Junger mit schwarzem Hut tanzt

Jazz Dance

To dance, put your hand on your heart and listen to the sound of your soul.“ Mit diesem Satz von Luigi, der zu den wegweisenden Vertreter*innen des Jazz Dance zählt, ist bereits viel gesagt. Typisch für Jazz Tanz: eine rhythmische Vielschichtigkeit, der den vielbeschworenen Swing erzeugt, weiterhin die Gleichzeitigkeit der Isolation einzelner Köperteile, die wir als Polyzentrik bezeichnen, sowie das Spiel mit Beat und Off Beat. Die Verfilmung des Musicals „West Side Story“ (Choreografie: Jerome Robbins) Anfang der 1960er Jahre führte zu einem regelrechten Boom des Jazz Dance. Seine Ursprünge hat er in der afroamerikanischen Tanz- und Musikkultur Anfang des 20. Jahrhunderts, darunter Charleston und Swing. Künstler*innen wie Jack Cole und Katherine Dunham trugen maßgeblich zur Fortentwicklung des Jazz Tanzes bei und beeinflussten später Arbeiten von Choreograf*innen wie Alvin Ailey, Bob Fosse und Walter Nicks. Mit Gus Giordano, Matt Mattox und Luigi entstanden regelrechte „Jazztanz-Schulen“, die heute in einer Vielzahl von Verbindungen mit anderen Tanzstilen wie HipHop oder Modern Dance gelehrt werden.

Dozent*innen

Portrait Bridget Q. Fearn

Bridget Q. Fearn

Bridget Q. Fearn stammt aus Kalifornien und ist eine hochgeschätzte Kollegin mit einer langjährigen Tanz-Expertise, mit Ausstrahlung, Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und viel Humor. Vor allem bringt sie aber einen großen Reichtum an internationaler Tanz- und Performance-Erfahrung sowie viel Know-How im Unterrichten mit. Bridget wurde 1987 Teil der Dozent*innenfamilie des tanzhaus nrw und prägt mit ihrem Wissen in Ballett, Modern, Jazz und Tap Dance sowie HipHop den Unterrichtsbereich maßgeblich mit. Zusammen mit dem US-amerikanischen Tänzer Marvin A. Smith brachte sie in den 1990er Jahren einen aufregend neuen Spirit des Street Jazz, verortet irgendwo zwischen Urban und Jazz Dance, nach Deutschland und in das tanzhaus nrw.
Einige ihrer heutigen Schüler*innen besuchen ihre Kurse seit 25 Jahren. Auch der spätere Kontakt des tanzhaus nrw zu dem Tänzer, Dozenten und Choreografen Corey Action-Harrison aus Oakland kam durch Bridget zustande. Zudem ist Bridget zertifizierte Yogalehrerin und arbeitet mit Menschen zusammen, die an Parkinson und Multipler Sklerose erkrankt sind. Neben ihrer über 30-jährigen Lehr-Erfahrung trat sie als Tänzerin weltweit auf und erhält Choreografieaufträge u.a. für das Staatstheater Mainz oder für die deutsche Erstaufführung des Bowie-Musicals „Lazarus“ unter der Regie von Matthias Hartmann am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Porträt von Carlo Melis

