Omar Rajeh/Maqamat Dance Theatre (LB)

„Facing the Blank Page“

In seinem aktuellen Solo stellt der libanesische Tänzer und Choreograf Omar Rajeh aufs Neue eine der zentralen Fragen, die im zeitgenössischen Tanz verhandelt werden: Er fragt nach der Präsenz des Körpers auf der Bühne, dem Verhältnis zwischen Künstler und Werk und der Beziehung von Autor und Text, Choreograf und Performer. In enger Korrespondenz mit den Kompositionen von Pablo Palacio, mit dem er eine markante Lichtinszenierung entwickelt hat, schafft er ein zugleich beeindruckend dichtes und luzides Solo. Kann der Körper für sich alleine stehen, ohne Assoziationen an einen kulturellen, religiösen oder politischen Kontext hervorzurufen? Und wenn ja, was würde das bedeuten?
Omar Rajeh zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der zeitgenössischen Tanzszene im Libanon. In seinen Arbeiten setzt sich der in Beirut lebende Choreograf mit sozialen und politischen Themen auseinander. Bereits im Jahr 2009 war er mit „The Assassination of Omar Rajeh” zu Gast im tanzhaus nrw. Omar Rajeh gründete im Jahr 2002 das Maqamat Dance Theatre und wird mit seinen Arbeiten europaweit zu Festivals eingeladen. Er initiierte Ausbildungsstrukturen in der libanesischen Haupstadt und gründete das Festival BIPOD, eine der wichtigsten Plattformen für zeitgenössischen Tanz in Arabien.

Der Einbruch des Politischen ins Private. Amin Farzanefar in „Qantara“, 16.01.2010, über „The Assassination of Omar Rajeh”

Mehr in WDR 5 SCALA 31.01.2013

Künstlerarchiv Facing the Blank Page Künstlerarchiv Facing the Blank Page

Choreografie, Tanz: Omar Rajeh; Musikkomposition: Pablo Palacio; zusätzliche Musik: Min Ed Eh Kunna Hina, Mohamed Abdul Wahab Nani, Anonymous interpretiert von Fadia Tomb El-Hage, Contralto Mahmoud Turkmani; Lichtdesign: Omar Rajeh, Pablo Palacio; Kostümbild: Mia Habis. Eine Produktion von Maqamat DanceHouse.

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