Eric Minh Cuong Castaing

„Phoenix“

Claiming Commons Spaces II

Fr 24.05. 20:00

Umgeben von Gadgets, tragbaren Computersystemen wie Smart Watches und anderen nahezu autonomen Geräten wie Drohnen, die uns als Spielzeug aber auch als Kriegsmaschine dienen, ändert sich unser Alltag stetig.
In „Phoenix“ des französischen Choreografen Eric Minh Cuong Castaing öffnet sich die Zwiespältigkeit im Umgang mit neuen Technologien für einen Blick auf ihre subversiven Anwendungen. Per Webcam und einem gehackten Server wird der Austausch mit sonst kaum zugänglichen Gebieten möglich, oder das Überwachungsinstrument zum Doku-Kanal: Live aus seinem Appartement in Gaza erzählt uns der in einem palästinensischen Flüchtlingscamp aufgewachsene Dabke-Tänzer Mumen Khalifa über seine Erfahrung mit den überwachenden Drohnen. Er lässt uns später die B-Boy-Gruppe Myus GB Crew vor dem Hintergrund einer Gebäuderuine in Gaza verfolgen.
Gemeinsam mit seiner Kompanie Shonen setzt sich Eric Minh Cuong Castaing, zurzeit assoziierter Künstler am Ballet National Marseille, seit Jahren mit der Verbindung von Tanz, Technologie und ethischen Fragestellungen auseinander. Von Haus aus bildender Künstler, steht der „revoltierende Körper“, wie er selber sagt, im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens und insbesondere die Erweiterung von Körperlichkeit durch Technik.

Dauer: 60 Min. / In englischer und arabischer Sprache

Sébastien Lefèvre

Konzept, Choreografie: Eric Minh Cuong Castaing mit den Tänzer*innen Jeanne Colin, Pauline Simon, Mumen Khalifa, Nans Pierson, Myuz GB Crew (Hamad Abu Hasira, Meuse Abu Matira, Mohammed Abu Ramadan); Live-Übersetzung: Tamara Saade, Drohnen-Pilot: Thomas Peyruse, Scott Stevenson; Musik: Gregoire Simon & Alexandre Bouvier (Yes soeur); Lichtdesign: Sébastien Lefèvre; Video: Pierre Gufflet; Régie: Julien Léo David, Mahmoud Alhaj; Kameramann in Gaza: Mostafa Abou Thoria; Unterstützung Koordination in Gaza: Suzanne Groothuis, Ingrid Rollema, Pieter de Ruiter; Videomontage: François Duverger; Dramaturgie: Marine Relinger; Outside Eyes: Alessandro Sciarrioni, Pauline Simon, Anne-Sophie Turion. Eine Produktion von Shonen, koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen des Bündnis internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; weiterhin koproduziert durch das Ballet National de Marseille, Festival de Marseille, Pôle Arts de la Scène – Friche la Belle de Mai, Charleroi danse, Centre Chorégraphique de Wallonie – Bruxelles, ViaDanse-CCN de Bourgogne Franche-Comté à Belfort, Institut Français du Liban, Center for visual arts 2 angles in Flers, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, CCN de Créteil et du Val-de-Marne / Compagnie Käfig, Institut Francais, Fonds Transfabrik und in Zusammenarbeit mit DICRéAM, Caisse des dépôts et Consignations group, Aubervilliers Laboratories. Claiming Common Spaces II ist ein Projekt des Bündnisses internationaler Produktionshäuser. Das Bündnis internationaler Produktionshäuser wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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