Junger mit schwarzem Hut tanzt

Jazz Dance

To dance, put your hand on your heart and listen to the sound of your soul.“ Mit diesem Satz von Luigi, der zu den wegweisenden Vertreter*innen des Jazz Dance zählt, ist bereits viel gesagt. Typisch für Jazz Tanz: eine rhythmische Vielschichtigkeit, der den vielbeschworenen Swing erzeugt, weiterhin die Gleichzeitigkeit der Isolation einzelner Köperteile, die wir als Polyzentrik bezeichnen, sowie das Spiel mit Beat und Off Beat. Die Verfilmung des Musicals „West Side Story“ (Choreografie: Jerome Robbins) Anfang der 1960er Jahre führte zu einem regelrechten Boom des Jazz Dance. Seine Ursprünge hat er in der afroamerikanischen Tanz- und Musikkultur Anfang des 20. Jahrhunderts, darunter Charleston und Swing. Künstler*innen wie Jack Cole und Katherine Dunham trugen maßgeblich zur Fortentwicklung des Jazz Tanzes bei und beeinflussten später Arbeiten von Choreograf*innen wie Alvin Ailey, Bob Fosse und Walter Nicks. Mit Gus Giordano, Matt Mattox und Luigi entstanden regelrechte „Jazztanz-Schulen“, die heute in einer Vielzahl von Verbindungen mit anderen Tanzstilen wie HipHop oder Modern Dance gelehrt werden.

Dozent*innen

Porträt von Arnika Riede

Arnika Riede

Arnika entdeckte ihre Begeisterung für den Tanz während einer AG in ihrer Schulzeit. Sie wechselte an eine Ballettschule, trainierte Jazz Dance, Ballett und Urban Styles in Deutschland und den USA und schloss im Jahr 2005 ihre Zusatzausbildung zur Tanzpädagogin ab. Zusätzlich ließ sie sich in vielen weiteren Tanzstilen ausbilden. Arnika verfolgte außerdem immer auch ihre zweite Leidenschaft, ihren Beruf als Diplom-Designerin. Heute ist Arnika international für verschiedenste Auftraggeber der Kultur tätig und setzte zahlreiche Tanzprojekte für Kinder und Teenager, auch in sozialen Brennpunkten, um. „Ich möchte, dass sich die Teilnehmer*innen in der Bewegung vergessen und gleichzeitig finden können, dass sie Individualität und Gemeinschaft genießen, dass sie Freude daran haben, gemeinsam etwas zu erschaffen.“

Portrait Bridget Q. Fearn

Bridget Q. Fearn

Bridget Q. Fearn stammt aus Kalifornien und ist eine hochgeschätzte Kollegin mit einer langjährigen Tanz-Expertise, mit Ausstrahlung, Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und viel Humor. Vor allem bringt sie aber einen großen Reichtum an internationaler Tanz- und Performance-Erfahrung sowie viel Know-How im Unterrichten mit. Bridget wurde 1987 Teil der Dozent*innenfamilie des tanzhaus nrw und prägt mit ihrem Wissen in Ballett, Modern, Jazz und Tap Dance sowie HipHop den Unterrichtsbereich maßgeblich mit. Zusammen mit dem US-amerikanischen Tänzer Marvin A. Smith brachte sie in den 1990er Jahren einen aufregend neuen Spirit des Street Jazz, verortet irgendwo zwischen Urban und Jazz Dance, nach Deutschland und in das tanzhaus nrw.
Einige ihrer heutigen Schüler*innen besuchen ihre Kurse seit 25 Jahren. Auch der spätere Kontakt des tanzhaus nrw zu dem Tänzer, Dozenten und Choreografen Corey Action-Harrison aus Oakland kam durch Bridget zustande. Zudem ist Bridget zertifizierte Yogalehrerin und arbeitet mit Menschen zusammen, die an Parkinson und Multipler Sklerose erkrankt sind. Neben ihrer über 30-jährigen Lehr-Erfahrung trat sie als Tänzerin weltweit auf und erhält Choreografieaufträge u.a. für das Staatstheater Mainz oder für die deutsche Erstaufführung des Bowie-Musicals „Lazarus“ unter der Regie von Matthias Hartmann am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Porträt von Carlo Melis

