Saïdo Lehlouh

Apaches / Urban Exchange Lab
Johannes-Rau-Platz & Konrad-Adenauer-Platz
Termine
24.09.2022 – 25.09.2022
Eine Gruppe von Tänzer*innen performt im öffentlichen Raum.
Eine großer Gruppe von Tänzer*innen steht auf einer Bühne und schaut einer Person während des Tanzens zu.
Eine Gruppe von Performer*innen rennt durch eine Lagerhalle. Die Personen sind verschwommen.

Auf den Pariser Straßen der Belle Époque taucht eine Gruppe Ausgestoßener zwischen Gang und Subkultur auf, die es vor allem auf bürgerliche Pariser*innen abgesehen hat, sie bedroht, überfällt und ausraubt: die Apaches Parisiens, eine Bezeichnung, die zunächst in einem Zeitungsartikel auftaucht und die sich die Gruppe dann aneignet. In Anlehnung an diese Gangster des Paris um 1900 lädt Saïdo Lehlouh eine Gruppe von 25 Tänzer*innen der regionalen und überregionalen urbanen Szene ein, die performative Intervention Apaches zu erarbeiten. Apaches bringt damit eine Gruppe von Künstler*innen zusammen, deren Tanzkulturen existenziell mit der Straße und urbanen Räumen verbunden sind und die von öffentlichen Plätzen sowie von den Bühnen der Hochkultur über lange Zeit verdrängt wurden und sich nach wie vor für Sichtbarkeit, Ressourcen und Anerkennung einsetzen müssen. In einem Workshopformat wird die Gruppe von Tänzer*innen aus der Region für eine Woche an Apaches arbeiten und die Intervention zu vier Aufführungen im Düsseldorfer Stadtraum bringen. Im Rahmen eines Labors für gemeinsamen Austausch bietet das tanzhaus nrw den Teilnehmer*innen von Apaches/Urban Exchange Lab Raum und Ressourcen für Vernetzung und Training neben den Workshops und Aufführungen.

Saïdo Lehlouh hat seine Wurzeln im Streetdance, tanzte bei der berühmten Bad Trip Crew und gehört zum Leitungsteam des Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne, dem collectif FAIR-E. Der Tänzer und Choreograf, der im vergangenen Sommer mit Wild Cat seine erste Choreografie zeigte, ist mit Apaches zurück am tanzhaus nrw.

Dauer: 30 Min.

Choreografie: Saïdo Lehlouh; Tanz: Adélaïde Desseauve, Bahar Gökten, Bernd Pierre Louis, Dalil Wave, Daria Nazarenko, Gloria Lucia Kapako, Hugo Burtel, Ilyess Benali, Johann Bae, Kofie Da Vibe, Kristina Kunn, Lizzie Lamprecht, Mathieu Rassin, Mika Albrink, Minh Uong, Nasrin Torabi, Nora Hertwig, Obinna Ejike, Paul Davis Newgate, Ruby Kofwski, Simeon Pohl, Sonja Reischl, Surena Fazelazar, Timothée Lejolivet, Yeliz Pazar; Produktionsleitung: Céline Gallet; Outside Eye: Johanna Faye; Sound: Kevin Haccoun; DJ : Fatmir Ziberi.
Eine Kreation von Cie Black Sheep; Produktion: Garde Robe; Delegierte Produktion: CCNRB. Das Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne, das vom Kollektiv FAIR-E geleitet wird, ist ein Verein, der vom Kulturministerium (Direction régionale des Affaires culturelles / Bretagne), der Stadt Rennes, dem Regionalrat der Bretagne und dem Departementsrat von Ille-et-Vilaine subventioniert wird. Mit der Unterstützung von Houdremont, scène conventionnée de la Courneuve und Arcadi Île-de-France. Gefördert durch NPN-STEPPING OUT im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.