Thomas Marek Trio

Footprints
Kleiner Saal
18 €, erm. ab 9 €
Termine
Das Bild zeigt vier Personen. Im Vordergrund steht eine Person, in Bewegung. Sie steht etwas nach vorne gelehnt und hat ihre Arme geknickt und angezogen. Links, hinten im Bild sitz eine Person an einem Klavier. Diese Person hat den Rücken in Richtung Kamera. Mittig im Hintergrund steht eine Person, die einen Kontrabass hält. Rechts davon sitzt eine letzte Person an einem Schlagzeug. Sie hält in beiden Händen jeweils eine Schläger. Die Person hat den linken Arm nach oben gerichtet. Das Bild ist gelb gefärbt.

Tap-Tänzer*innen sind zugleich Tänzerinnen und Musiker*innen – und Tap Dance war schon immer Teil des Jazz. Tap jedoch als eigenständige, perkussive Stimme im Jazz hörbar zu machen, als vollwertiges Perkussionsinstrument in einem zeitgenössischen, freien musikalischen Kontext, ist noch immer ungewöhnlich. Wenn Tap-Tänzer und Schlagzeuger Thomas Marek mit seinem Trio spielt, wird Bewegung hörbar: Die perkussiven Sounds des Tap verschmelzen mit den Arrangements und Improvisationen seiner Mitmusiker. Gemeinsam mit Pianist Patrick Bebelaar und Bassist Jan Roder lotet Marek die Grenzen von Jazz und Tap Dance neu aus.

In ihrer Performance verlassen sie klassische Songstrukturen und tauchen in freie Improvisationen ein, in denen Rhythmus, Melodie und Form immer wieder neu entstehen. Mareks virtuoser Tap Dance – erweitert durch die klanglichen Möglichkeiten des Drumkits – entwickelt dabei eine eigene Percussionssprache, in der der ganze Körper zum Instrument wird. Zusammen mit dem kraftvollen, expressiven Spiel von Bebelaar und Roder entsteht ein intensives Konzerterlebnis, das von der unmittelbaren Kommunikation der Musiker lebt – vom Zusammenspiel auf der Bühne.

Als Bühnenkünstler, Choreograf und Lehrer vereint Thomas Marek in seiner Arbeit seit 30 Jahren traditionelle und moderne Formen des Tap Dance mit zeitgenössischen musikalischen und theatralischen Elementen. Schon die Meister*innen, bei denen er lernte und die ihn inspirierten, haben ihrer Kunst erneuert: Honi Coles, Cholly Atkins, Chuck Green, Buster Brown, Jimmy Slyde und vor allem Brenda Bufalino, mit deren American Tap Dance Orchestra er Mitte der Neunzigerjahre durch Florida tourte.

Tief verwurzelt im Jazz spielt Thomas Marek mit den Möglichkeiten von Klanggestaltung, von Phrasierung, Touch und Sound. Er lotet den Raum aus, in dem sich der Tap Dance bewegt und verschiebt Grenzen. Dabei entdeckt er neue Ausdrucksformen, die an die Ursprünge des Tap anknüpfen, aus seinem kulturellen Kontext schöpfen – und neue Geschichten erzählen.

„Thomas Marek tanzte nicht nur zur Musik, sondern war vollwertiger Solist einer Band, die anstelle eines Saxophonisten einen Stepper in der ersten Reihe hat.“
Jazzpodium

„Thomas Marek erweckt eine alte Kunst zu neuem Leben.“
Werner Stiefele, Stuttgarter Zeitung

„Er zelebriert mit atemberaubender Präzision … Alles, was je Jazz war oder heute ist, funkelt.“
Frankfurter Neue Presse

Tanz, Drums: Thomas Marek; Piano: Patrick Bebelaar; Bass: Jan Roder.

Website: https://www.thomasmarek.com/ 

Grafik des Festivals TAP AHEAD 2026, mehrere rosafarbene Tap-Schuhe vor neongrünem Hintergrund.
Festival · 14. – 17.05.2026

TAP AHEAD