Drei Tänzer mit unterschiedlichen Schuhen, die man nur mit Beinen sieht.

Tap Dance

Eine anspruchsvolle Fußtechnik, Improvisationsgeschick und die Freude an der „Challenge“ machen diese Tanztechnik aus, deren Blütezeit im Amerika des 20. Jahrhundert liegt: Die Tänzer*innen werden zu regelrechten Fuß-Percussionist*innen. Die Ursprünge des Stepptanzes liegen in der afrikanischen und europäischen Musik- und Tanztradition und gehen bis Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Das Genre erlebt bis heute in einer Vielzahl von Metropolen eine Renaissance und die Einbeziehung anderer Tanz- und Musikstile, darunter HipHop, Funk und Techno, ist typisch für den Tap geworden.
Der Choreograf, Tänzer und Dozent Daniel Luka, die markanteste Figur des Bereichs am tanzhaus nrw, legt Wert auf den englischen Begriff des „Tap Dance“, der ihn als zeitgenössische Kunstform kennzeichnet, offen für aktuelle und unterschiedlichste Strömungen. Neben einem regelmäßigen Kursangebot veranstaltet das tanzhaus nrw einmal jährlich die Tap Dance Days, die das Haus über vier Tage in Workshops und Performances zum Klingen bringen.

Dozent*innen

Daniel Borak

Daniel Borak

Daniel "Dani" Borak ist ein international renommierter Tap- und Multi-Genre-Performer, Choreograf und Lehrer. 2017-2019 war er der erste Artist In Residence des Chicago Human Rhythm Project (CHRP) für drei Jahre, wo er seine vielen Fähigkeiten in den verschiedenen Programmen von CHRP (Stomping Grounds, Rhythm World usw.) einsetzte.
Der außergewöhnlich talentierte Künstler, der leidenschaftlich gerne mit anderen darstellenden und bildenden Künstler*innen experimentiert und zusammenarbeitet, hat das Konzept des traditionellen Stepptanzes erweitert und sein eigenes einzigartiges gemischtes Vokabular geschaffen, das auf die Zukunft des perkussiven Tanzes und des rhythmischen Ausdrucks hinweist.
Der gebürtige Schweizer (Winterthur) trat weltweit als Solist auf und gewann 11 Goldmedaillen in vielen verschiedenen Kategorien (sechs Solo) bei den IDO-Stepptanz-Weltmeisterschaften in Riesa. 2013 war er Co-Choreograf und Dance Captain für die Produktionen von Spamalot und Flashdance. 2014 arbeitete er an der Kreation von Funny Feet mit (von Lukas Weiss Productions), einer Show, die Stepptanz, Jonglieren, virtuoses Fußpercussion und Humor miteinander verband. Weitere Shows mit seinen Auftritten 2014-15 waren WINGS von Rigolo und dank Regine Ochsner Rhythm Refix von Cartier Williams. 2015 stand er mit Kilian Deisslers Kick The Square vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Klopfen mit äußerst komplexen Noten, mit sechs anderen Musiker*innen, mit einem speziell für das Projekt entwickelten Notationssystem und einer speziellen Bühne, die aus verschiedenen Klangelementen besteht.
Er gibt regelmäßig Workshops und wird weltweit zu Festivals eingeladen.

Portrait Daniel Luka

Daniel Luka

Als Daniel Luka mit fünf Jahren eine Tap Dance Show im Fernsehen sah, war für ihn schnell entschieden: „Das will ich auch machen!“ Seine Mutter meldete ihn bei einem Tanzkurs an und seine Liebe für Tap Dance war entflammt. Bereits mit 14 Jahren begann er in seiner Heimatstadt Wuppertal zu unterrichten, lebte und tanzte einige Jahre später in New York und Barcelona. Heute ist Daniel ein vielseitiger Performer, der mit hochkarätigen Künstler*innen der internationalen Tanz-und Musikszene zusammenarbeitet. Dabei sucht er auch schon mal gerne den Grenzgang, experimentiert zu HipHop Musik, oder elektronischen Beats, sucht die Verschränkung mit Video und digitaler Kunst und nimmt Impulse verschiedenster Kulturen auf. Zu seinen Inspirationen zählen die Meister des Genres wie Chuck Green, Jimmy Slyde und Sarah Petronio, in deren Performances er international und auch bereits mehrfach im Rahmen der Tap Dance Days im tanzhaus nrw zu erleben war. Er ist Choreograf und Produzent seiner Kompanie „Daniel Luka & The Tapengers“ und von Shows wie „Feel The Tap“, „Tap A Tune“ und „Resonance“. Als Solist tanzte er mit der WDR Big Band in der Kölner Philharmonie und ist Gründer und Host der „Tap Jam Düsseldorf“.

Estefanía Porquera

Estefanía Porqueras

Jep Melendez

Jep Meléndez

Jep Meléndez wurde in Schulen in Barcelona und New York zum Stepptänzer ausgebildet und erhielt eine Zusatzausbildung in Jazztanz, klassischem Tanz und afrokubanischer Perkussion. Er war Stepptänzer und Improvisator in zahlreichen Shows, darunter Benny Goodman Memorial, Navigazzioni in Italien, Tap City und Swing 46 Tap Jam in New York. Er ist Gründer der Kompanien Barcelona Rhythm Tap, war Haupttänzer der Kompanie CAMUT BAND und hat in Theatern und auf Festivals in der ganzen Welt gespielt und getanzt. Jep Meléndez hat in den letzten 18 Jahren seinen eigenen Stil der Körperpercussion entwickelt und dabei verschiedene Einflüsse von Stepp, Body Percussion und Rhythmus zu einer eigenen Vision kombiniert.