recherche: Amelia Uzategui Bonilla; Sound: Edis Ludwig; Licht: Jasper Diekamp; Grafik: Ondine Pannet; Foto: Arne Schmitt, Julia Franken; Video: Cecilia Gläsker, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä; Produktionsassistenz: Mona Sachße.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln, die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und die Diversitätsfonds NRW. Die Recherche ist gefördert durch die Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Eine Koproduktion durch das tanzhaus nrw. In weiterer Partnerschaft mit TanzFaktur Köln.