Junge Frau mit grünem Sweatshirt tanzt HipHop

Urban Styles

Die HipHop-Kultur eint Text (Rap), Musik (DJing), Bild ( Graffiti) und Tanz (Break Dance) und hat ihren Ursprung in den 1970er Jahren in der New Yorker Bronx. Seit den 1980er Jahren wird HipHop als Jugend- und Popkultur auch in vielen Ländern Europas und Asiens praktiziert. HipHop gilt als ein urbanes Phänomen, also als eine Kultur der Großstadt, die einen schillernden Wertekanon zwischen Respekt, Fairness, Ghetto und Kommerz besitzt. Das Zusammenkommen in Wettbewerben, sog. „Battles“, steht im Zentrum. Es geht um „Skills“, damit ist das technische Niveau gemeint, genauso wie um „Attitude“, womit der individuelle, im besten Falle einzigartige Ausdruck benannt wird. 
Im tanzhaus nrw sammelt sich unter dem Begriff der Urban Styles eine Vielzahl von Formen des HipHop. Tanztechniken des Urban Dance wie Locking, Popping, Krumping, House und Freestyle treffen auf aktuellere Entwicklungen wie Voguing und Waacking und finden im tanzhaus nrw in Kursen, Workshops, Circle Sessions oder anderen Veranstaltungen statt. So mischen sich im tanzhaus nrw auch in diesem Bereich verschiedenste Menschen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene ohne Vorerfahrung, aber auch eine starke gut vernetzte Community, deren Hotspot das tanzhaus nrw ist. Dies ist uns eine besondere Ehre.

Dozent*innen

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Albi & Iliana

Albi begann im Alter von 13 Jahren Breakdance zu tanzen und gewann mit 16 und in der Folgezeit zahlreiche Preise (Ruhrpottbattle, Mixery ko Battle, Ready to Rumble, National Battle of the Year).  Als Tänzer arbeitete er am Theater Oberhausen, am Theater Wuppertal und in der Düsseldorfer Oper und tourt mit verschiedenen Stücken durch Deutschland.  Details zu Iliana folgen.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Alex

Alex tanzte in Shows für Künstler*innen wie Cascada und Infamous und choreografierte für die Girlband Bisou. Daneben trat er im Fernsehen auf, u.a. bei „The Dome“, „Top Of The Pops“ und mit Anke Engelke. In seinen Tanzstil fließen Elemente aus New School HipHop, L.A. Style und Old School ein und er ist ein sehr beliebter Dozent, der sowohl Tempo machen kann als auch auf eine genaue Technik achtet. „Heute macht es mich glücklich, wenn ich mein Wissen weitergeben kann. Das erfüllt mich“, sagt Alex.

Porträt von Arnika Riede

Arnika Riede

Arnika entdeckte ihre Begeisterung für den Tanz während einer AG in ihrer Schulzeit. Sie wechselte an eine Ballettschule, trainierte Jazz Dance, Ballett und Urban Styles in Deutschland und den USA und schloss im Jahr 2005 ihre Zusatzausbildung zur Tanzpädagogin ab. Zusätzlich ließ sie sich in vielen weiteren Tanzstilen ausbilden. Arnika verfolgte außerdem immer auch ihre zweite Leidenschaft, ihren Beruf als Diplom-Designerin. Heute ist Arnika international für verschiedenste Auftraggeber der Kultur tätig und setzte zahlreiche Tanzprojekte für Kinder und Teenager, auch in sozialen Brennpunkten, um. „Ich möchte, dass sich die Teilnehmer*innen in der Bewegung vergessen und gleichzeitig finden können, dass sie Individualität und Gemeinschaft genießen, dass sie Freude daran haben, gemeinsam etwas zu erschaffen.“

Porträt von Barbora

Barbora

Barbora absolvierte ihr Tanzstudium am Dance Conservatory in Bratislava in der Slowakei. Nach Abschluss ihrer Ausbildung sammelte sie Erfahrungen in vielen unterschiedlichen Tanzrichtungen sowie in professionellen Video-Drehs, als Background-Tänzerin und bei renommierten Show-Programmen wie Urbanatix und in Stücken wie „10 Seconds" von Takao Baba. Als Dozentin für Voguing arbeitet sie international und fasziniert durch handwerkliche Virtuosität und künstlerische Kreativität. Barbora war Mitglied des House of Melody, dem ersten Vogue House Deutschlands, und der Urbanatix Crew.

