Maria Mercedes Flores Mujica & Kollaborateur*innen

La Vacabose
Großer Saal
18 €, erm. ab 9 €
Termine
Heute:
Eine Kollage. Vier gezeichnete Personen mit ausgeschnittenen Köpfen aus Fotografien. In der Mitte ein Ochse mit großen Hörnern. Gelebr Hintergrund mit bunten Sternen.
Zwei Performer*innen stehen sich auf einer Bühne von Publikum umgeben gegenüber. Sie tragen beide Kostüme aus karierten Flanellhemden und Jeansstoff, daran sind bunte Tücher befestigt. Eine*r der Performer*innen streckt die Arme nach hinten aus und ist nach vorne gebeugt, währen die*der andere Performer*in die Arme nach vorne ausstreckt. Beide lachen.
Zwei Performer*innen in Kostümen aus Jeansstoff und rotem Stoff knien auf dem Bühnenboden. Sie befinden sich einander gegenüber und eine der Personen streckt ihren Kopf mit geöffnetem Mund in die Höhe.
Eine große Gruppe von Personen tanzt gemeinsam auf einer Bühne. Sie sind in rosa-blaues Licht getaucht und tanzen eine Choreografie nach, die von einem*einer Performer*in vorgegeben wird.

La Vacabose findet statt, wenn die Party im Rausch endet. Zwischen Ekstase, Exzess, Trunkenheit und Langsamkeit durchlaufen die Performer*innen verschiedene Zustände des Seins. Sie schaffen einen Raum zum Feiern, zum Rückzug, zur Entfaltung und Verwandlung, einmal und immer wieder. Dabei lässt der Klang des venezolanischen Volkstanzes Joropo Landschaften der Savanne und ihre Bewohner*innen auftauchen.Der Raum verwandelt sich in ein Straßenfest, auf dem Menschen, Kühe, Dämonen und Göttinnen gemeinsam tanzen. Um die Weiblichkeit zu heilen und zu feiern, bricht Maria Mercedes Flores Mujica mit dem traditionell geschlechterspezifischen Paartanz. Inspiriert von venezolanischen Volksfesten, Heilungsritualen und ägyptischer Mythologie wird die Choreografie zu einer Form des Widerstands gegen Patriarchat und Kapitalismus.

Maria Mercedes Flores Mujica ist eine synkretistische, inter(un)disziplinäre venezolanische Tanzkünstlerin mit Sitz in Köln. Sie hinterfragt kulturelle Hierarchien, zeitgenössische Wissensproduktion und –rezeption. In ihren Arbeiten erforscht sie die Überschneidungen zwischen Trans- und Hyperkulturalität, Zeit-/ Raumverschiebung und erlebter Körperlichkeit durch die Erforschung von Volkstänzen und Musik. Die Erforschung von auditiven, visuellen und taktilen Rhythmen ermöglicht es ihr, Kommunikationsformen zu schaffen, die die Interaktion zwischen Performer*innen, Publikum und Raum überbrücken. Mit ermächtigungsorientierten, lustbetonten Körperpraktiken, einer Ästhetik des Informellen und der Collage als kompositorische Praxis schafft sie performative Ökosysteme, die auf der Bühne und darüber hinaus erblühen. Zur Vertiefung ihrer künstlerischen Forschung erhielt sie 2024 das Tanzrecherche-Stipendium des NRWKULTURsekretariats und war Residenzkünstlerin des K3 Choreographisches Zentrum in Hamburg.

Dauer: ca. 60 Minuten


 

Rahmenprogramm

Sa 05.04.

Anschließend Talk: Gemeinsam mit den Anderen 
Ein offener Austausch für alle. Gedanken teilen, Perspektiven hören – bei Wein und Snacks

Künstlerische Leitung: Maria Mercedes Flores Mujica; Kokreation, Performance: Sebastian Varra, Darya Myasnikova; Sounddesign, Komposition: Szymon Wójcik; Dramaturgie: Rodrigo García Alves, Niklaus Bein; Outside Eyes: Fa-Hsuan Chen, Claude Jansen; Kostümdesign & -kreation: Meret Zürcher, Marie AkouryVisuelle Identität: Monika Orpik, Lichtdesign: Sascha Görg, Maria Mercedes Flores Mujica

Eine Produktion von Maria Mercedes Flores Mujica und K3. Koproduziert vom tanzhaus nrw.