Choy Ka Fai

„UnBearable Darkness“ Uraufführung

Do 28.06. 20:00 + Fr 29.06. 20:00 + Sa 30.06. 20:00

„ankoku butō“, der Tanz der Finsternis, steht im Mittelpunkt der neuen Arbeit des Choreografen und Medienkünstlers Choy Ka Fai. Angeleitet vom Geist des Butoh-Altmeisters Tatsumi Hijikata begab er sich auf ausgedehnte Recherchen zum Erbe des Butoh: Seitdem der Tanzstil im Nachkriegs-Japan entstand und in den 1980er Jahren von dort aus die Welt eroberte, sind unzählige neue Formen entstanden. Für Choy Ka Fai steckt in der ausdrucksstarken Tanzform vor allem rebellisches Potenzial, das sich gegen die Übermacht der westlichen Tanzkulturen stellt und nach einer choreografischen Sprache für den asiatischen Körper sucht. Nicht zuletzt Séancen mit dem Geist Hijikatas lieferten die Inspiration für das Stück „UnBearable Darkness“, in dem Choy Ka Fai den äußerst umtriebigen Geist in einem Avatar wieder tanzen lässt. In gewohnt lakonischer Art verwebt er Archivmaterial, Interviews mit Zeitgenoss*innen Hijikatas und heutigen Butoh-Spezialist*innen sowie die kreative Kraft des Geistes selbst in einer gekonnten Engführung von aufgeklärten Technologien und spirituellen Erfahrungen.
Choy Ka Fai, Factory Artist am tanzhaus nrw mit Lebensmittelpunkt in Singapur und Berlin, widmete sich zuletzt in seiner „Dance Clinic“ der Aufgabe, mithilfe der künstlichen Intelligenz Ember Jello die Übel des zeitgenössischen Tanzes zu heilen. Bereits 2015 zeigte er mit „SoftMachine: Rianto“ erstmals eine Arbeit in Düsseldorf: Hier stellte er sein multimediales Archiv und Forschungsprojekt zu Tanzkulturen Asiens und einer damit verbundenen Kritik an westlich orientierten Blickweisen auf den Tanz in Asien vor. Eine erste Skizze für sein neues Projekt war bereits im Rahmen des Festivals TEMPS D’IMAGES unter dem Titel „How does a ghost choreograph?“ zu sehen.

Dauer: 60 Min.

HIER geht's zum WDR-Beitrag über „UnBearable Darkness“ von Nicole Strecker.

Katja Illner Katja Illner Katja Illner

Konzept, Dokumentation, Leitung: Choy Ka Fai; Choreografische Anwesenheit, paranormale Performance: Tatsumi Hijikata; Dance Engineering, Motion Capturing, Performance: Neji Pijin; Shaman in Ausbildung, Übersetzung, Performance: Tomoko Inoue; Dramaturgie: Tang Fu Kuen, Visuelles Design, Technologie: Brandon Tay; Assistenz Visual Design: Jiha Jeon; Musik: Raffael Seyfried; Kostüme: Rie Usui; Lichtdesign; Ray Tseng; Programmierung, Interface Design: Yusuke Kimura; Produktionsmanagement: Yap Seok Hui / Art Factory; Projektmanagement: Yoko Kawasaki; Company Manager: Mara Nedelcu. Fotos: Katja Illner. Eine Produktion von Choy Ka Fai, koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen von MOCCA – Motion Capturing Creative Area, ein Projekt der Hochschule Düsseldorf, LAVAlabs, Velamed GmbH und tanzhaus nrw, gefördert durch EFRE, sowie Kyoto Experiment. Gefördert durch die Kunststiftung NRW im Rahmen der Programmserie Ceremony Now!, unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und The Saison Foundation. Die Recherchen erhielten Unterstützung durch TPAM – Performing Arts Meeting in Yokohama, The Saison Foundation, The Japan Foundation Asia Center und das Hijikata Tatsumi Archive am Keio University Art Center

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