Drei Tänzer mit unterschiedlichen Schuhen, die man nur mit Beinen sieht.

Tap Dance

Eine anspruchsvolle Fußtechnik, Improvisationsgeschick und die Freude an der „Challenge“ machen diese Tanztechnik aus, deren Blütezeit im Amerika des 20. Jahrhundert liegt: Die Tänzer*innen werden zu regelrechten Fuß-Percussionist*innen. Die Ursprünge des Stepptanzes liegen in der afrikanischen und europäischen Musik- und Tanztradition und gehen bis Mitte des 17. Jahrhunderts zurück. Das Genre erlebt bis heute in einer Vielzahl von Metropolen eine Renaissance und die Einbeziehung anderer Tanz- und Musikstile, darunter HipHop, Funk und Techno, ist typisch für den Tap geworden.
Der Choreograf, Tänzer und Dozent Daniel Luka, die markanteste Figur des Bereichs am tanzhaus nrw, legt Wert auf den englischen Begriff des „Tap Dance“, der ihn als zeitgenössische Kunstform kennzeichnet, offen für aktuelle und unterschiedlichste Strömungen. Neben einem regelmäßigen Kursangebot veranstaltet das tanzhaus nrw einmal jährlich die Tap Dance Days, die das Haus über vier Tage in Workshops und Performances zum Klingen bringen.

Dozent*innen

Portrait Andrea Alvergue

Andrea Alvergue

Andrea Alvergue studierte Ballett, zeitgenössischen Tanz und Tap Dance in Honduras, wo sie bei Ballettwettbewerben mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie absolvierte professionelle Tanztrainings bei der kanadischen Ballet Creole Company und bei Onemoretap in Madrid. Als professionelle Tänzerin tourte Andrea Alvergue international mit der Contemporary Dance Company for Central America and the Caribbean und mit einer Produktion der spanischen Choreografin Iratxe Ansa. Heute ist sie als Performerin und Dozentin weltweit tätig. Sie tanzt in Produktionen mit dem Swing Machine Orchestra aus Madrid und ist zudem Mitglied der Sebastian Weber Dance Company. Zusammen mit dem Tänzer Nikolai Kemeny tourt sie außerdem seit 2018 regelmäßig international mit ihrer gemeinsamen Konzertreihe „Blue Taps“.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Ayako Ukawa

Ayako Ukawa stammt aus Tokio und begann schon im Alter von 10 Jahren mit dem Stepptanz. Inspiriert durch die Jazz Tap-Legende Jimmy Slyde wandte sie sich der Jazz- und Stepptanz-Improvisation zu. Seit 2000 begann Ayako Ukawa in Jazzclubs in Tokio aufzutreten, veröffentlichte ihre CD „The Tap“, begann eine Zusammenarbeit mit Sarah Petronio und entwickelte seither eigene Stücke unter anderem auch zu Flamenco-Musik.

Portrait Daniel Luka

Daniel Luka

Als Daniel Luka mit fünf Jahren eine Tap Dance Show im Fernsehen sah, war für ihn schnell entschieden: „Das will ich auch machen!“ Seine Mutter meldete ihn bei einem Tanzkurs an und seine Liebe für Tap Dance war entflammt. Bereits mit 14 Jahren begann er in seiner Heimatstadt Wuppertal zu unterrichten, lebte und tanzte einige Jahre später in New York und Barcelona. Heute ist Daniel ein vielseitiger Performer, der mit hochkarätigen Künstler*innen der internationalen Tanz-und Musikszene zusammenarbeitet. Dabei sucht er auch schon mal gerne den Grenzgang, experimentiert zu HipHop Musik, oder elektronischen Beats, sucht die Verschränkung mit Video und digitaler Kunst und nimmt Impulse verschiedenster Kulturen auf. Zu seinen Inspirationen zählen die Meister des Genres wie Chuck Green, Jimmy Slyde und Sarah Petronio, in deren Performances er international und auch bereits mehrfach im Rahmen der Tap Dance Days im tanzhaus nrw zu erleben war. Er ist Choreograf und Produzent seiner Kompanie „Daniel Luka & The Tapengers“ und von Shows wie „Feel The Tap“, „Tap A Tune“ und „Resonance“. Als Solist tanzte er mit der WDR Big Band in der Kölner Philharmonie und ist Gründer und Host der „Tap Jam Düsseldorf“.

Portrait Helen Duffy

Helen Duffy

Helen Duffy studierte am Bird College of Dance, Music & Theatre Performance in London, bevor sie ein Semester am Broadway Dance Center in New York absolvierte, wo eine ihrer Choreografien für das Professional Showcase am Alvin Ailey American Dance Theater ausgewählt wurde. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Barcelona ist Helen Duffy nun in London ansässig, wo sie regelmäßig in den Pineapple Dance Studios sowie in Schulen und Fachhochschulen in ganz Großbritannien unterrichtet. Sie ist Teil der britischen Stepptanzkompanie von Avalon Rathgeb, deren jüngstes Werk 2018 im Sadler's Wells uraufgeführt wurde. In Deutschland arbeitet sie regelmäßig als Teil der Sebastian Weber Dance Company. Im Mai diesen Jahres wird Helen Duffy ihr erstes Solostück „Duffy's Jam“ beim Brighton Fringe Festival uraufführen.

