Performance Session #TakeHeart

Großer Saal
Termine
06.10.2023 – 07.10.2023
Yasemin Saat geht auf dunkler Bühne und wird von Licht angestrahlt
Ruby tanzt im Scheinwerferlicht auf dunkler Bühne
Paul Davis mit weißer Maske überm Gesicht und ein Spigel quer vor der Brust. Darauf sind die Stuhlreihen des Publikums zu sehen
Ausschnitt von Willies oberer Körperhälfte. Ihr Gesicht ist bedeckt. Es ist dunkel und sie wird von der rechten Seite vom Licht angestrahlt

Gemeinsam mit Takao Baba lädt das tanzhaus nrw zu einer Spezialversion der Performance Session auf der Großen Bühne ein. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden gibt es Snippets, Insights und Work in Progress Showings von Tänzer*innen der regionalen, urbanen Szene zu sehen. Der Fokus dieser Spezialversion liegt auf Ausschnitten und Rechercheständen aus den Residenzförderungen #TakeCare und #TakeHeart, die der Fonds Darstellende Künste im Kontext der Pandemie ermöglichte. In Performance Session #TakeHeart zeigen Tänzer*innen aus urbanen Tanzkulturen, woran sie in ihren Residenzen gearbeitet und geforscht haben. Sie geben dem Publikum somit Einblick in ihre tänzerische Praxis. Das Besondere an der Session – das Feedback des Publikums – gibt es auch in dieser Ausgabe. Gastgeber der Abende ist der Tänzer und Choreograf Takao Baba, der die Performance Session mitentwickelt hat. An den zwei Abenden gibt es jeweils ein unterschiedliches Programm. Am Samstagabend findet anschließend an die Aufführung eine Jam Session im Foyer statt. Tänzer*innen der Session sind Bouni & Takao, Hood of Sisters, Lizzie & Simeon, Paul Davis Newgate, Ruby, Tamara Rahil, Willie Stark und Yasemin Saat. Eine genaue Übersicht des Programms und der Künstler*innen wird Ende September an dieser Stelle veröffentlicht.

Dauer: ca. 120 Min.

Performances
Fr 06.10. Sa 07.10.

Jill-Marie Hackländer, Ramona Buschhaus, Sarah Katharina Becher, Tamara Rahil, Tara Winterhalter & Valerio Vasile
Leela

Ruby
letter to myself                                                                                                                                                                                                                         

Paul Davis Newgate
SAGA (Work in Progress)

[CHAOS] CULTURE CLUB
Daily Noise (AT)

Willie Stark
Le Bal des Masques (Auszug aus dem Solo)

Joya & Moona
Dis-Connect

Tabou
Float like a butterfly sting like a bee

Hood of Sisters
The Cypher Experiment

Rahmenprogramm
Sa 07.10. Jam Session im Foyer mit DJ Crash im Anschluss an die Performance

 

Hosted by: Takao Baba; Sound / Musik: Dj F-Zee, DJ Crash

Daily Noise (AT)

In ihrer tänzerischen Praxis führt Lizzie und Simeon das Ziel, einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich auf der Bühne wohl fühlen und ihre Stärken hervorheben können, immer wieder zum Spannungsverhältnis von Choreografie und Improvisation. Inspiriert durch Choreografien des Alltags, wie wir sie am Bahnhof oder überfüllten Zügen erleben, erproben und erweitern Simeon und Lizzie gemeinsam mit dem von ihnen mitgegründeten Kollektiv [CHAOS] CULTURE CLUB Methoden, mit denen sie einen Schritt weiter kommen auf dem Weg, sich die Theaterbühne zu erschließen.

Künstler*innen die sie auf ihrem Weg begleitet und inspiriert haben: nutrospektif, Victor Quijada, Saïdo Lelouh

Konzept, Performance: Lizzie & Simeon; Tanz: Agnes Probst, Gioia Luna Stolleier, Lisa Lamprecht, Ludmilla Schemak, Mika Albrink, Simeon Pohl

Dis-Connect

Dis-Connect basiert auf einer #TakeHeart-Residenz, in der Joya und Moona sich mit der Verbindung von Yoga und urbanen Tanzstilen auseinandersetzten. Auf der Bühne werden Bewegungskonzepte von Tanzstilen, wie Waacking und Waving tiefer ergründet und mit Yoga fusioniert. Das Ziel der Recherche lag darin, Praktiken des Yoga zu erforschen, in einen performativen Kontext zu setzen und eine Auseinandersetzung mit allgegenwärtigen Themen, wie Isolation, Disbalance und Abstand zu führen.

