Junges Tanzhaus on Demand

Analoge und digitale Performances für Schulklassen

Wir ermöglichen Tanz und Performance trotz Pandemie & Hybrid-Unterricht mit dem Programm Junges Tanzhaus on Demand. Im Rahmen von Take-off: Junger Tanz wurden eine Reihe von Klassenzimmerstücken und digitalen Performances koproduziert, die ab sofort für das neue Schuljahr 2021/2022 von Schulen buchbar sind. In direkter Absprache mit uns können einzelne oder mehrere Vorstellungen nach Möglichkeit zum Preis von je 3 € pro Schüler*in gebucht werden. Unser Angebot richtet sich analog oder digital an Schulen die ihren Schüler*innen in der Pandemie weiterhin Tanz und Performance anbieten möchten.

Die Reihe Kleine Monster richtet sich an Kinder im Grundschulalter während die Reihe Melancholie & Muskeln hingegen Stücke bündelt, die sich thematisch und ästhetisch an ein jugendliches Publikum wenden.

Für Buchungen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Verena Anker, Schulreferentin am tanzhaus: vanker@tanzhaus-nrw.de

Reihe Kleine Monster / Klassenzimmerstück

Alfredo Zinola
200 ways

In seinem Solo „200 ways“ nutzt der Tänzer und Choreograf Alfredo Zinola Bewegung, um eine Verbindung zwischen sich und dem Publikum zu schaffen. In dieser spielerischen Performance, die sich an ein junges Publikum richtet, kann schon die kleinste Bewegung eines Fingers viel erzählen. Auf diese Weise entsteht eine neue Bewegungsvirtuosität: Anstelle von Tricks und Sprüngen dienen einfache, alltägliche Gesten dazu, eine Begegnung zwischen Performer und Zusehenden zu erzeugen. Allein durch den Akt des Zusehens werden die Zuschauenden so zu Protagonist*innen. In diesem Austausch formt sich eine einzigartige Bewegungssprache, die Verständnis, Kompliz*innenschaft und Nähe erzeugt. „200 ways“ changiert zwischen Abstraktion, Persönlichem und Fantastischem, um ein unbekanntes, aber faszinierendes Bewegungsuniversum zu erschaffen, in dem eine ausgestreckte Hand genauso fesselnd wirkt wie ein Salto.
Alfredo Zinola, Factory Artist 2020 – 2022 am tanzhaus nrw, hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössischen Tanz für ein junges Publikum auch auf partizipative Weise erfahrbar zu machen.

Dauer: 50 Min.

Alfredo Zinola streckt die rechte Hand gegen die Kamera

Reihe Kleine Monster / Klassenzimmerstück

Alfredo Zinola
Other World

In „Other World“ laden Alfredo Zinola und Anne-Hélène Kotoujansky ein, in die Tiefen eines Klassenzimmers abzutauchen. Im Schulalltag ist dieser Raum ein praktischer, funktionaler Ort, in dem alle Gegenstände ihren festen Platz haben. Wie wäre es, wenn wir einen Moment innehalten, um alles genauer zu beobachten – all die Dinge, die sich in dem uns so vertrauten Raum befinden? Erscheint etwas in einem anderen Licht? Sehen wir was passiert, wenn die Kinder nicht im Klassenzimmer sind? Dann entdecken wir vielleicht sogar das Lagerfeuer, das abends zwischen den Tischen und Stühlen stattfindet. Doch nur, wenn wir die Perspektive wechseln und Abstand nehmen, schaffen wir es das Unsichtbare zu entdecken.
„Other World“ ist ein ortspezifisches Tanzstück in einem Klassenzimmer, eine ästhetische Erfahrung, die die Perspektive der Grundschüler*innen auf ihr gewohntes Umfeld verändern wird.

Dauer: 45 Min.

Mitten in einer Schulklasse steht ein Turm aus Stühlen.

Mein Interesse gilt der Produktion von zeitgenössischen Tanzstücken für Kinder. Inspirieren lasse ich mich dabei vom Verhältnis der Gesellschaft zur Welt der Kinder. Ich versuche, ein konsequentes und kompromissloses Erlebnis zwischen Publikum und Performer zu schaffen. Alfredo Zinola

Reihe Kleine Monster / Digitale Performance

Lea Martini, Enis Turan und Johanna Ackva
Wie es wirklich war

Wie ist das Universum entstanden? Ist es aus einer Nussschale, einer Rippe, aus Funken von Sternenstaub entsprungen? Und womit fing alles an? Mit einem Wort, einem Krachen, einem Moment perfekter Stille? In „Wie es wirklich war“ gehen die Künstler*innen Lea Martini, Enis Turan und Johanna Ackva gemeinsam mit den Teilnehmenden diesen Fragen nach. Im Gespräch, als Workshop und in Instant-Performances werden Vermutungen, Indizien und Beweise mithilfe von irdischen Materialien in Körpern und auf Bildschirmen realisiert. Das künstlerische Team entwickelte aus dem Bühnenstück „Eine Geschichte der Welt“ diese Online-Performance für Schulklassen. Auch hier gilt eine „sinnliche Einladung zu Offenheit, Fantasie und eigenem Denken“ (Potsdamer Neue Nachrichten).

