A.R.

Factory Artists 2017 – 2019

Im Juni 2017 zog mit Choy Ka Fai, Claire Cunningham und Ligia Lewis (von links) die zweite Generation der Factory Artists ins tanzhaus nrw ein. Jede*r einzelne überzeugt mit einer ausgeprägten künstlerischen Handschrift und Persönlichkeit und steht an einem Punkt der künstlerischen Entwicklung, an dem diese Partnerschaft zu neuen Schritten befähigen will. Gleichzeitig beleben die Künstler*innen – das haben Jan Martens, Sebastian Matthias und Alexandra Waierstall als die erste Factory-Generation gezeigt – sowohl den Bereich der Bühne als auch der Akademie des tanzhaus nrw mit neuen Impulsen. Alle drei Künstler*innen stehen für das, wofür sich das tanzhaus nrw in seiner künstlerischen Mehrsprachigkeit stark macht: etwa für mehr Diversität auf und hinter der Bühne sowie den Anspruch, dass sich die Sparte Tanz als Ort politischer Prozesse mitten in der Gesellschaft verortet sieht und Themen wie die „Politik der Minderheiten“, „körperliche Differenz“ und „Körper und Technologie“ in den Mittelpunkt rückt. Durch die Idee der Factory Artists setzt das tanzhaus nrw auch ein Statement hinsichtlich der Arbeitsbedingungen zeitgenössischer Choreograf*innen, die durch nomadisches Arbeiten, projektbasierte Förderung und Produktionsdruck geprägt sind. Das tanzhaus nrw setzt dem durch die kontinuierliche Zusammenarbeit und die längerfristige Verankerung am Haus sowie mit Freiräumen für Recherchen und die Entwicklung neuer Projekte etwas entgegen.

+++Gerade erschienen, kürt das Jahrbuch „tanz“ 2018, führendes europäisches Fachmagazin für Ballett, Tanz und Performance, die Choreografinnen Claire Cunningham und Ligia Lewis zu den Hoffnungsträgerinnen „mit den besten Aussichten“. Claire Cunningham, die auf Krücken angewiesen ist, „lässt uns teilhaben an ihrer Wahrnehmung von Welt und daran, wie sie auch uns verändert,“ so das Fachmagazin über die künstlerische Qualität der in Glasgow lebenden Performerin, Choreografin und Aktivistin. Nicht zuletzt gehe es ihr um „eine grundsätzliche Haltung zu Anpassung und Widerstand. Fazit: Selten so viele Aha-Erlebnisse im Theater gehabt“. Ligia Lewis kreiert „engagierte, dissonante, notwendige Tanzstücke“, heißt es über die in Berlin und New York lebende Choreografin und Tänzerin mit Wurzeln in der Dominikanischen Republik und den USA. „Sie schafft Räume für unerzählte Geschichten und überhörte Stimmen.“ Eine ihrer zentralen Fragen: „Kann die Black Box schwarze Erfahrungswelten abbilden, die die Grenzen bloßer Identitätspolitik sprengen?“+++

 

„Schluss mit dem nomadischen Produzieren!“ Statement von Bettina Masuch, Intendantin des tanzhaus nrw, in der Kwest 06_2014

Choy Ka Fai

Die jüngste Arbeit, „Unbearable Darkness“, von Choy Ka Fai feierte ihre Uraufführung vom 28.06. bis 30.06.2018 im tanzhaus nrw. Details HIER.

HIER, was die „tanz“ in ihrer Juni-Ausgabe 2018 über den ästhetischen Ansatz Choy Ka Fais schreibt. Autor: Arnd Wesemann (Bezahlschranke)

HIER, was die Westdeutsche Zeitung über „Unbearable Darkness“ sagt. Autor: Christian Laki


HIER, was die Rheinische Post über Choy Ka Fai im Rahmen eines Showings im Januar 2018 sagt. Autor: Klas Libuda

http://www.ka5.info

 

Newsletter
X
Spinner_newsletter