Community of Practice

On Blind Spots and Deep Experiences
Geschlossene Veranstaltung
Termine

13.08. – 16.08. 

Im Sinne einer Community of Practice kommen Akteur*innen aus Tanz, Choreografie und Performance in einer temporären Gemeinschaft am tanzhaus nrw zusammen. Ausgangspunkt sind ihre spezifischen künstlerischen, produktionspraktischen und theoretischen Herangehensweisen und Arbeitsrealitäten, die sie in einer Reihe von Workshops miteinander teilen. Wie können wir im Austausch von spezifischem Praxiswissen von- und miteinander lernen? Wie können wir dabei Strategien entwickeln, die auf die blinden Flecken in Bezug auf Machtverteilung, strukturellem Ausschlussmechanismen und ungleichen Repräsentationspraktiken in der Kunst reagieren?

Ana Lessing Menjibar ist eine deutsch-spanische Performerin, Tänzerin, Choreografin und bildende Künstlerin aus Berlin. In ihren Performances verwebt sie Körper und Klang in Multimedia-Installationen, um poetische Welten zu konstruieren. Sie erforscht kontinuierlich eine konzeptionelle Interpretation des Flamenco und erweitert das Genre und Bewegungsvokabular, um dessen transformatives Potenzial im Kontext von Performance und zeitgenössischem Tanz zu verorten.

Barbara Lubich ist eine italienische Filmemacherin, Soziologin und Historikerin. Sie ist Mitgründerin der Zentralwerk Kultur und Wohngenossenschaft eG und lebt in Dresden. Ihre künstlerische Forschung mündet in filmischen und performativen Arbeiten, die sie in interdisziplinären Konstellationen realisiert.

caner teker, they, ist graduierte 2019 als Meisterschüler*in an der Kunstakademie Düsseldorf und studiert seit 2019 am SNDO in Amsterdam. Erste Vorstellungen wurden an Häusern wie tanzhaus nrw, Sophiensaele und Theater Neumarkt oder auf Festivals wie Radikal Jung und dem Favoriten Festival präsentiert. Im Kontext der bildenden Kunst zeigte caner teker Performances u.a. am Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und im Museum Abteiberg Mönchengladbach. 2020 erhielt caner teker den Förderpreis für Bildende Künste der Stadt Düsseldorf, war Guest Fellow am PACT Zollverein und zählt darüber hinaus zu den Stipendiat*innen der Norbert Janssen Stiftung in München.

Mamady Wegat studierte Kulturwissenschaft in Berlin. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Sound Studies, Postkolonialität und Wissenschafts- und Ideengeschichte. Er begleitet seit 2018 verschiedene künstlerische Projekte als Produktionsassistenz, zuletzt als Produktionsleiter und Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit beschäftigt er sich mit den Spuren kolonialer Wissensproduktion in historischen Tonaufnahmen.

Prof. Dr. Sandra Noeth arbeitet international als Kuratorin und Dramaturgin in freien und institutionellen Kontexten sowie als Dozentin. Als Leiterin der Dramaturgie- und Forschungsabteilung am Tanzquartier Wien (2009 – 2014) entwickelte sie eine Reihe von Recherche- und Veranstaltungsprojekten zu Konzepten und Praktiken von Verantwortung, Religion, Integrität und Protest im Verbindung mit Körpern. Sandra Noeth beschäftigt sich im Schwerpunkt mit ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie und mit Dramaturgie im Kontext körper-zentrierter darstellender Künste. Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Bücher.

ZOE (Marie-Zoe Buchholz) ist multimediale Performance-Künstlerin, Creative Director, Kuratorin und Coach aus Düsseldorf. In ihrer Kunst reflektiert sie über Rehabilitation und Rückaneignung, Magie und Marginalisierung, Aufarbeitung und Futurismus, wobei die Inklusion, Sichtbarkeit und das Empowerment strukturell diskriminierter Personen und deren Geschichten im Fokus stehen. Sie gehört zur ersten Generation Voguing-Performer*innen in Deutschland und war Mitglied des ersten deutschen „House“, welches die Szene hierzulande etablierte.

VOLUME UP wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.

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Festival · 06. – 22.08.2021

VOLUME UP

Ungehörte Stories, unbeachtetes Wissen