Lea Martini studierte Tanz und Choreografie in Berlin, Arnheim und Amsterdam und gründete choreografische Kollaborationen wie das Performancekollektiv White Horse und Deter/Müller/Martini. Johanna Ackva ist Künstlerin mit Schwerpunkt Performance und Tanz. Enis Turan ist ausgebildet im zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Universität der Künste Island, freischaffender Tänzer und Choreograph in Berlin/NRW.

Dauer: 45 Min.

Männchen und Ball in Neonfarben auf dunkler Bühne

Reihe Melancholie & Muskeln / Digitale Performance

performing:group
Wir sind die – ein digitales Trashedy Klassenzimmerstück

Zwei Darsteller begeben sich auf eine Reise durch digitale Plattformen und konfrontieren sich dabei mit ihrem eigenen Konsumverhalten. Während sie sich durch bekannte Internetplattformen wie YouTube, Minecraft und Zoom bewegen, tauchen die Darsteller direkt in den digitalen (Schul-) Alltag ein. Auf unterhaltsame Weise thematisieren sie dabei komplexe Zusammenhänge wie die Entstehung der Menschheit oder den Einfluss des menschlichen Konsumverhaltens auf die Umwelt. Das Publikum ist eingeladen, mitzumachen und dabei über Möglichkeiten eines nachhaltigeren Lebens nachzudenken.
Anlässlich des Lockdowns durch die COVID-19 Pandemie hat performing:group dieses digitale Klassenzimmerstück entwickelt, basierend auf ihrem weltweit tourenden Stück „Trashedy“.

Dauer: ca. 80 Minuten

Zwei Performer*innen stehen hintereinander auf der Bühne und werfen Plastikbecher von sich.

Credits: 

„200 ways“  Von und mit: Alfredo Zinola; Produktion: Micaela Kühn Jara; Dramaturgie: Maxwell McCarthy; Musik: Caspar Hesselager; Kostüm: Claudia Hill; Licht: Marek Lamprecht; Technik: Emanuele Vallinotti.
Eine Produktion von Alfredo Zinola mit dem tanzhaus nrw im Rahmen von Take-off: Junger Tanz, Arts Printing House Vilnius und KLAP Maison pour la danse. 
Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Kunststiftung NRW, NATIONALES PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit besonderem Dank an das Tanzhaus Zürich und die Grundschule Flurstrasse in Düsseldorf.

„Other World“ Konzept: Alfredo Zinola; Performance: Anne-Hélène Kotoujansky, Alfredo Zinola; Musik: N.N.; Licht: Marek Lamprecht; Künstlerische Produktionsleitung: Micaela Kühn Jara; Vielen Dank an: Abigail Conway, André Uerba.
Eine Produktion von Alfredo Zinola, koproduziert durch das tanzhaus nrw und Stamsund Teaterfestival Norway. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

„Wie es wirklich war“ Erzähler*innen, Dinosaurierköpfe, Gesprächsleitung, Performance: Johanna Ackva, Enis Turan, Lea Martini; Ausstattung, Kostüme, Materialideen: Filomena Krause; Musik: Theresa Stroetges.
Eine Produktion von explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum, einem Kooperationsprojekt von fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg. Es wird gefördert durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR, die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie die Landeshauptstadt Potsdam und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.


„Wir Sind Die“ Idee und Konzept: performing:group; Regie: Daniel Mathéus und Ensemble; Mit: Faris Saleh und Micha Baum; Video: Faris Saleh; Stückentwicklung: Daniel Mathéus, Laura Cadio, Cecilia Castellari, Marie-Lena Kaiser, Micha Baum, Faris Saleh; Assistenz: Cecilia Castellari, Marie-Lena Kaiser; Klangkomposition: Martin Rascher; Kulturvermittlung: Laura Cadio, Julia Honer; Produktionsleitung: Laura Cadio, Martin Rascher; Dramaturgische Mitarbeit: Julia Mota Carvalho. Basierend auf dem Stück „Trashedy“. Original-Regie: Leandro Kees; Original-Stückentwicklung: L. Kees, D. Mathéus, M. Rascher.
Ein Stück von performing:group in Koproduktion mit dem tanzhaus nrw. Gefördert durch Take-off: Junger Tanz, das Kulturamt der Stadt Köln sowie durch das Programm „Reload. Stipendien für Freie Gruppen“ der Kulturstiftung des Bundes.