Portrait Janne Eraker

Janne Eraker

Die norwegisch-deutsche Stepptänzerin Janne Eraker studierte u.a. bei Heather Cornell, Josh Hilberman und Roxane Butterfly. Sie erarbeitete das zeitgenössische Stepp-Solo „Rhythm is a Dancer“, das Improvisationstrio „One Small Step“ und das HipHop-Projekt „Sløy“. Zuletzt entwickelte sie neues Material mit Trigger-Mechanismen, das mit elektronischer Musik und Stroboskoplicht interagiert. Sie kollaboriert mit der Sebastian Weber Dance Company und leitet Stepperiet, ein Stepptanz-Improvisationstraining für Profis in Oslo.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Jep Meléndez

Jep Meléndez wurde in Schulen in Barcelona und New York zum Stepptänzer ausgebildet und erhielt eine Zusatzausbildung in Jazztanz, klassischem Tanz und afrokubanischer Perkussion. Er war Stepptänzer und Improvisator in zahlreichen Shows, darunter Benny Goodman Memorial, Navigazzioni in Italien, Tap City und Swing 46 Tap Jam in New York. Er ist Gründer der Kompanien Barcelona Rhythm Tap, war Haupttänzer der Kompanie CAMUT BAND und hat in Theatern und auf Festivals in der ganzen Welt gespielt und getanzt. Jep Meléndez hat in den letzten 18 Jahren seinen eigenen Stil der Körperpercussion entwickelt und dabei verschiedene Einflüsse von Stepp, Body Percussion und Rhythmus zu einer eigenen Vision kombiniert.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

LeeLa Petronio

LeeLa Petronio ist Tänzerin, Body Musician, Choreografin und Produzentin. Sie ist die Tochter der Stepptanzlegende Sarah Petronio und hatte schon früh Kontakt zur internationalen Stepptanzszene. LeeLa Petronio lernte bei den berühmtesten Vertretern dieser Szene, wie Jimmy Slyde, Steve Condos, Gregory Hines oder Honi Coles. Sie war Ensemblemitglied bei der Europa-Tour von STOMP und war mit ihrer eigenen Kompanie Hip Tap Project schon mehrere Male bei den Tap Dance Days im tanzhaus nrw zu Gast, zuletzt mit „à l'unisson“ in 2019. Dieses Jahr ist sie als Teil des Ensembles um Sarah Petronio und ihrem Stück „Jazz in Motion“ wieder in Düsseldorf zu erleben.

Portrait Nik Kemeny

Nik Kemeny

Nikolai Kemeny lernte von internationalen Tap Dance Meister*innen und arbeitet nun mit einer Vielzahl an Jazz-Musiker*innen, Künstler*innen und Tänzer*innen verschiedener Stile zusammen. Mehrfach tanzte er in Konzerten mit Duke Ellington und gastiert regelmäßig auf Tourneen des Swing Machine Orchestra aus Madrid. Seit 2017 ist er Mitglied der Sebastian Weber Dance Company, die ihre Bühnenproduktionen international präsentieren. Darüber hinaus ist er in Daniel Lukas Performance „Resonance“ in Kollaboration mit dem Kollektiv für Audio-Visuelle Kunst Xenorama zu sehen und ist Teil der Tap Dance- und Live-Band The Tapengers. Nikolai Kemeny unterrichtet außerdem bereits seit mehreren Jahren weltweit auf Festivals, an Tanzinstituten und Musikschulen. Leidenschaftlich und engagiert begeistert er für Jazz und Tap Dance und den innovativen, modernen Stil dieser besonderen Kunstform.

Portrait Pia Neises

Pia Neises

Mit ihrem eigenen unverwechselbaren Sound gehört Pia Neises zu den Meister*innen ihres Faches. Sie versteht sich als Musikerin und Tänzerin gleichermaßen. Der Jazz und die großen Bühnen der Klassik sind künstlerisch ihr zu Hause. Ihr Jazz Trio ist mit Martin Sasse, Martin Gjakonovski und Marcus Rieck mit den gefragtesten Instrumentalisten Deutschlands und Europas besetzt. Im Januar 2017 tanzte sie mit dem WDR Funkhaus Orchester unter dem Dirigat von Eckehard Stier das „Morton Gould Tapdance Concerto“. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte. Zu den Highlights ihrer New Yorker Konzerte zählt zweifelsohne der „New York City Tap Festival Hoofer Award 2001“ und Auftritte mit Brenda Bufalinos American Tap Dance Orchestra. Pia Neises ist Mitglied von Brenda Bufalinos International Tap Dance Orchestra, Barbara Duffy and Company und tanzt in Sarah Petronios „Monk in Motion“.

