Uraufführung

Yasmeen Godder

Practicing Empathy #1, #2 by 2 und #3
Großer Saal
Termine
30.09.2021 – 02.10.2021
Eine Performer*in mit einem futuristischen Kostüm schaut auf dem Boden sitzend nach links
Drei Performer*innen liegen aufeinander in Ekstase
Zwei Performer*innen tanzen sitzend und mit ausgestreckten Armen miteinander. Im Vordergrund schaut ihnen jemand zu.
Zwei Performer*innen. Die Person links sitzt, die Person rechts beugt sich schnell nach vorne.
Eine Performer*in wirft sich mit nach hinten ausgestreckten Armen auf Knien nach vorne

Eine zweijährige Recherche führte die Yasmeen Godder Company an unterschiedliche Orte und brachte sie in Kontakt mit vielen Communities. An drei Abenden kommen die Ergebnisse dieser Studien in drei verschiedenen Kombinationen auf die Bühne. Dafür entwarf Yasmeen Godder mögliche Weisen mit den komplexen Prozessen umzugehen, die Verbindungen untereinander oder die Identifikation mit sich, einer Sache oder einer Gruppe möglich machen und schafft schließlich einen Raum, der unsere empathischen Fähigkeiten stärkt.

In Practicing Empathy #1, der ersten Studie dieser Reihe, lässt die Choreografin eine Umgebung entstehen, in der Empathie gleichsam als Unterstützung, Ermutigung und Reaktion auf komplexe Bedürfnisse zu Tage tritt. Die acht Performer*innen tauchen in sich wiederholende Bewegungen und Gesänge ein und legen dabei Gefühlslandschaften offen, die Beziehungsgeflechte und ihre vielfältige Verbundenheit untereinander erahnen lassen. Während das Publikum im ersten Teil des Abends Zeuge dieser starken Bild- und Klangsprache wird, erkundet Practicing Empathy #2 by 2 gemeinsam mit Zuschauer*innen, wie Erfahrungen mit anderen geteilt werden können. Acht Zuschauer*innen werden in 2 x 2 Meter großen Quadraten für jeweils zwei Personen dazu eingeladen in eine gemeinschaftliche Erfahrung einzutauchen. Diese Praxis eignet sich die 2-Meter-Distanz-Regel der COVID-19-Pandemie an und verwandelt diese in ein Instrument von Verbindung, Empathie und Intimität. Das Solo Practicing Empathy #3 untersucht schließlich, wie sich die Pandemie und das Mit-Sich-Alleine-Sein auf unser Empathievermögen auswirken. Das erste Solo in Yasmeen Godders 25-jähriger Bühnenkarriere ist sowohl ein Echtzeitdokument des vergangenen Jahres mit seinen Momenten der Isolation, Begrenzungen und inneren Entdeckungen als auch eine Anleitung für kontinuierliche Mechanismen des Überlebens.   

Die Arbeit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder kreist seit langer Zeit um das Feld der Begegnung und der emotionalen Verbindungen – unter Bekannten oder Fremden. Stets lag der Ausgangspunkt für diese einfühlsame Forschungsarbeit in ihrer künstlerischen Praxis, in der Tanz und Choreografie als Medium eine zentrale Rolle spielen. Zuletzt war sie mit ihren partizipativen Stücken Common Emotions (2016) und Simple Action (2018) im tanzhaus nrw zu Gast, sowie dem Duett Demonstrate Restraint (2019), in dem sie erstmals Stimme als Generator von Bewegung untersuchte.

Do 30.09. 20:00
Practicing Empathy #1 + #2 by 2
Dauer: 110 Min.

Fr 01.10. 20:00
Practicing Empathy #1 + #3
Dauer: 140 Min.

Sa 02.10. 20:00
Practicing Empathy #2 by 2 + #3
Dauer: 125 Min.

Workshops
30.09. 18:00 Artist Workshop: #2 by 2 mit Yasmeen Godder
02.10. 15:30 Artist Workshop: # 2 by 2 mit Monica Gillette

 

Entwicklung, Choreografie: Yasmeen Godder; Projektdramaturgie: Monica Gillette; Itzik Giuli.
#1: Dramaturgie: Monica Gillette; Itzik Giuli; Tänzer*innen: Ortal Atsbaha, Or Ashkenazi, Carmel Ben-Asher, Ari Teperberg, Tamar Kisch, Nir Vidan; Sound Design: Tomer Damsky, Lior Pinsky; Bühne, Licht: Omer Sheizaf; Kostümdesign:Hilla Shapira.
#2 by 2: Dramaturgie: Monica Gillette; Itzik Giuli; Tänzer*innen: Ortal Atsbaha, Or Ashkenazi, Carmel Ben-Asher, Ari Teperberg, Tamar Kisch, Nir Vidan, Shuli Enosh, Yasmeen Godder, Anat Vaadia; Originalmusik: Lior Pinsky.
#3: Dramaturgie, Probeleitung: Nir Vidan; Objekte: Gilli Avissar; Konstruktionsdesign: Gili Godiano; Licht: Tamar Orr; Kostümdesign: Shirley Itzik; Produktion: Omer Alsheich; Administration: Zohar Eshel-Acco; Fotos: Tamar Lamm.

#1 ist eine Produktion von Yasmeen Godder Company, koproduziert durch das tanzhaus nrw in Zusammenarbeit mit CSC - Centro per la Scena Contemporanea. Das Gastspiel findet statt im Rahmen des Bündnis internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Medien und unterstützt von der Rabinovich Foundation und der Israelischen Lottorat für Kultur und Kunst.
#2 by 2 ist eine Produktion von Yasmeen Godder Company, koproduziert durch das tanzhaus nrw und wurde beauftragt und präsentiert vom Chatira Le’maga Festival am Habait Theater. Die Produktion wurde unterstützt von der Israelischen Lottorat für Kultur und Kunst.

#3 ist eine Produktion der Yasmeen Godder Company und des Künstlerhaus Mousonturm. Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2021, eine Initiative der BHF Bank Stiftung. Gefördert im Rahmen des Bündnisses Internationaler Produktionshäuser durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Produktion von Practicing Empathy #3 wurde unterstützt vom Generalkonsulat des Staates Israel.