Double Bill

mit Arbeiten von THE ART OF ZOE & .Dencuentro
Großer Saal
€ 17 / erm. ab € 8,50 (inkl. VRR)
Termine
Einlass ab 19:30
Einlass ab 19:30
Einlass ab 17:30
Eine Tänzerin mit schwarzem Federkragen posiert in freier Natur
Eine Tänzerin steht zwischen Nadelbäumen und reckt die Hände in die Luft.
Eine Tänzerin wird aus der Froschperspektive im Wald gezeigt.
Drei Tänzerinnen flechten sich die Zöpfe
Eine Tänzerin in Jeans macht eine schnelle Handbewegung

Die Düsseldorfer Performance Künstlerin Zoe (Marie-Zoe Buchholz) nimmt sich im ersten Teil des Double Bill für erste Produktionen einem Mythos an, der gerade ein Comeback erlebt: die Hexe. Rebellisch und laut, provokant und hyperfeminin gibt sie eine feministische Antwort auf Sexismus, Patriarchat und den männlichen Blick, der Geschichte(n) als weiß und heteronormativ erzählt. Auch heute sind die Narrative der Hexe untrennbar verknüpft mit der in Deutschland und ganz Europa zwischen ca. 1400 und 1800 stattfindenden „Hexenverfolgung“, der zum großen Teil Frauen zum Opfer fielen, deren Wissen, Berufung oder Glaubenssystem nicht der Kontrolle eines christlich geprägten Machtsystems unterlag. In „FEMINA SAGA“ erzählt Zoe in einer ästhetischen Sprache aus Voguing, Poetry, Kostüm und Gesang eine Geschichte aus weiblicher Perspektive und stellt die Frage, in welchen Formen Weiblichkeit rehabilitiert und rückangeeignet werden kann. Diese Performance ist Widerstand – eine Reklamation für diejenigen, die in unserer Gesellschaft zu lange übersehen, unterdrückt, ausgebeutet und verdrängt wurden.

Die Performerinnen bereiten sich vor. Spannung, Abstand und Anziehung wachsen. Für einen kurzen Moment befinden sie sich in der Schwebe, bis ihre Körper schließlich unvermittelt aufeinander katapultiert werden und mit Wucht zusammentreffen. Ein dumpfes Klatschen. Die Körper umschlingen sich und lösen sich wieder voneinander, ehe sich die nächste Begegnung aufbaut. Im zweiten Teil des Abends konfrontieren und verflechten die drei Kölnerinnen Amanda Romero, Constanza Javiera Ruiz und Greta Salgado Kudrass als Kollektiv .Dencuentro den akademisierten Tanz mit der traditionellen Ausdrucksform des „Tinku“, einem bolivianischen Kampfritual. „SINP’A“ ist ein Stück der Begegnung und der Konfrontation. Die Begegnung, in der sich Frauen die Haare flechten, die Begegnung im Faustkampf, die Begegnung der Tänzer*innen mit der Musik und die Begegnung ineinander gleitender Körper. „SINP´A“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Kooperation und Widerstand verschiedener Identitäten und öffnet die physische Konfrontation als eine weitere Option, das Leben zu feiern.

Dauer: 2,5 Stunden inkl. Pause / in dt. und engl. Sprache

Begleitprogramm
So 20.09. „Female Figure Performance“ mit Zoe
So 20.09. Sorryless celebration mit .Dencuentro
So 18.10. anschl. Gespräch

 

„FEMINA SAGA“: Künstlerische Leitung, Choreografie, Performance, Text, Bühnendesign: Marie-Zoe Buchholz; Produktionsleitung: Teresa Zschernig; Musikalische Leitung, Komposition: Isabella Forster; Kostümdesign: Sergio Abajur; Choreografische Assistenz: Eray Gülay; Outside eye: Stephanie Thiersch; Technische Leitung, Lichtdesign: Julia de Werth; Videografie: Ramona Buschaus, Erwin Atienza.
„SINP'A“: Choreografie, Performance: Amanda Romero, Constanza Javiera Ruiz, Greta Salgado Kudrass; Produktionsleitung: Katrin Wiesemann; Musik, Komposition, Sound: Carlos Auza; Dramaturgie: Alexander Ernst; Choreografisches Coaching: Luz Zenaida; Kostüm: Lena Kremer; Bühnenbild: Sanaz Starcic; Technische Leitung, Lichtdesign: Philipp Naujoks; Video: Maurits Boettger.

 

„FEMINA SAGA“ ist eine Produktion von THE ART OF ZOE, koproduziert durch das tanzhaus nrw, gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, die Kunststiftung NRW sowie das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf; mit Unterstützung durch CocoonDance, Theater im Ballsaal. „SINP'A“ ist eine Produktion von .Dencuentro, koproduziert durch das tanzhaus nrw, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, das NRW KULTURsekretariat, die Kunststiftung NRW; Mit Unterstützung durch Proyecto mARTadero, das NRW Mittelzentren Förderung Tanz/Performance Bonn, CocoonDance, Theater im Ballsaal, Tanzfaktur Köln.