Work in progress

Ligia Lewis & Studierende des ZZT Köln

The (anti-)archive of desire
Foyer
Eintritt frei für Festivalbesucher*innen
Termine
Eine Frau liegt mit geschlossenen Augen auf dem Boden.

Festivalkuratorin und Choreografin Ligia Lewis denkt kritisch, durch das Brennglas von race als sozialer Kategorie, um die sozialen Zuschreibungen an den Körper zu befragen. Derzeit ist sie besonders interessiert an psychischem Stillstand – an einem Raum also, der den normalen Betrieb stilllegt, und es wird ein Ort geschaffen, an dem man über das nachdenken kann, was unsere intime Gegenwart heimsucht. Ligia Lewis‘ jüngste Arbeiten sind stark geprägt von Schwarzen Feminismen und Schwarzer Forschung von Wissenschaftler*innen, die in der Schwarzen Diaspora arbeiten, insbesondere auf dem amerikanischen Doppelkontinent, aber sie werden ebenso durch das Leben an sich, Freundschaften, Zufallsbegegnungen und anderen experimentellen Praktiken geformt.

Gemeinsam mit Studierenden des ZZT (Zentrum für Zeitgenössischen Tanz) Köln und dem Tanzarchiv Köln wird Ligia Lewis die Archivierungspraxis im Tanz innerhalb des europäischen Kontextes in Frage stellen. In einem laufenden Prozess, der sich während des Festivals und auch noch danach weiterentwickelt, werden Ligia Lewis und die Studierenden ein vorübergehendes, fiktionales Archiv der Sehnsucht erschaffen, das Momente innerhalb einer temporären gemeinsamen Geschichte neu ordnet, auseinandernimmt und neu zusammensetzt.

Ligia Lewis entwickelt expressive Konzepte, die Bewegungen, Sprache, Affekte, Gedanken, Beziehungen, Ausdrucksweisen und den Körpern, die sie tragen, eine Form geben. In ihren eigenen Arbeiten baut sie auseinanderlaufende Erzählungen, gespiegelt durch dunklen Humor und genutzt als Möglichkeit, um sich der Dystopie anzunähern. Durch Wechselbeziehungen, Chaos und Spiel materialisiert sie das Rätselhafte, Dichterische und Dissonante in ihrer Arbeit. Ligia Lewis war tanzhaus nrw Factory Artist am tanzhaus nrw und hat zahlreiche Preise gewonnen, zuletzt den Tabori-Preis.

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Festival · 06. – 22.08.2021

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Ungehörte Stories, unbeachtetes Wissen