#tanzhausstream

Mit #tanzhausstream senden wir gemeinsam mit Dozent*innen und Künstler*innen Botschaften aus dem digitalen Raum. Das will kein Ersatz für die Begegnung im Unterrichtssaal und bei Performances sein, sondern vielmehr eine Geste der Verbundenheit entlang des entfallenden Programms in Zeiten von Corona. Stay tuned, we keep you posted. #tobecontinued

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19.04.2020_BÜHNE

Claire Cunningham, ehemals Factory Artist am tanzhaus nrw, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin, deren Arbeit vom Gebrauch und Missbrauch ihrer Krücken und von der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Körperlichkeit geprägt ist. In dem Symposium „Choreography of Care”, gemeinsam mit dem tanzhaus nrw entwickelt und ursprünglich Mitte Mai terminiert, wollte sie ursprünglich gemeinsam mit verschiedenen Kompliz*innen folgendes Themenfeld untersuchen: Wie wirkt sich „Care“ – das Sorgen für sich und andere – als Arbeitsweise auf das Kunstwerk aus, wenn in der künstlerischen Zusammenarbeit, in Recherche, Probenprozess und Aufführung, bei Barrieren und beim Publikum auf einen sorgsamen Umgang geachtet wird? In zwei Podcasts (s. u.) erzählt uns Claire (auf dem Foto während ihrer Performance „Guide Gods”) via Archivmaterial und in Gesprächen von ihrer Arbeit. Das Symposium wird voraussichtlich während des Festivals Theater der Welt 2021 in Düsseldorf nachgeholt.

Für weiterführende Transkripte und Links zu Künstler*innen und Organisationen, die in den Podcasts erwähnt werden, bitte ganz nach unten scrollen.

Claire Cunningham mit Gehhilfen auf der Bühne.

Claire Cunningham: „In diesem Podcast spreche ich mit dem Dramaturgen und Künstler Luke Pell, der zusammen mit mir die Veranstaltung kuratierte, über einige der wichtigsten und prägendsten Ideen des geplante Symposiums – woher diese Ideen in Bezug auf unsere eigenen Praktiken und frühere Arbeiten kommen und warum das Konzept von „Care“ sowie das Wort selbst für uns wichtig geworden ist.”

Bitte beachten: Dieser Podcast enthält Erwähnungen (aber keine Beschreibungen) von Gewalt, die von LGBTIQ*-Personen erlebt wurden, sowie von häuslicher Gewalt.

Claire Cunningham: „2017 beauftragte ich Jak Soroka, eine Podcastreihe aus Interviews zu kuratieren, die ich während der Recherche zu meiner Performance „Guide Gods“ gemacht hatte. Dieser hier: „Crip Time, Finding Your Own Rhythm“ fühlt sich jetzt gerade wieder unglaublich relevant an, da momentan sichtbar wird, wie so viele Menschen plötzlich ihre „normative“ Beziehung zu Zeit, Zeitplänen und Produktivität auf den Kopf gestellt finden. Ich hoffe, Sie finden die Gedanken gleichermaßen interessant als auch hilfreich.”

14.05.2020_BÜHNE

Die Plattform Now & Next für künstlerischen Nachwuchs aus NRW zeigt regelmäßig erste eigene Arbeiten und Projekte junger Tanzschaffender aus der Region. Statt Bühnenperformances präsentieren Yana Novotorova, Philine Herrlein & Diana Treder nun einen Ausschnitt aus ihrer Recherche zu „Recircling“, in der sie Energien aus unterschiedlichen Perspektiven durchleuchten. Paula Pau & Igor Meneses sprechen über ihre Performance „Eminent Arrival“, in der sie verschiedene Konzepte von Körper und Glauben basierend auf ihren Lebensrealitäten verhandeln.

11.05.2020_JUNGES TANZHAUS

Fühlen wir uns nicht alle zuhause wie ein Popstar?

Die Performance Boys don’t dance, mit der sich das Junge Tanzhaus seit gestern bis einschließlich morgen an Grundschulkinder gewendet hätte, sendet euch stattdessen ein digitales Mitmach-Angebot: Zeigt uns euren Alltags-Move und sendet den Trailer an die Crew um den Choreografen und Tänzer Baba Takao. Der Lieblings-Move der tanzhaus-Crew übrigens ist der Crappy Do am Ende dieser liebe- und humorvollen Video-Botschaft.

Einsendeschluss: 09.06.2020 / Email: deinmove@emotion-crew.de

30.04.2020_SPECIALS

BEGINNERS SESSION TAP

Heute hätten wir die Eröffnung der Tap Dance Days gefeiert! Daniel Luka, das Gesicht des Tap im tanzhaus nrw und ab 2021 künstlerischer Berater der Tap Dance Days, schickt euch eine Session für Anfänger*innen nach Hause. Lasst euch von seiner Hingabe anstecken, anregen, aufmuntern. Und: Wer weiß, vielleicht wird der*die eine oder andere unter euch ein neuer Fan des Genres. Viel Freude!