Konzept: Joya; Choreografie, Tanz: Joya & Moona

Float like a butterfly sting like a bee

Takao Baba und Bounracksa Phomkhoumphon führen Elemente aus Kampfkünsten und urbanen Tanzstilen zusammen. Auf der Suche nach Verbindungen zwischen diesen Bewegungspraktiken wird das Zusammenspiel von Kampf und Tanz dargestellt. Wie lassen sich diese Kunstformen künstlerisch umsetzen und inszenieren? Welche Parallelen, Unterschiede und Grenzen gibt es?

Konzept und Performance: Takao Baba, Bounracksa Phomkhoumphon

Le Bal des Masques (Auszug aus dem Solo)

Willie Stark zeigt uns einen Auszug aus dem Stück Le Bal des Masques, in dem es um vielfältige Ungerechtigkeiten und systemische Gewalt im Leben von Frauen geht und darum, wie wichtig das Tragen einer Maske im übertragenen Sinne sein kann, um die komplexen Machtverhältnisse innerhalb gegenwärtiger Gesellschaften zu überleben.

Konzept und Performance: Willie Stark

Leela

Den Platz, den man schon immer hatte, einnehmen. Eine Brücke bauen zwischen uns. Weder zum einen noch zum anderen dazugehören müssen. Die Präsentation zeigt eine kleine Collage von Stücken, die aus dem Gefühl und Gedanken entstanden ist, ein Zuhause zu finden, genau da, wo man ist, genauso wie man ist, und dem Prozess dahin.

Konzept und Performance: Tamara Rahil; Performance: Jill-Marie Hackländer, Ramona Buschhaus, Sarah Katharina Becher, Tara Winterhalter, Valerio Vasile

letter to myself

letter to myself zeigt die Komplexität davon, sich selbst Druck zu machen und die Auswirkungen, die Druck auf kreative Prozesse haben kann. Im Kontext sozialer Netzwerke scheint die Einzigartigkeit der eigenen künstlerischen Arbeit manchmal zu schwinden. Es entstehen Druck und Selbstzweifel. Als würde man in einem Rennen, in dem es darum geht mit der ständigen Veränderung und Selbstoptimierung mitzuhalten, nicht hinterherkommen. Mitten in dieser Flut von Informationen und Bildern ist die Protagonistin mit einem Gefühl der Frustration und einem Verlust von Kreativität konfrontiert, was sie dazu bringt, ihre Intention in Frage zu stellen: Was ist mit dem Spaß, der Leidenschaft und der Liebe passiert? In einer Verbindung von Poesie und Tanz ist letter to myself ein Prozess des Wiederfindens und der Neuentdeckung der eigenen Kreativität und Selbstsicherheit.

Konzept, Performance: Ruby

SAGA (Work in Progress)

In seinem explosiven, energetischen und dynamischen Style gibt Paul Davis Newgate Einblick in eine Stückentwicklung und schaut zurück auf bisherige Arbeiten. Das Work in Progress Showing ist ein kleiner Rückblick auf seine Recherche Who's Who, in der er sich mit eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer an Kunst, seine tänzerische Praxis und sein Training auseinandersetzte.

Konzept und Performance: Paul Davis Newgate

The Cypher Experiment

Im Rahmen ihrer #TakeHeart Residenz experimentierten HoS (Hood of Sisters) mit Inhalten und Formen des Austauschs innerhalb der Cypher – einer Grundstruktur des Lernens innerhalb der HipHop-Kultur. Dabei standen unterschiedliche Codes und Dynamiken im Fokus. In The Cypher Experiment entsteht ein offener performativer Raum, in dem Fragen an das Publikum weitergegeben und drei unterschiedliche Dynamiken in eine Cypher integriert werden:

1. Silence: Es wird nicht verbal oder physisch kommentiert. Der Kreis bleibt ohne Sprache.
2. Support: Bewegungen, die positiv auffallen, werden kommentiert und erhalten support. Feedbacks können genutzt werden, um positive Bestärkung von Bewegungen und Ausdrücken zu erzeugen.
3. Hype: Mittels Bewegung und Stimme werden Tänzer*innen motiviert und gehyped. Dabei spielt das level des Ausdrucks keine Rolle.

Die Künstlerinnen nehmen Impulse aus dem Innen und Außen auf und setzen transformative Energien zum Durchbrechen künstlerischer Blockaden frei.

Konzept, Performance: Luisa Möller, Daria Nazarenko, Nasrin Torabi, Lisa Jones