Horton

Workshop mit Ricky Collins

Die Horton-Technik ist neben Cunningham, Humphrey-Weidman, Graham, und Limon-Technik eine herausragende und einzigartige Technik. Sie gehört zu den Techniken, denen ein „Bewegungscode“ zu Grunde liegt und viele wichtige Modern Dance Tänzer (Alvin Ailey, Bella Lewitzky, Carmen de Lavallade, JamesTruitte und Joyces Trisler) trainierten Horton.
Lester Iradell Horton (1906-1953) sagte bereits 1937 über seine Tanztechnik:  “Ich versuche jetzt aufrichtig, eine Tanztechnik zu schaffen, die ausschließlich auf Korrekturübungen basiert, die mit Kenntnissen der menschlichen Anatomie erstellt wurden; eine Technik, die körperliche Fehler korrigiert und einen Tänzer auf jede Art von Tanz vorbereitet, der er folgen möchte; eine Technik mit allen Grundbewegungen, die die Handlungen des Körpers bestimmen; kombiniert mit einem Wissen über den Ursprung der Bewegung und einem Sinn für künstlerische Gestaltung.”

Die Hortontechnik wird bis heute als Grundlage an der Alvin Ailey School of Dance, New York gelehrt. Sie ist durch ihre parallelen Bewegungslinien geprägt und unterstützt so die gesunde tänzerische Physis und ihre Elemente vereinfachen den Bewegungsfluss der Choreografien. Horton entwickelte eine Technik, die den Körper stärkt, streckt und unterstützt und somit vorbereitet um als Instrument für expressiven Tanz zu dienen. Zu einem umfangreichen Syllabus gehören „Fortifications, Preludes und Bewegungsstudien“. Daher ist Horton eine der Haupttechniken des modernen Bühnentanzes des 21. Jahrhunderts und ebnet den Weg zu renommierten zeitgenössischen Tanzensembles.

Blick durch das Fenster in ein Studio des tanzhaus nrw.

Ricky Collins

Ricky Le Wayne Collins ist zertifizierter Lehrer für die Horton Tanztechnik (Alvin Ailey School of Dance, New York).
Er wurde in Louisiana geboren und ist in Oakland, Kalifornien aufgewachsen und beherrscht sowohl Contemporary/Modern Dance (Horton, Graham und Dunham Technik) als auch Jazz Dance, Afrodance, Tap und Ballet. Nach seinem Studium am Merrit College in Oakland erweiterte er seine umfangreiche Ausbildung in Modern und Jazz Dance (Alwin Nikolais/ Murray Louis-Technik bei José Esquivel, Bill Evans, Alvin Mc Duffy, Lynn Simonson, Cecilia Marta, Matt Mattox) und Afro Dance (Jermaine Acony, Charles Moore). Nach der Leitung seiner eigenen Tanzschule ist er als Tanzlehrer und Choreograph in der freien Tanzszene präsent. Choreografien und Tanz für Afro ballet ensemble, Jazz Mania, Soloauftritte im deutschen Fernsehen mit Modern-Choreografie und mit diversen Künstlern.
Da Ricky sich als interdisziplinärer Künstler versteht, erlernte er u.a. auch Gesang bei Simone Durante (Nationaltheater Mannheim) und ist seit Jahren als Maler, Bildhauer (unter dem Pseudonym WAYNE LE ONE) und Poet auch in weiteren künstlerischen Feldern tätig.