23.04.2020_AKADEMIE

TRAININGSTIPPS URBAN DANCE

Surena, Powerfrau, Tänzerin und Dozentin am tanzhaus nrw, nimmt euch mit in das zurzeit leider leere Haus: Mitgebracht hat sie euch einen Trainingsplan zum Freestylen – nicht nur für Urban Dancer geeignet, sondern auch auf andere Genres übertragbar. Die Überschrift könnte lauten: From tanzhaus with love!

23.04.2020_BÜHNE

SIGNATURE MOVES von CENA 11

Mit Bewunderung wird Grupo CENA 11 um den Choreografen Alejandro Ahmed seit ihrer Gründung 1994 als die „Punks der brasilianischen Performance-Szene“ beschrieben. Denn ihre Bewegungen erscheinen bedingungslos, als lieferten sie sich selbst der Welt aus und stürzten sich, um jede Gefahr wissend, in sie hinein. In einer Serie von Tutorials unter dem Titel „Anatomía Virtual“ zeigen sie uns, wie sie ihre spektakulären „signature moves“ durch virtuos beherrschte Tanztechnik ermöglichen. Diese spezifische Körperlichkeit kann nicht ohne die derzeitige politische und soziale Lage in Brasilien gedacht werden. So erzählt jedes Fallen, Drehen oder Hantieren mit brachialen Objekten auch vom Ausgeliefertsein in einer Gegenwart, gezeichnet von Populismus und Nationalismus und jetzt durch die weltweite Gesundheitskrise verstärkt. Die neue Produktion „Dark Matter“ hätte am 24.04. im tanzhaus nrw Premiere gefeiert.

Aus dem Portugiesischen (Text im Video):

Min. 00:49 - Voodoo-Körper. Der Körper des Tänzers ist die Voodoo-Puppe. Die Bewegungen sind die Nadeln. Das Zielobjekt des Zauberspruchs ist der Körper des Publikums

Min. 01:35 - Frontales Fallen. Körper Subjekt-Objekt. Körper blockieren. Aktiviere neue Schutzfunktionen des Körpers. Bringe die Beziehung zur Schwerkraft durch Muskelmodulation zwischen Anspannung und Entspannung in ständigem Austausch mit der Umgebung. Beherrsche deine Emotionen, um neue Schutzfunktionen zu aktivieren, und nicht reaktiv mit Händen und Armen zu handeln. Positioniere den Kopf richtig.

Min. 02:13 - Stelle dir den Raum vor. Verkörpere den Raum. Der Raum als eine Erweiterung des Körpers. Der Körper als geschaffener Raum.

Min. 02:30 - Sich zu drehen ist ein Aufruf zur Veränderung. ändern, um weiterzumachen
In einer Position verbleiben, um etwas zu verändern.

Min. 03:00 - Der Stab ist ein Totem. der Schwerkraft. des Raums und. der Erinnerung.

Min. 03:16 - Sich zu drehen ist ein ritueller Prozess der Gegenwart.

Min. 03:29 - Der Zustand der Gegenwart, wird durch die Drehung beschworen. In der Drehung entfaltet sich auch die Art und Weise, in der der Raum von denjenigen wahrgenommen wird, die zusehen.

Min. 04:21 - Beschwörung, Veränderung und Bleiben. Feedback, Selbstorganisation, Immersion.

Min. 04:50 - Notfall, Kohärenz und Ritual.

19.04.2020_BÜHNE

Take #4 INTERVIEWS von Haus zu Haus

Dank für diese fruchtbare viertägige Zusammenarbeit mit euch, für euer Vertrauen und eure Offenheit, aber vor allem für die Möglichkeit, uns an einer künstlerischen Auseinandersetzung in einer solchen Ausnahmesituation teilhaben zu lassen: Katja Heitmann, Sander van der Schaaf, Wies Berkhout, Lea Christensen, Ornella Prieto und Karolien Wauters im Homeoffice in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Dänemark. Wir hoffen und glauben auf/an Motus Mori Düsseldorf im August 2020 live im tanzhaus nrw. Bleibt am Ball unter www.motusmori.com

18.04.2020_BÜHNE

Take #3 BEWEGUNGSPORTRÄTS

Heute stellt euch Katja in kurzen Bewegungsporträts vor, wie ihr Team mir dem Bewegungsangeboten von Düsseldorfer Bewegungsspender*innen, darunter Susanne, Arnika, Layla und Pavel, umgeht. In der Auseinandersetzung mit den sowohl anatomischen als auch abstrakten Bewegungsfragmenten entsteht zurzeit für alle eine neue Bewertung dieser Erfahrung: Durch die Erinnerung, Bewahrung, Vertiefung der Fragmente erleben die Tänzer*innen Wies, Lea, Karolien und Ornella im „Homeoffice“ eine andere Intensität von Verbindung, von Trost.

