Sara Cano

„A palo seco“ Dt. Erstaufführung

Flamenco Festival

So 25.03. 20:00

Wuchtig und gleichzeitig klar und direkt: Sara Cano feiert mit ihrem ersten Solo den puren Tanz, der trägt wie ein a cappella-Chor. Mit deutlichen Anleihen im Butoh und im zeitgenössischen Tanz schafft sie ein Universum, das sie mit den Worten Kazuo Ohnos, der Butoh als Tanzstil maßgeblich prägte, beschreibt: Der Tanz kommt aus den Tiefen des Selbst, aus der Seele. Sara Cano macht sich auf den Weg, ihren Tanz anders zu formulieren, ihn in immer neue Formen zu gießen. Essenziell sind dabei ihre eigene Erfahrung und Traditionsverbundenheit sowie die Experimentierfreude mit anderen Stilen, die neue Perspektiven auf ihre Arbeit eröffnet.
In drei Szenen verfolgt sie ihre Schritte der Veränderung hin zu einer zeitlosen, aber umso persönlicheren Form des Tanzes. In der ersten Szene „KAI“ stehen sie Gewänder der Tanzstile im Mittelpunkt, wo die „Bata de Cola" auf Kimono trifft und der Fächer zum verbindenden Element zwischen Flamenco und Kabuki Theater wird. Es folgt das „Sintempo“, einer Reise in die Vergangenheit, die musikalisch den traditionellen Flamenco feiert und den Körper in die Welt des Butoh einführt. Im dritten Teil scheint Sara Cano in der Gegenwart angekommen und weist doch darüber hinaus: „A palo seco“ entwickelt eine ungeahnte Fluidität über die Genregrenzen hinweg. Den Sound dazu liefert der spanische Komponist Héctor Gonzáles.
Sara Cano vereint unterschiedlichste facettenreiche Stile und kombiniert sie neu: Das Repertoire der Choreografin und Tänzerin reicht von zeitgenössischem Tanz über Danza Española und Folklore hin zu Flamenco. Am Conservatorio Superior de Danza Mará de Ávila in Madrid absolvierte sie ein Studium in Choreografie und Interpretation und tanzte bei Teresa Nieto en Compañía, Fundación Antonio Guedes, Ibérica de Danza, La Gitana Cortés Company sowie im Musical „Enamorados Anónimos“ von Blanca Li und Javier Limón. Mit ihrem Stück „A palo seco redux“, das auch im Rahmen des diesjährigen Flamenco Festivals imtanzhaus nrw zu sehen ist, gewann sie den ersten Preis in der Kategorie Solo-Choreografie beim 23. Certamen de Danza Española y Flamneco. Für die Musik wurde Héctor Gonzáles ebenfalls ausgezeichnet.

Dauer: 55 Min. / anschl. Gespräch mit Susanne Zellinger

Bitte beachten: So 25.03. 18:30 Konzert „El Niño de los Caños“ von Cris López, Foyer, Dauer: 50 Min., Eintritt € 12,-

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Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz: Sara Cano; Szenische Leitung: Tèrese Nieto; Lichtdesign: Gloria Montesinos; Originalmusik: Héctor Gonzáles; Verwendete Musik: Aléix Tobías; Stimme, Gesangsarrangement: Alberto Funes; Kostümdesign: Elisa Sanz; Kostümanfertigung: Mayka Chamorro, Dolores Durán; Kostümmalerei: María Calderón; Lichttechnik: Gloria Montesinos; Soundtechnik: Jorge Días „Roy“; Grafikdesign, Foto: Marcosgpunto; Produktion: Sara Cano Compañía de Danza; Produktionsleitung: David Arrabal; Distribution: Elena Santonja. Eine Produktion von Sara Cano Compañía de Danza.

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