Trommler und Tänzer aus Afrika in einem Unterrichtsstudio.

Afrikanisch

Der afrikanische Kontinent mit 53 Ländern besitzt ein reiches Repertoire an unterschiedlichsten Tänzen, die – eng verbunden mit Musik und Gesang – tief im Alltagsbewusstsein der Menschen verankert sind. Der traditionelle afrikanische Tanz, wie er heute in Europa gelehrt wird, stammt zumeist aus Subsahara-Afrika und steht in enger Verbindung mit Live-Percussion. Im tanzhaus nrw findet vor allem die Vermittlung des Sabar statt, eine Tanz- und Trommeltradition aus dem westafrikanischen Senegal und Gambia und des dort beheimateten Wolof-Stammes. Sabar versteht sich als Werbetanz, der einst ausschließlich von Frauen getanzt wurde. Kennzeichnet für den Sabar ist eine sowohl tänzerische (als auch musikalische) Polyzentrik, damit ist die Gleichzeitigkeit der Isolation einzelner Körperteile gemeint, eine tiefe Verbindung mit dem Boden, eine große Dynamik und faszinierende Energie sowie Lebensfreude pur. 

Dozent*innen

Porträt von Oboja Adu

Oboja Adu

Oboja Adu ist Tänzer, Choreograf, Musiker und DJ aus Ghana. Als Ghanaian National Dance Champion repräsentierte er sein Land zum ersten Mal beim „Concord Malibu Worlddance Championchip“. Im Jahr 1989 gewann er mit seiner Gruppe Five Shining Stars aus Togo einen der begehrtesten Auszeichnungen für Tänzer*innen in Westafrika. Seit 1994 unterrichtet Oboja am tanzhaus nrw. Er ist außerdem Musikproduzent und künstlerischer Leiter von Keteke productions sowie Vorstandsvorsitzender und Gründer des Vereins „ENIJE for Afrika“, der jährlich die „Afrika Tage“ in Düsseldorf veranstaltet.