Portrait Sam Vère

Sam Vère

Samuel Vère steppt seit seinem 5. Lebensjahr. Er wurde in Montpellier von Eric Scialo, dem Gründer das Montpellier tap festival, ausgebildet und studierte beim Tänzer und Choreografen Fabien Ruiz, mit dem er an zahlreichen internationalen Veranstaltungen teilnahm. Nach dem Studium der Tontechnik in Paris war er Teil des Professional Tap Training Program an der Escola Luthier Dansa in Barcelona, das von Maestro Guillem Alonso geleitet wird. Neben diesem intensiven Training entwickelte Samuel Vère eine Leidenschaft für Swing und Improvisation. Als Tap-Lehrer arbeitete er bereits in Frankreich, Spanien, Deutschland, Schweden, den Niederlanden und Belgien. Als Performer teilte er die Bühne mit Bands wie Tin Pan Clan, Dinatatak und dem Swing Machine Orchestra. Er ist Mitglied der Sebastian Weber Dance Company.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Sarah Petronio

Sarah Petronio wurde in Indien geboren und wanderte im Alter von 19 Jahren nach New York aus. Später zog sie nach Paris, wo sie die Tap-Legende Jimmy Slyde kennenlernte. Sie ging bei ihm in die Lehre und wurde schließlich für einige Jahre seine Tanzpartnerin. Mit dem Stepp- und Jazzkonzert „It‘s About Time“ trat das Duo in ganz Europa auf. Dem französischen Publikum stellte Sarah Petronio Rhythm Tap vor und gründete die Stepptanzabteilung des American Center in Paris. Als Frau leistete Sarah Petronio in der Jazzwelt Pionierarbeit: Sie brachte ihren besonderen Stil der Jazz-Stepp-Rhythmen und der Improvisation nicht nur in Jazzclubs, sondern auch auf Jazz- und Tanzfestivals ein. So stellte auch Jimmy Slyde sie als „The First Lady of Swing“ vor. Sarah Petronio teilte sich die Bühne mit allen Größen des Tap Dance und erhielt zahlreiche Preise für ihre künstlerische Arbeit, zuletzt 2011 den „Tradition in Tap Award“ in New York.

Portrait Sebastian Weber

Sebastian Weber

Sebastian Weber begann seine Karriere Anfang der 90er Jahre unter der Obhut legendärer Stepptanzmeister wie Chuck Green und Buster Brown in New York. Inspiriert und unterstützt durch die Zusammenarbeit mit diesen charismatischen Vorbildern, entwickelte Sebastian Weber einen eigenwilligen, schlaksigen, höchst individuellen Tanzstil, der durch leidenschaftliche Improvisationen, technische Stärke und musikalische Gestaltungskraft geprägt ist. Er tanzt in ganz Europa, den USA, Westafrika und China, sowie für verschiedene TV-Sendungen, Werbespots, einen Kinofilm und gab sogar ein komplettes Radio-Konzert im ORF. Als Choreograf produziert Sebastian Weber seit 1998 genreübergreifende, oft multimediale Stücke, die immer wieder durch Förderungen von Stadt, Land und Bund gewürdigt werden. Zweimal erhielt er den Leipziger Bewegungskunstpreis. Als Dozent unterrichtet Sebastian Weber regelmäßig Kurse in der eigenen „Tanzerei Flugfisch“ in Leipzig. Außerdem ist er international als Workshopdozent tätig.

Portrait Thomas Wadelton

Thomas Wadelton

Thomas Wadelton wurde in Australien geboren und steht bereits seit seinem vierten Lebensjahr auf der Bühne. Seine frühen Jahre wurden stark von Grant Swift, dem Stepptanz-Guru schlechthin und gleichzeitig Direktor des Festivals Sea of Rhythm, sowie von Chris Horsey, Gründungsmitglied von Tap Dogs, beeinflusst. Thomas Wadelton tritt als Tänzer weltweit bei namenhaften Festivals wie dem Shanghai International Arts Festival, Festival International de Danse Encore oder The Falls Music and Arts Festival, auf. Von 2010-2013 war er Haupttänzer der Tapestry Dance Company. Derzeit ist er in Europa ansässig.

Vilma Kananen

Vilma Kananen

Vilma Kananen ist eine in Schweden geborene Performerin im Bereich Tanz und Musik. Seit 2018 ist sie Mitglied der Sebastian Weber Dance Company und Background-Sängerin der schwedischen Reggae Band Partiet und der Pop Band Parker Lewis. Sie trat mit ihrer Jazz Tap Band bei der Eröffnungsparty der Pride Week in Stockholm auf und ist Mitglied der schwedischen Stepptanzkompanie Svenska Steppdanssällskapet, die zuletzt ihr Stück „All Of Me“ im Stora Teatern in Göteborg uraufführte. Vilma Kananen studierte zwei Jahre am Escola Luthier Tap-Programm und absolvierte außerdem ein Musikstudium. Sie lebt in Berlin und unterrichtet dort im Blue Tap Studio.