Carlo Melis

Carlo Melis zählt zu einem der langjährigsten Dozent*innen am tanzhaus nrw. Seit 1989 unterrichtet er am Haus Modern und Jazz Dance und integriert Einflüsse des zeitgenössischen Tanzes. „Die Freiheit des zeitgenössischen Tanzes fordert die standardisierten Techniken des Modern und Jazz Dance heraus und wendet den Blick nach innen.” So geht es in Carlos Kursen weniger darum, eine Technik zu erlernen, als vielmehr eine Strategie wiederzuentdecken, die wir seit den ersten kindlichen Bewegungen in uns tragen: neugierig zu sein, sich und seinen Körper zu erleben und die eigenen Emotionen zu spüren. Die Teilnehmer*innen arbeiten bei den Bewegungen immer auch an deren Ursprung. „Wir beginnen erst dann zu tanzen, wenn Gefühle die Bewegungen antreiben.“
Carlo absolvierte seinen Eltern zuliebe eine Ausbildung zum Bautechniker, doch schon in seiner Jugend war er von den Künsten fasziniert und spielte beim Bewegungstheater und Living Theatre. Nach einem Workshop bei Bob Curtis, dem Wegbereiter des Afro Contemporary Dance, fand Carlo zum Tanz: „Eine solche Intensität hatte ich noch nie erlebt. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich tanzen will.“ So begann er im Alter von 26 Jahren klassisches Ballett, Modern und Jazz Dance in seiner Heimat Sardinien zu studieren. Später schloss er zudem ein Studium in Theater- und Tanzpädagogik an verschiedenen Hochschulen in Italien ab. Während eines Tanzstipendiums an der Folkwang Universität der Künste lernte Carlo bei der großen Wuppertaler Choreografin Pina Bausch, die seine weitere tänzerische Arbeit prägte. Er wirkte bei Fernsehproduktionen mit, arbeitete mit zahlreichen Kompanien und lehrte u.a. an der Tanzakademie Arnheim.

Porträt von Colin Sinclair

Colin Sinclair

Colin Sinclair ist ein kreatives Multitalent. Der Londoner ist nicht nur Tänzer, Choreograf und Dozent, er ist auch Designer für sein eigenes Modelabel und künstlerischer Leiter der Theater Company Sinclair Arts. Er war international als Model für namhafte Marken tätig und gründete später eine Künstler*innenagentur. Auch gewann er mehrere Auszeichnungen als Drehbuchautor und Filmemacher und legte ein Diplom an der New York Film Academy ab. Seine prägendsten Tanzerfahrungen sammelte er in den Londoner Underground Clubs. Bei einem Tanzevent im Covent Garden wählte ihn die Jury aus und lud ihn ein, an der Urdang Academy of Ballet and Performing Arts in London zu studieren. Im Anschluss arbeitete Colin als Tänzer und Sänger in zahlreichen TV-Shows und Musicals, darunter von 2000 bis 2003 bei „Tabaluga und Lilli“ von Peter Maffay. Colin war zudem als Choreograf für eine der größten US-amerikanischen Sender- und Filmproduktionsfirmen tätig. Colin unterrichtet heute Tanz in ganz Europa und ist seit 2005 als Dozent am tanzhaus nrw.

Emma Valtonen

Emma Valtonen

Emma Valtonen studierte Tanz und Tanzpädagogik in Finnland und Portugal. Nachdem ihre Abschlussarbeit in Finnland viele Monate aufgeführt wurde, arbeitet sie nun als Dozentin und Choreografin u.a. in Finnland, Italien und China. Sie liebt das Reisen und bildete sich international in verschiedenen Tanzstilen weiter - stets neugierig und verbunden mit dem Wunsch, neue, ungewöhnliche Wege und Bewegungssprachen zu erkunden. So prägen unterschiedliche Tanzrichtungen aus dem Urban Dance, aus Modern und Jazz Dance sowie verschiedene Körperarbeitstechniken Emmas Stil. Ihr Unterrichtsansatz ist sehr zugewandt und offen, ihre Teilnehmer*innen sind begeistert von ihrer “kreativen, fokussierten, liebevollen und humorvollen Art“ zu unterrichten. Emma selbst sagt über ihren Unterricht: „Meine Kursteilnehmer*innen sollen herausgefordert werden, ohne dass Druck aufgebaut wird oder ein Wettbewerb entsteht.“

Ivan Keim

Iván Keim

Iván ist in Mendoza, Argentinien, geboren und aufgewachsen. Er erhielt seine Ausbildung zum Tänzer an der UNA – National Art University und an der National Ballet & Modern Dance Academy, in Buenos Aires. Auf sein erstes Engagement beim Argentine National Ballett, folgten weitere als Tänzer in verschiedenen Bereichen und Stilen ­- von Modern Dance Companies, über TV-Shows bis zu Werbeaufnahmen. Nach seinem Umzug von Südamerika nach Europa, tanzte Iván u.a. für die Deutsche Oper Am Rhein, die Oper Köln, das Theater Bonn und die Oper Dortmund. 2018 gründete er die Tempecy – Modern Dance Company in Estland, mit der er als künstlerischer Leiter und Choreograf eine neue professionelle Seite des Tanzens kennenlernte. Heute arbeitet Iván hauptsächlich als Tanzdozent und Choreograf und folgt dem Credo: „Ich habe das Bestreben meine Expertise im Tanzbereich stetig weiter zu entwickeln.“ 

