Raimund Hoghe

„Lettere amorose, 1999 – 2019“ Dt. Erstaufführung

tanz nrw 19

tanz nrw_Sa 18.05. 20:00

Im Jahr 1999, als der in Düsseldorf beheimatete Choreograf, Tänzer und Autor Raimund Hoghe „Lettere amorose“ in Brüssel probte, versuchten zwei Jungen aus Guinea im Fahrwerk eines Flugzeugs nach Europa zu gelangen. Als Yaguine Koita und Fodé Tounkara in Belgien ankamen, wurden sie tot aufgefunden. Bei sich hatten sie einen Brief, in dem sie die Situation in Guinea und ihre Sehnsucht nach einem Leben in Europa beschreiben. Jetzt, 2019, riskieren wieder Menschen ihr Leben und versuchen, in Europa zu überleben, und der Brief von 1999 wirkt als sei er heute geschrieben. Das war einer der Gründe, warum Raimund Hoghe „Lettere amorose, 1999 – 2019“ erarbeitete, basierend auf dem Stück von 1999. Jedoch stehen jetzt Briefe wie jener von Yaguine Koita und Fodé Tounkara im Zentrum – daneben ebenso Briefe von in Deutschland lebenden Türken und ein Brief der deutschen Dichterin Else Lasker-Schüler, die nach dem 1. Weltkrieg einen Freund in der Schweiz um Asyl bittet.

Dauer: 70 Min. / 19:30 Begrüßung / 21:30 Laudatio von Prof. Dr. Gerald Siegmund anlässl. Raimund Hoghes 70. Geburtstag + Empfang.

Hier ein aktuelles Porträt von Clemens Henle für die Rheinische Post.

Bitte beachten: Installation „Authorized“ von Lili M. Rampre vor und nach der Vorstellung, Foyer, Eintritt frei

Luda Giacomo Schulte

Konzept, Choreografie, Tanz, Ausstattung: Raimund Hoghe; Künstlerische Mitarbeit: Luca Giacomo Schulte; Licht: Raimund Hoghe, Amaury Seval. Eine Produktion von Raimund Hoghe – Hoghe & Schulte GbR (Düsseldorf), gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf. Unterstützt durch La Ménagerie de verre (Paris) im Rahmen von Studiolab und Teatro Municipal do Porto. tanz nrw 19 wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die Kunststiftung NRW, das NRW KULTURsekretariat, das tanzhaus nrw Düsseldorf, PACT Zollverein Essen, den Ringlokschuppen Ruhr Mülheim a. d. Ruhr, die Stadt Bonn, die Stadt Köln, das Kulturbüro Krefeld, das Theater im Pumpenhaus Münster, die Stadt Viersen und das Kulturbüro der Stadt Wuppertal.

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