17.04.2020_BÜHNE

Take #2 WIE BEWEGUNG BEWAHREN?

Der Körper als Archiv: Heute macht Katja Heitmann in einer Lecture Performance in digitaler Miniaturform sichtbar, welcher Methodik sie bei der Archivierung von Bewegung folgt. Wieder mit dabei sind mit Wies, Lea, Karolien und Ornella vier ihrer Tänzerinnen im „Homeoffice“.

16.04.2020_BÜHNE

Take #1 EINFÜHRUNG

Probenprozesse in Zeiten von Corona? Die deutsch-niederländische Choreografin Katja Heitmann sucht für ihr Bewegungsarchiv „Motus Mori Düsseldorf“ in Zeiten physischer Isolation neue Wege, um zu proben, das gesammelte Material zu bewahren und neues zu finden sowie digitale Potenziale auszuloten. Gemeinsam mit ihrem Team stellt Katja euch in vier Takes ihre Idee sowie ihre aktuelle Situation vor, bei der sie täglich vier ihrer Tänzerinnen im „Homeoffice“ in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und Belgien für Proben digital zusammen bringt.
Das tanzhaus nrw hätte „Motus Mori Düsseldorf“, das mit dem Input einer Vielzahl von im Februar gespendeten Bewegungen Düsseldorfer Bürger*innen zustande kam, von heute bis Sonntag in seinen Räumen zugänglich gemacht. 

10.04.2020_SPECIALS

STATEMENT

48 Stunden ohne Kultur im Netz! Eigentlich hätten wir Karfreitag eine Performance des Flamenco-Tänzers, Choreografen und Kurators Juan Carlos Lérida live gestreamt. Die kulturpolitische Situation in Spanien hat sich jedoch derart verschärft – lest hier selbst, was uns Juan Carlos Lérida erzählt. Deshalb haben er und wir uns dazu entschlossen, sich dem Streik der spanischen Künstler*innen anzuschließen und 48 Stunden keine Kunst zu streamen. Wir unterstützen Juan Carlos und die spanischen Kunstschaffenden ausdrücklich dabei.

“Now more than ever and in the situation we find ourselves in, empathy, care as well as gestures of love are necessary and even vital.“ 

Und weiter: “A large number of artists and the cultural fabric that surrounds them, are currently offering and sharing multiple and varied artistic actions through the options available, to try to convey to the various social groups gestures of love, care and compassion in these moments. In response to the words of the Spanish Minister of Culture, where he expressed the absence of specific economic measures at this time, and in solidarity with the sector to which I belong, I personally adhere to a #apagoncultural of 48 hours without culture in social networks.“ Juan Carlos Lérida

Für weitere Updates folgt Juan Carlos Lérida auf seinem Account: Juan Carlos Lérida Official site

Porträt von Juan Carlos Lérida in schwarz weiß

09.04.2020_SPECIALS

DIGITAL TALK Über die Zukunft des Flamenco Festivals.

Dorothee Schackow, Festivalleiterin, übergibt an Juan Carlos Lérida, Choreograf, Tänzer und Kurator. Moderation: Susanne Zellinger, Journalistin

07.04.2020_SPECIALS

AUDIO-TROST

Musik ist ein zentraler Bestandteil des Flamenco Festivals. Dieses Jahr hätte Rafael Cortés sein Konzert „Así lo siento“ gegeben. Als Trostpflaster eine Übersicht an Streaming-Möglichkeiten seines neuen Albums, einfach HIER klicken.

Rafael Cortes hat seine Girtarre unterm Arm und schaut zum Fenster herraus.

03.04.2020_SPECIALS

Das Opening des elftägigen Flamenco Festivals wäre heute. Trotz der Absage aller Veranstaltungen haben wir uns entschieden: Wir machen weiter! Auf der Suche nach digitalen Formaten, mit Gesten der Verbundenheit und einer großen Lust auf neue Erfahrungen gehen wir nun erste Schritte mit #tanzhausstream. Deshalb: Freut euch auf kleine Botschaften aus dem digitalen Raum, die – das steht außer Frage – das Festival, die Begegnung im Bühnen- sowie Unterrichtsraum nicht ersetzen können.

Gruß der Dozent*innen

Und sonst

Smile, Smiley

Aktuelle Hinweise

Alles zur aktuellen Situation am tanzhaus nrw, Service und inspirierende Tipps in Zeiten von Corona.

zu den Updates

zusätzliche Materialien

28.05.2020_BÜHNE

Leben an der Grenze: Die Performance »Danza y Frontera« von Amanda Piña ist inspiriert von einem Tanz, der am Grenzbereich zwischen Mexiko und den USA entstanden ist. Er geht auf eine prähispanische Tanzform zurück und führt diese mit neuen Bewegungsformen zusammen. Die Performance hätte im Mai bei uns im Rahmen von Theater der Welt stattgefunden. Nun präsentieren wir euch den sehenswerten Film »Living in borderlands« von Susana Ojeda über die Performance.