Porträt von Bouni

Bouni

Bouni ist vor allem in den Urban Styles zu Hause, ergänzt durch solide Erfahrungen im zeitgenössischen Tanz sowie Modern Dance. Er hat sich auf die Techniken des Popping, Locking, B-Boying und HipHop spezialisiert, die er seit 2016 Teilnehmer*innen am tanzhaus nrw vermittelt. Er gewann zahlreiche Battles und tanzte bei Events in den unterschiedlichsten Kategorien. Funkin’ Stylez 2012 etwa gewann er in der Kategorie „Me against the music“ bei dem International Streetdance Festival in Slowenien die Kategorie HipHop. 2015 setzte er sich bei der Battle von Global Skills in den Kategorien Popping und Locking durch. Als Tänzer arbeitet er zudem für die Show „Urbanatix” in der Bochumer Jahrhunderthalle und verfolgt zahlreiche Projekte an Einrichtungen für Kids und Teens. Er setzte sich zudem als Tänzer und Choreograf im Rahmen des künstlerischen Nachwuchsformates „Now & Next” mit der Technisierung des Menschen auf der Bühne des tanzhaus nrw auseinander.

Porträt von Britta Koch

Britta Koch

Britta Koch ist nicht nur als Tanzpädagogin, Choreografin und Tänzerin tätig, sondern auch diplomierte Heilpädagogin und Gesundheitsberaterin GGB. Derzeit absolviert sie an der Sporthochschule Köln den Master „Tanz – Vermittlung –Forschung – künstlerische Praxis“. „Meine breitgefächerte Ausbildung ermöglicht mir, meine Kurse und Workshops aus vielen Perspektiven zu betrachten.“ Britta entdeckte ihre Leidenschaft für den Tanz mit 14 Jahren, als sie Unterricht in Modern Jazz Dance nahm. Was viele Jahre ein Hobby war, wurde nach dem Studium der Heilpädagogik an der Universität zu Köln zu ihrem Beruf. Sie absolvierte
ihre Ausbildung zur Tanzpädagogin beim Off-Theater Neuss. Ihre Erfahrungen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes baute sie u.a. an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (AHK), in der Tanzfabrik in Berlin, dem tanzhaus nrw und bei Impulstanz in Wien aus. Später absolvierte sie ihre Ausbildung zum „Somatic Movement Therapist“ in der VMI- Technik (Vocal Dance & Voice-Movement Integration and Vital Movement Integration) bei Patricia Bardi in Amsterdam. Über zwei Jahrzehnte hat sie sich im Feld des inklusiven Tanzes spezialisiert und unterrichtet darin im In- und Ausland. Weitreichende Erfahrungen in diesem Bereich hat sie u.a. durch Kurse und Projekte mit Adam Benjamin, Alito Alessi, Handicapace, Candoco Dance, Vera Rebel und Gerda König sammeln können. Seit 2006 ist Britta Koch Dozentin am tanzhaus nrw.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Flockey Ocscor

Flockey Ocscor ist ein international gefragter Tänzer und Choreograf mit großen Charisma. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe und ist u.a. zweifacher Vizeweltmeister in der Kategorie Locking bei den Juste Debout World Finals. Als vielseitiger Künstler produziert er inzwischen Kurzfilme und Videos.

HIER ein schön geschriebenes Porträt von Flockey 01_2020.

Franky Dee

Franky Dee

Franky Dee zählt zu den Wichtigsten seines Genres und gewann zahlreiche Battles, u.a. bei der Battle Juste Debout, wo er bereits merhfach als Weltmeister in der Kategorie HipHop hervorging. Zuletzt gewann er bei Dance Delight Germany. Er ist als Tänzer international gefragt und lehrt auf der Basis eines beeindruckenden Handwerks mit viel Freude und Leidenschaft HipHop als partytaugliche Moves.

