MOUVOIR / Orchestre Les Siècles / Asasello Quartett

„Bilderschlachten / Batailles d’Images“

Di 24.09. 20:00

Maßlos, vulgär, machtversessen! Im Mittelpunkt der jüngsten Kreation der Choreografin Stephanie Thiersch und der Komponistin Brigitta Muntendorf für acht Tänzer*innen, ein Streichquartett und ein Orchester steht die Frage: Was passiert, wenn die Fragen nach den Verhältnismäßigkeiten, nach dem „wie viel“ und „wie wenig“ nicht mehr zu beantworten sind? Wenn wir in dem, was uns gewohnt erscheint, die Orientierung verlieren und das Schöpferische glauben selbst in die Hand nehmen zu können? In der interdisziplinären Zusammenarbeit entsteht ein Ballett über das Ende der Welt, ein „ballet noir“, das zügellos in unserer Kulturgeschichte wildert. Das Monumentale und Verschlingende als Sinnbild für Macht und Patriarchat trifft in diesem Akt des künstlerischen Widerstands auf stille, leise und sanfte Versuche des Ausdrucks.
Stephanie Thiersch und Brigitta Muntendorf wollen mit „Bilderschlachten“ ein Nachdenken über den Zustand permanenter Überladung provozieren. Ausgangspunkt ist die exzellent komponierte Zitatenansammlung des Komponisten Bernd Alois Zimmermann „Musique pour le souper du roi Ubu“ aus dem Jahr 1968, ein musikalischer Gefahrenraum der Maßlosigkeit, des Vulgären und der Machtanhäufung, den es zu zerlegen gilt. Die Inszenierung für insgesamt 55 Künstler*innen feierte einen überwältigenden Erfolg anlässlich seiner Uraufführung in Nîmes.

„Between musicians, dancers and singers every sign of hierarchy is swept away.“ Thomas Hahn, „Danser-canalhistorique“, anlässlich der Uraufführung im Mai 2019

Dauer: 90 Min / anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Sa 28.09. 18:00 Offene Probe „INVENTASY“ von MOUVOIR / Stephanie Thiersch

La French Focale La French Focale La French Focale

Choreografie, Regie: Stephanie Thiersch; Musikregie: Brigitta Muntendorf; Komposition: Bernd-Alois Zimmermann „Musique pour le souper du Roi Ubu” (1968) / Brigitta Muntendorf „Sechs Stimmungen, Diktatoren zu versetzen“ (2018/19); Les Siècles Orchester, Dirigent: Benjamin Shwartz; Asasello Quartett: Rostislav Kozhevnikov (1. Violine), Barbara Streil (2. Violine), Teemu Myöhänen (Cello), Justyna Śliwa (Viola); Lichtdesign: Begoña Garcia Navas; Choreografie, Performance: Fabien Almakiewicz, Neus Barcons, Alexis „Maca“ Fernández, Julien Ferranti, Gyung Moo Kim, Alexandra Naudet, Camille Revol, Joel Suárez Gómez; Choreografische Assistenz: Marcela Ruíz Quintero; Kostüme: Sita Messer; Kostümassistenz: João Lamego; Outside Eye: Stawrula Panagiotaki, Fabrice Ramalignom; Produktionsleitung: Karolin Henze, Anna-Mareen Henke; Management: Tanja Baran, Béla Bisom. Fotos: La French Focale. Eine Produktion von MOUVOIR / Stephanie Thiersch, koproduziert durch Théâtre de Nîmes, Beethovenfest Bonn, tanzhaus nrw und ensemblenetzwerk Freihandelszone. In Kooperation mit Brigitta Muntendorf, dem Asasello Quartett und dem Orchester Les Siècles. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die RheinEnergieStiftung Kultur und das Kulturamt der Stadt Köln. Dieses Projekt ist Teil des Residenzprogramms schloss bröllin e.V., unterstützt durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und den Landkreis Vorpommern-Greifswald.

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