Dt. Erstaufführung

Ula Sickle & Ictus

Holding Present
Großer Saal
18 €, erm. 9 €
Termine
Heute:
Eine Gruppe Tänzerinnen spricht in Megaphone
Eine weiblich gelesene Tänzer*in sitzt in der Hocke. Um sie herum liegen Tänzer*innen auf dem Rücken. Die Zuschauer*innen sitzen um die Tanzfläche herum.
Tänzer*innen gehen mit erhobenen Armen über die Tanzfläche
Ein*e Tänzer*in kniet vor einem Mischpult, um sie herum sitzen Zuschauer*innen.

„Jeder Protest ist eine Singularität. Doch überall auf der Welt haben Aufstände eine gemeinsame Grammatik. Eine Grammatik, die sich aus einer Vielzahl von Körpern zusammensetzt, die sich den Raum und die Zeit teilen, ihre Verletzlichkeit und die Dringlichkeit, den Status quo zu verändern. So wie ein einzelner Buchstabe nur sehr wenig ausdrücken kann und den Satz braucht, um Bedeutung zu erlangen, brauchen Körper – insbesondere die der Unterdrückten – das Kollektiv, damit ihre Botschaft verstärkt und gehört wird.“ (Persis Bekkering)

Holding Present ist eine neue Zusammenarbeit zwischen der Choreografin Ula Sickle und dem Brüsseler Ensemble für zeitgenössische Musik Ictus. Die Performance wurde visuell, lyrisch und klanglich vom Protest inspiriert und untersucht, wie eine individuelle Geste zu einem kraftvollen kollektiven Akt werden kann. Eine Gruppe von acht Performer*innen (Tänzer*innen und Musiker*innen) webt ein Gewebe aus bestehenden und neu in Auftrag gegebenen Kompositionen und baut langsam einen Moment, ein Momentum auf, das sich auf die Bruchstelle zubewegt, an der Individuen zu einer kritischen Masse werden.

In dem Stück kommen ungewöhnliche Instrumente wie ein schwingender Stierbrüller, Aluminiumrohre, handgehaltene Steine und Megaphone sowie ein modularer Synthesizer zum Einsatz. Die Tänzer*innen und Musiker*innen arbeiten zusammen, um sowohl die musikalische als auch die choreografische Partitur zu realisieren. Sie begeben sich gemeinsam auf ein neues Terrain und zeichnen Fluglinien in der Gegenwart auf. Auch das Publikum wird nach und nach in das Gewebe integriert, wird Teil des Augenblicks und ist für die Dynamik der Performance wesentlich mitverantwortlich.

Dauer: ca. 90 Min., open doors jeweils 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Konzept, Choreografie: Ula Sickle; Konzept, Musikalische Leitung: Tom Pauwels (Ictus); Komponisten: Alvin Lucier, Pauline Oliveros, Stellan Veloce und Didem Coskunseven; Neue Instrumente von Gert Aertsen; Kreation und Aufführung: Amanda Barrio Charmelo, Marina Delicado, Marie Goudot, Ruben Martinez Orio, Michael Schmid, Mohamed Toukabri, Tom Pauwels & Ula Sickle; Licht- und Tongestaltung: Ofer Smilansky; Szenografie: Richard Venlet; Kostüme: Wang Consulting; Dramaturgische Assistenz: Persis Bekkering; Produktion: Ictus & Outline.

Ko-Kommission des Stücks von Didem Coskunseven: Ircam-Centre Pompidou und Ictus; Koproduziert durch Ircam/Les Spectacles vivants-Centre Pompidou, Concertgebouw Brugge, KWP (in Pianofabriek), Perpodium; unterstützt durch Tax Shelter der belgischen Bundesregierung. Mit Dank für die Unterstützung des Canada Council for the Arts.
Gefördert vom Bündnis Internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.