Uraufführung

Louise Lecavalier / Fou glorieux

Stations
Großer Saal
€ 22 / erm. ab € 8,50 (inkl. VRR)
Termine
Eine Person mit einem goldenen Tshirt macht eine Tanzpose vor einer goldenen Wand.

Wie ein „Gladiator, den es immer wieder aufs Neue in die Arena zieht“, wirft sich Louise Lecavalier, getrieben von einem vitalen Impuls, mit Leib und Seele in den Tanz. Dabei nimmt sich die kanadische Choreografin nichts weniger vor, als den Tanz zu erneuern.
In vier Stationen, die auf die zyklische Wiederkehr der vier Jahreszeiten oder die unendliche Weite der Himmelsrichtungen verweisen könnten, beschreitet sie ihren Weg als Solistin, immer auf der Suche nach einer eigenen, inneren Wahrheit. Mal in sich gekehrt, im nächsten Moment wie besessen, animalisch oder fluide – ihr Körper greift nach immer neuen Zuständen, als seien sie Nahrung für das schiere Überleben.

Louise Lecavalier lässt einen Tanz entstehen, dessen schwindelerregende Kreisbewegung sich um einen festen Bezugspunkt dreht, dabei leicht und geistesgegenwärtig ist. Selbst findet sie darin eine Quelle weiblicher* Kraft, die von den Klängen des Jazz-Saxofonisten Colin Stetson und weiteren Musiker*innen getragen wird.
Louise Lecavalier wurde bekannt durch ihren überwältigend energiegeladenen Tanzstil, den sie u.a. in der Arbeit mit La La La Human Steps und Édouard Lock in den 1990er Jahren entwickelte. In dieser Zeit entstandene Arbeiten haben heute Kultstatus – nicht zuletzt stand sie mit David Bowie und Frank Zappa auf der Bühne. 2006 gründete Louise Lecavalier ihre eigene Company „Fou glorieux“. Mit „So Blue“ schuf sie 2012 ihr erstes abendfüllendes Stück, gefolgt von „Battleground“ vier Jahre später. Beide Werke hatten ihre Uraufführung im tanzhaus nrw.

Dauer: 60 Min.

Rahmenprogramm
Sa 15.02. 19:00 Physical Introduction

Choreografie, Tanz: Louise Lecavalier; Probenleitung, künstlerische Assistenz: France Bruyère; Musik: Colin Stetson et al.; Lichtdesign: Alain Lortie; Bühnenbild (Beratung): Marc-André Coulombe; Kostüme: Yso.
Eine Produktion von Fou glorieux, koproduziert durch das tanzhaus nrw, HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste – Dresden, Festival TransAmériques Montreal, Harbourfront Centre Toronto, Usine C Montreal, National Arts Centre Ottawa und Diffusion Hector-Charland L’Assomption. Fou glorieux erhält Unterstützung durch den Conseil des arts et des lettres du Québec, den Canada Council for the Arts und den Montreal Arts Council. Eine Veranstaltung im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.