Carlo Melis

Carlo Melis zählt zu einem der langjährigsten Dozent*innen am tanzhaus nrw. Seit 1989 unterrichtet er am Haus Modern und Jazz Dance und integriert Einflüsse des zeitgenössischen Tanzes. „Die Freiheit des zeitgenössischen Tanzes fordert die standardisierten Techniken des Modern und Jazz Dance heraus und wendet den Blick nach innen.” So geht es in Carlos Kursen weniger darum, eine Technik zu erlernen, als vielmehr eine Strategie wiederzuentdecken, die wir seit den ersten kindlichen Bewegungen in uns tragen: neugierig zu sein, sich und seinen Körper zu erleben und die eigenen Emotionen zu spüren. Die Teilnehmer*innen arbeiten bei den Bewegungen immer auch an deren Ursprung. „Wir beginnen erst dann zu tanzen, wenn Gefühle die Bewegungen antreiben.“
Carlo absolvierte seinen Eltern zuliebe eine Ausbildung zum Bautechniker, doch schon in seiner Jugend war er von den Künsten fasziniert und spielte beim Bewegungstheater und Living Theatre. Nach einem Workshop bei Bob Curtis, dem Wegbereiter des Afro Contemporary Dance, fand Carlo zum Tanz: „Eine solche Intensität hatte ich noch nie erlebt. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich tanzen will.“ So begann er im Alter von 26 Jahren klassisches Ballett, Modern und Jazz Dance in seiner Heimat Sardinien zu studieren. Später schloss er zudem ein Studium in Theater- und Tanzpädagogik an verschiedenen Hochschulen in Italien ab. Während eines Tanzstipendiums an der Folkwang Universität der Künste lernte Carlo bei der großen Wuppertaler Choreografin Pina Bausch, die seine weitere tänzerische Arbeit prägte. Er wirkte bei Fernsehproduktionen mit, arbeitete mit zahlreichen Kompanien und lehrte u.a. an der Tanzakademie Arnheim.

Porträt von Colin Sinclair

Colin Sinclair

Colin Sinclair ist ein kreatives Multitalent. Der Londoner ist nicht nur Tänzer, Choreograf und Dozent, er ist auch Designer für sein eigenes Modelabel und künstlerischer Leiter der Theater Company Sinclair Arts. Er war international als Model für namhafte Marken tätig und gründete später eine Künstler*innenagentur. Auch gewann er mehrere Auszeichnungen als Drehbuchautor und Filmemacher und legte ein Diplom an der New York Film Academy ab. Seine prägendsten Tanzerfahrungen sammelte er in den Londoner Underground Clubs. Bei einem Tanzevent im Covent Garden wählte ihn die Jury aus und lud ihn ein, an der Urdang Academy of Ballet and Performing Arts in London zu studieren. Im Anschluss arbeitete Colin als Tänzer und Sänger in zahlreichen TV-Shows und Musicals, darunter von 2000 bis 2003 bei „Tabaluga und Lilli“ von Peter Maffay. Colin war zudem als Choreograf für eine der größten US-amerikanischen Sender- und Filmproduktionsfirmen tätig. Colin unterrichtet heute Tanz in ganz Europa und ist seit 2005 als Dozent am tanzhaus nrw.

Emma Valtonen tanzt

Emma Valtonen

Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihre Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer “kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art“ zu unterrichten.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Emma Valtonen & Karoliina Lahdenperä

Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihr Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer “kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art“ zu unterrichten

Karoliina Lahdenperä ist gebürtig aus Finnland und Tänzerin, Dozentin und Choreografin. Sie gewann u.a. die schwedische Ausgabe der „Floor Filler Dance Competition“, eine Vorgängerversion der erfolgreichen TV-Show „So You Think You Can Dance“. Von 2005 bis 2012 lebte sie vor allem in Peru. Von 2011 bis 2014 tanzte sie in „True Blue Market", der weltweit tourenden Company um Wang Ramirez, die damit einen kritischen Blick auf die finnische Gesellschaft der Gegenwart wagte. In den Jahren 2015 bis 2017 leitete Karoliina die Cooma Dance Academy. Heute ist sie Teil des Leitungsteams eines finnischen Tanzzentrums, in der sie mit großer Begeisterung Happenings und Tanzshows veranstaltet.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Joseph P. Cooksey