Studio Akademie

Joseph P. Cooksey

Joseph P. Cooksey arbeitet als Dozent mit den Tanztechniken des Modern Dance, Modern Ballet und Jazz. Er unterrichtete an der Juilliard School, dem Dance Theater of Harlem, am Alvin Ailey American Dance Center und am Philadelphia College for the Performing Arts. Er ist zertifizierter Lehrer für die Zena Rommett Floor-Barre Technik® und Master Teacher bei deren jährlichen Zertifizierungen.

Porträt von Othello Johns

Othello Johns

Wir trauern um unseren langjährigen Kollegen und Freund Othello Johns, der im Alter von 57 Jahren überraschend verstorben ist. Othello studierte u.a. an der Martha Graham School of Contemporary Dance, New York und unterrichtete Modern Jazz Dance und Breakdance am tanzhaus nrw. „Othello Johns war ein Dozent, der seit 20 Jahren mit Leidenschaft, unendlicher Geduld, Energie und Liebe hunderte von Kindern und Erwachsene für Tanz begeistert hat und die Karrieren etlicher junger urbaner Tänzer*innen gefördert und ermöglicht hat“, so Dorothee Schackow, die ehemalige Leiterin der Akademie über ihn. Sein großes Engagement für das tanzhaus nrw wurde sowohl von den Kursteilnehmer*innen, Dozent*innen und dem Team sehr geschätzt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Angehörigen.

Bettina Masuch für das Team des tanzhaus nrw

01/2021

Porträt von Svenja Schulte

Svenja Schulte

Svenja Schulte erhielt ihre Tanzausbildung an der Ballettschule A.M. Rodriguez. Seitdem ist sie als Tänzerin für zahlreiche Produktionen u.a. auch für das ZDF tätig. Als Coach und Choreografin arbeitete sie für den Movie Park Germany, Part Six, Toyota u.v.m. Seit 2010 ist sie als Tänzerin und Sängerin am Scala Theater Köln engagiert. Svenja bildete sich an mehreren Schulen fort, u.a. an der Iwanson Schule, München. Für sie ist das schönste am Unterrichten, die Liebe zum Tanz weitergeben zu können und zu sehen, wie sich ihre Schüler*innen in ihren Kursen weiterentwickeln. 

Tamara Rahil

Tamara Rahil

Tamara Rahil begann ihre Karriere mit Wettkampftanz im Bereich Jazz und Modern. 2013 entschloss sie sich, eine professionelle Bühnentanz-Ausbildung an der „dance emotion – freiburger akademie für tanz“ zu absolvieren. In den folgenden Jahren bereiste sie zahlreiche Länder, wie Italien, Großbritannien, die Ukraine und USA, um ihr Bewegungsrepertoire auszubauen und sich in den Bereichen Jazz, Contemporary und Hip-Hop weiterzubilden. Es sind diese Stile, die sie noch immer prägen. Heute arbeitet Tamara als Tänzerin und Tanzpädagogin sowie als Dozentin für Projekte wie das Chance Tanz Projekt „Hip-Hop Alive“ oder das europageförderte Erasmus+ Projekt „Dance Crew EU“ in Bologna/Italien. „Ich biete ein richtiges Training an, welches ein solides Fundament vermittelt und den Teilnehmer*innen ermöglicht, durch die Herausforderungen über sich hinauszuwachsen. Ich gebe viel Energie im Unterricht und strebe eine Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Spaß an. Bei mir geht es neben der Technik auch um die Haltung, die Attitude beim Tanzen.“, sagt Tamara.