Porträt von Kofie da Vibe

Kofie da Vibe

Kofie ist ein vielseitiger Tänzer, Choreograf und Netzwerker, der mit Künstler*innen aus unterschiedlichen Sparten zusammenarbeitet. Er ist Mitgründer der Crew Bad Newz MP und der European Buck Session (EBS), die er gemeinsam mit Osei im tanzhaus nrw etablierte. EBS gilt als wichtigstes Krump-Event weltweit und findet einmal jährlich statt. Sein Talent als HipHop-Tänzer stellt Kofie als Gewinner zahlreicher Battles europaweit unter Beweis. Er tourte mit verschiedenen Companys in Schweden, Finnland, Frankreich und Russland, war Künstler bei der Show „Beethoven! The Next Level" und von 2016 bis 2018 am Schauspielhaus Düsseldorf engagiert. Dabei lernte Kofie seine Skills nicht im Tanzstudio, sondern in selbstorganisierten Zirkeln nach der Schule. Inspiriert von den facettenreichen Urban Styles eignete er sich seine Skills in HipHop, Krump und Afro Dance selbst an und bildete sich später auch in zeitgenössischem Tanz, Modern Dance und Theaterimprovisation weiter. Kofie ist auch in anderen Kunstsparten kreativ: Er hat sein eigenes Modelabel „IBIM Creation“ und ist mit seinem Kurzfilm für das 250 Jahre Beethoven Jubiläum „BTHVN 2020“ der Stadt Bonn nominiert.

Porträt von Miro

Miro

Miro zählt zur ersten Generation der Voguing Tänzer*innen hierzulande und ließ sich u.a. von Wegweiser*innen des Genres wie Archie Burnett weiterbilden. Zu seinen Inspirationsquellen zählen Tänzer*innen wie Leiomy Maldonado, Dashaun Wesley und Danielle Polanco. 2018 entschied sich Miro, The House of Melody (heute House of Saint Laurent) zu verlassen, eines der ersten deutschen Tanzkollektive des Voguing, zu dessen Gründungsmitglieder er zählte. Miro wirkte in diesem Zusammenhang in TV-Produktionen und auf Events in Düsseldorf, Berlin und Paris mit, dort sogar im legendären Moulin Rouge.
Miros Leidenschaft gilt nicht nur dem Voguing. Er tanzte schon früh HipHop und House und bewegte sich in verschiedenen Communities und Battles. Seine Ausbildung absolvierte er an der Tanzakademie für zeitgenössischen Tanz „Balanche 1“ in Berlin. Als Tänzer und Choreograf ist er deutschlandweit tätig, arbeitete für das Junge Schauspiel Düsseldorf, die Deutsche Oper am Rhein und u.a. für Künstler*innen wie Zebra Katz und Jennifer Rostock. Er choreografierte während der Berlin Alternative Fashion Week 2017 für Patricia Field, die vor allem für die Kostümausstattung der US-amerikanischen Serie „Sex and the City” bekannt wurde. Seit 2016 ist Miro Mitglied der Urbanatix Streetart Artistic Crew. Bei den Brit Awards 2019 wirkte er als einer der Haupttänzer*innen der Performances von Calvin Harris, Rag’n’Bone Man, Sam Smith und Dua Lipa mit. 

Porträt von Othello Johns

Othello Johns

Othello Johns ist quasi eine Instanz am tanzhaus nrw. Seit dem Jahr 2000 ist er Teil der Dozent*innenfamilie und unterrichtet HipHop und Breakdance für Kinder und Teenager sowie Modern Jazz Dance für Erwachsene und begleitete bereits viele Generationen von Tänzer*innen. Othello entdeckte seine Liebe zum Tanz bereits in seiner Kindheit. Er erinnert sich an Familientreffen, bei denen alle ihren „Move“ vorführten und dann die anderen nachmachten, was ihnen gezeigt wurde. Seine damaligen Vorbilder waren das berühmte Stepptanz-Duo The Nicholas Brothers, die 1943 vor allem mit dem Film „Stormy Weather“ zu Weltruhm kamen, sowie Vaslav Nijinsky, eine skandalumwobene Ballett-Ikone zu Anfang des vergangene Jahrhunderts, der u.a. für seine eindrucksvollen Sprungkraft und Grazie in die Geschichtsbücher einging. Später studierte Othello zunächst Tanz und Choreografie an der Universität von Louisiana und führte sein Studium an der Martha Graham School of Contemporary Dance und der Erick Hawkins School in New York fort. Martha Graham als auch Erick Hawkins gelten als historische Größen des US-amerikanischen Modern Dance.
„Meine Zeit in New York war aufregend und arbeitsintensiv. Ich tanzte, wann immer ich konnte, und die restliche Zeit arbeitete ich, um mich zu finanzieren.“ Als ein Tänzer der Erick Hawkins Company krankheitsbedingt ausfiel, erhielt Othello seine Chance mit der Übernahme einer Hauptrollen in „Can’t deliver“. Er blieb festes Mitglied und wurde später Probenleiter der Company.
Kaum zu listen ist die Vielzahl sozialer Projekte von Othello. Er gibt Workshops für Kinder und Jugendliche, die kaum Zugang zu Kulturangeboten erhalten, zudem gründete er mit der Kulturpädagogin Petra Kron im Jahr 2003 den Düsseldorfer Verein KABAWIL, der junge Tänzer*innen Wege zur Kultur eröffnet und neue Perspektiven anbietet. Außerdem leitet er die Abteilung Jazz- und Modern Dance am Tanz- und Sportzentrum Mittelrhein und engagiert sich bei Initiativen wie „Kultur und Schule“ sowie am Off-Theater NRW in Neuss. 2019 war er Juror des Show Contests „Move on“.