Joseph P. Cooksey arbeitet als Dozent mit den Tanztechniken des Modern Dance, Modern Ballet und Jazz. Er unterrichtete an der Juilliard School, dem Dance Theater of Harlem, am Alvin Ailey American Dance Center und am Philadelphia College for the Performing Arts. Er ist zertifizierter Lehrer für die Zena Rommett Floor-Barre Technik® und Master Teacher bei deren jährlichen Zertifizierungen.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Karoliina Lahdenperä

Karoliina Lahdenperä ist gebürtig aus Finnland und Tänzerin, Dozentin und Choreografin. Sie gewann u.a. die schwedische Ausgabe der „Floor Filler Dance Competition“, eine Vorgängerversion der erfolgreichen TV-Show „So You Think You Can Dance“. Von 2005 bis 2012 lebte sie vor allem in Peru. Von 2011 bis 2014 tanzte sie in „True Blue Market", der weltweit tourenden Company um Wang Ramirez, die damit einen kritischen Blick auf die finnische Gesellschaft der Gegenwart wagte. In den Jahren 2015 bis 2017 leitete Karoliina die Cooma Dance Academy. Heute ist sie Teil des Leitungsteams eines finnischen Tanzzentrums, in der sie mit großer Begeisterung Happenings und Tanzshows veranstaltet.

Porträt von Othello Johns

Othello Johns

Othello Johns ist quasi eine Instanz am tanzhaus nrw. Seit dem Jahr 2000 ist er Teil der Dozent*innenfamilie und unterrichtet HipHop und Breakdance für Kinder und Teenager sowie Modern Jazz Dance für Erwachsene und begleitete bereits viele Generationen von Tänzer*innen. Othello entdeckte seine Liebe zum Tanz bereits in seiner Kindheit. Er erinnert sich an Familientreffen, bei denen alle ihren „Move“ vorführten und dann die anderen nachmachten, was ihnen gezeigt wurde. Seine damaligen Vorbilder waren das berühmte Stepptanz-Duo The Nicholas Brothers, die 1943 vor allem mit dem Film „Stormy Weather“ zu Weltruhm kamen, sowie Vaslav Nijinsky, eine skandalumwobene Ballett-Ikone zu Anfang des vergangene Jahrhunderts, der u.a. für seine eindrucksvollen Sprungkraft und Grazie in die Geschichtsbücher einging. Später studierte Othello zunächst Tanz und Choreografie an der Universität von Louisiana und führte sein Studium an der Martha Graham School of Contemporary Dance und der Erick Hawkins School in New York fort. Martha Graham als auch Erick Hawkins gelten als historische Größen des US-amerikanischen Modern Dance.
„Meine Zeit in New York war aufregend und arbeitsintensiv. Ich tanzte, wann immer ich konnte, und die restliche Zeit arbeitete ich, um mich zu finanzieren.“ Als ein Tänzer der Erick Hawkins Company krankheitsbedingt ausfiel, erhielt Othello seine Chance mit der Übernahme einer Hauptrollen in „Can’t deliver“. Er blieb festes Mitglied und wurde später Probenleiter der Company.
Kaum zu listen ist die Vielzahl sozialer Projekte von Othello. Er gibt Workshops für Kinder und Jugendliche, die kaum Zugang zu Kulturangeboten erhalten, zudem gründete er mit der Kulturpädagogin Petra Kron im Jahr 2003 den Düsseldorfer Verein KABAWIL, der junge Tänzer*innen Wege zur Kultur eröffnet und neue Perspektiven anbietet. Außerdem leitet er die Abteilung Jazz- und Modern Dance am Tanz- und Sportzentrum Mittelrhein und engagiert sich bei Initiativen wie „Kultur und Schule“ sowie am Off-Theater NRW in Neuss. 2019 war er Juror des Show Contests „Move on“.

Blick durchs Fenster ins Tanzstudio

Svenja Schulte

Svenja Schulte erhielt ihre Tanzausbildung an der Ballettschule A.M. Rodriguez. Seitdem ist sie als Tänzerin für zahlreiche Produktionen u.a. auch für das ZDF tätig. Als Coach und Choreografin arbeitete sie für den Movie Park Germany, Part Six, Toyota u.v.m. Seit 2010 ist sie als Tänzerin und Sängerin am Scala Theater Köln engagiert. Svenja bildete sich an mehreren Schulen fort, u.a. an der Iwanson Schule, München. Für sie ist das schönste am Unterrichten, die Liebe zum Tanz weitergeben zu können und zu sehen, wie sich ihre Schüler*innen in ihren Kursen weiterentwickeln.