Uraufführung

MOUVOIR – École des Sables, Stephanie Thiersch & Alesandra Seutin

Until the Beginnings
Großer Saal
18 €, erm. ab 9 €
Termine
Das Foto zeigt vier Tänzer*innen, die in zwei Reihen performen. Sie führen eine dynamische Bewegung aus, in welcher sie nach vorn gebeugt sind und ihre Arme ebenfalls nach vorne ausstrecken.
Zwei Tänzer*innen befinden sich nebeneinander in pirouettenartigen Tanzbewegungen.

To begin again

Isn’t to go backwards

But to decide to go on.

(Amanda Gorman)

Auf der Leinwand globaler Rhythmen inszeniert Until the Beginnings ein energiegeladenes Tanzgedicht, das ein internationales Team von acht Tänzer*innen aus dem Senegal, Deutschland und Frankreich mit Musiker*innen aus den Bereichen Perkussion und Rap zusammenbringt. Die Regisseurinnen Alesandra Seutin (künstlerische Leiterin der École des Sables, Senegal) und Stephanie Thiersch (künstlerische Leiterin von MOUVOIR, Deutschland), die verschiedene Arbeitsweisen vertreten, weben eine Choreografie, die das Wesen der Gastfreundschaft herausfordert.
Aktuelle politische Verwicklungen wie die Kriminalisierung von Gastfreundschaft in vielen Teilen der Welt sowie Konzepte von Jacques Derrida und Anne Dufourmantelle und utopische Gemeinschaftsräume fanden ihren Weg in das Projekt. Gemeinsam begeben sich Alesandra Seutin und Stephanie Thiersch auf eine Reise, den Begriff „zu Hause“ zu dekonstruieren und die Möglichkeiten der Kultivierung eines gemeinsamen Gartens in einem Geflecht aus Kontinuität, Zyklen und sich verbindender Fäden.

Mit dem Performance-Konzert HELLO TO EMPTINESS war Stephanie Thiersch mit MOUVOIR 2022 zuletzt am tanzhaus nrw. Authentisch wie experimentell verhandeln die vielschichtigen Inszenierungen von MOUVOIR die wesentlichen Bereiche unseres modernen Lebens. Als kompromisslose Beobachterin seziert Stephanie Thiersch mit MOUVOIR ihre Umwelt: Popkultur, Philosophie und Bildende Kunst sind ihre Werkzeuge. Thiersch sieht ihre choreografische Arbeit in einem weiter gefassten Verständnis von interdisziplinärer Bewegungsforschung, die aktuell vor allem Musik in das choreografische Denken miteinbezieht.

Until the Beginnings entstand in einer transkontinentalen Kollaboration mit École des Sables und Alesandra Seutin. Die École des Sables ist ein internationales Zentrum für traditionellen und zeitgenössischen afrikanischen Tanz, eine Schule für theoretischen und praktischen Unterricht, ein Forschungslabor und ein Ort für Begegnungen und Austausch, Konferenzen und künstlerische Residenzen für Tänzer*innen und Choreograf*innen aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und verschiedenen Kulturen aus der ganzen Welt. Seit 2020 ist Alesandra Seutin die künstlerische Leiterin der École des Sables. Die internationale Performerin, Choreografin und Dozentin wurde in Harare, Simbabwe, geboren. Sie studierte Tanz in Europa, Afrika, Asien und den Vereinigten Staaten. Außerdem absolvierte sie eine Ausbildung an der École des Sables in Senegal, wo sie Schülerin von Germaine Acogny war, die ihre Technik an sie weitergegeben hat. Heute ist Alesandra Seutin eine Botschafterin dieser Technik, die sie an der École des Sables und in der ganzen Welt unterrichtet.

Dauer: 75 Min.

Auf Englisch, Wolof, Malagasy und Französisch.

Rahmenprogramm
Sa 18.05. 19:00 Physical Introduction

Künstlerische Leitung: Alesandra Seutin, Stephanie Thiersch; mit: Latif Arafan Wa-hab Diedhiou, Nadia Gabrieli Kalati, Cola Lok Yee Ho, Kezia Jonah, Margaux Marielle-Tréhoüart, Alexandre Nodari, Joel Suárez Gómez, Christ Zié; Musik: Tarang Cissokho, Shelly Quest; Konzept, Bühne, Choreografie: Stephanie Thiersch, Alesandra Seutin & das Ensemble; Kostüme: Lauren Steel; Licht: Begoña Garcia Navas; Management: Josefine Sautier; Produktion: Sarah Heinrich (MOUVOIR), Hervé Breuil, Paul Sagne (École des Sables); Finanzen: Béla Bisom, transmissions; PR, Social Media: Nina Lobinger; Presse: neurohr & andrä

Produziert von MOUVOIR e.V. und Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln, École des Sables Senegal, koproduziert durch tanzhaus nrw, Sommerblut Kulturfestival, gefördert durch Kunststiftung NRW, das NATIONALE PERFORMANCE NETZ. Koproduktionsförderung Tanz gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

MOUVOIR/Stephanie Thiersch wird gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturamt der Stadt Köln. Gefördert durch das Bündnis Internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.