Porträt von Ray

Ray

Eray Gülay aka Ray ist Choreograf, Tänzer und Ensemblemitglied der Ben J. Riepe Company. Er war von 2014 bis 2019 Mitglied des House of Melody – dem ersten Voguing-Kollektiv hierzulande. Er schloss zugleich seine Tanzausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab. Ray war in Stücken von renommierten Choreografen wie Jérôme Bel, Mark Sieczkarek und Rainer Behr zu sehen und choreografiert neben kommerziellen Auftragsarbeiten für den Popsänger Matthew Wood. Als Tänzer performte er für Cakes Da Killa, TT The Artist und Barbara Tucker.

Porträt von Surena

Surena

Surena ist studierte Juristin und: sie zählt zu den zurzeit angesehensten urbanen Tänzerinnen der Region. Der erste Kontakt mit Tanz entstand sowohl durch die iranischen Tänze ihrer Familie als auch durch die Shows von Michael Jackson. In ihrer Schulzeit fand Surena Zugang zur HipHop-Kultur, trainierte mit ihrer Clique und in zahlreichen Workshops und gründete später ihre eigene Gruppe „ShitHappenz“. Besonders prägend beschreibt sie ihre Zeit in Frankreich, vor allem in den Pariser HipHop-Clubs. „Dort ging es nicht darum, sich selbst darzustellen oder gegeneinander anzutreten, sondern Moves zu teilen und miteinander in Verbindung zu treten.“ Dieser Spirit und die Vermittlung der Kultur des HipHop ist Surena sehr wichtig. Bereits mit 17 Jahren begann sie zunächst in Bremen und heute in ganz Deutschland und Frankreich zu unterrichten. Zudem war sie vier Jahre in Folge Künstlerin bei der legendären Urbanatix-Show in Bochum und setzt sich in kulturellen Foren für integrative Projekte ein. Sie nimmt an zahlreichen Battles teil und repräsentiert mit ihrem besonderen Stil den „female HipHop“.

Porträt von Yeliz Pazar

Yeliz Pazar

Yeliz Pazar gehört zur ersten Generation von Waacking-Tänzer*innen in Deutschland und organisierte mit „The Waack Off“ 2018 im tanzhaus nrw das erste Event des Genres mit zahlreichen internationalen Gästen. Als Tänzerin, Dozentin und Choreografin ist sie auch im House Dance und HipHop zuhause. Sie ist Teil von Ladies Dance und dem Kölner Kollektiv nutrospektif und leitet die eigene Crew unter dem Namen MĀNUKA – Waacking Flowers. Als Choreografin arbeitet sie für eine Vielzahl von Jugendprojekten und Theaterstücken und setzte Jugendproduktionen u.a. am Schauspielhaus in Köln und Düsseldorf, am Kulturforum Alte Post in Neuss und am Schauspiel Köln um. Mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem LVR Inklusion entwickelte sie Angebote für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten. In Zusammenarbeit mit dem MichaelDouglas Kollektiv in Köln kreierte sie das Event „Street vs Stage“ mit urbanen und zeitgenössischen Tänzer*innen.
„Ich bin eigentlich im tanzhaus nrw aufgewachsen!“ Als Jugendliche fand Yeliz zum tanzhaus nrw und besuchte HipHop-Kurse bei Nadia Espiritu. Später bildete sie sich auch in anderen urbanen Tanzstilen, wie House, Locking, Popping und Breaking, weiter sowie in Modern Dance und zeitgenössischem Tanz. Waacking lernte Yeliz bei der Funkin Styles Battle 2008 im tanzhaus nrw kennen und besuchte daraufhin Workshops und Events in ganz Europa. Seit 2018 ist Yeliz als Dozentin am tanzhaus nrw tätig.