Jan Fabre/Troubleyn (BE)

„Prometheus Landschaft II" Europäische Erstaufführung

Im Rahmen der neuen Reihe GLOBAL DANCE ALLIANCES

Seine Kunst ist politisch, provokant, genreübergreifend und unkonventionell: Der belgische Allroundkünstler Jan Fabre sucht die Extreme und setzt bei seiner messerscharfen Analyse gesellschaftlicher Zusammenhänge auf polemische Überspitzung und bitterbösen Humor: Seine „Orgie der Toleranz“ wurde euphorisch im tanzhaus nrw gefeiert. Auch mit seiner neuen Kreation für mehr als neun Darsteller, die kurz nach der Uraufführung im amerikanischen Montclair nach Düsseldorf kommt, macht er den Lackmustest einer krankenden westlichen Gesellschaft. „Prometheus Landschaft II“ nimmt den „Rebell der griechischen Mythologie“, so Jan Fabre, zum Ausgangspunkt. Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte und infolgedessen den unerbittlichen Zorn des Gottes Zeus erfuhr, wird zum Inbegriff einer aufbegehrenden, stolzen Autonomie und gleichzeitig zum Zeichen einer bedingungslosen brutalen gesellschaftlichen Unterwerfung. Jan Fabre zieht Parallelen zu den Schlachtfeldern unserer Zivilisation und entlarvt Machtstrukturen des westlichen Imperialismus.
Jan Fabre gastiert bereits zum dritten Mal im tanzhaus nrw. Im Rahmen der Ruhrtriennale feierte er die legendäre Totenmesse „Requiem für eine Metamorphose“, in Düsseldorf war er zuletzt im Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen.

Radio-Nachbesprechung WDR 5 Scala 16.02.

Die Idee der Reihe Global Dance Alliances? Das tanzhaus nrw startet die neue Programmserie und bittet etablierte Künstlerpersönlichkeiten, einen vielversprechenden Choreografen der jüngeren Generation einzuladen, und die jeweilige Arbeit in einem gemeinsamen Zeitrahmen gemeinsam vorzustellen. Ergänzt wird die Programmreihe, die der Idee des "kuratierenden Choreografen" folgt, von einem Rahmenprogramm mit Filmen und Gesprächsrunden. Im Februar steigen der belgische Regisseur Jan Fabre und der in Belgien arbeitende Ivo Dimchev auf das Tandem.

Vorschau Global Dance Alliances bis Oktober 2011: März: Olga Pona (RU); Juni: Sidi Larbi Cherkaoui & Gregory Maqoma (BE/ZA); Oktober: Attakalari (IN); November: Crystal Pite (DE/CA) und

Wonge Bergmann Wonge Bergmann Wonge Bergmann

Konzept, Leitung, Choreografie, Bühnenbild: Jan Fabre; Dramaturgie: Miet Martens; Text: Jeroen Olyslaegers, Jan Fabre, basierend auf Aischylos „Der gefesselte Prometheus”; Tanz: u.a. Annabelle Chambon, Cédric Charron, Ivana Jozic, Kasper Vandenberghe, Kurt Vandendriessche, Gilles Polet, Laurence Goldhuber, Katarina Bistrovic-Darvas, Kasia Makuch, Vittoria Deferrari; Musik: Dag Taeldeman; Licht: Jan Dekeyser, Jan Fabre; Kostüme: Andrea Kränzlin; Musik: Tom Buys; Technische Koordination: Kris Van Aert; Produktions- und Tourmanager: Tomas Wendelen.
Eine Produktion von Troubleyn/Jan Fabre Antwerpen, koproduziert durch Peak Performances @ Montclair State University USA, Théâtre de la Ville Paris, Napoli Teatro Festival Neapel, Malta Festival Poznan, tanzhaus nrw, Zagreb Youth Theatre, Territory Festival Soshi und Exodos Ljubljana. Die Reihe Global Dance Alliances wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.

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