In einem gemeinsamen Programm stellen sich vier junge Choreografen aus Indien erstmalig in Deutschland vor. Die Arbeiten wurden im Rahmen eines Mentorenprogramms am Attakkalari Centre for Movement Arts in Bangalore entwickelt und erhielten u.a. den renommierten Robert Bosch Young Choreographers Award.
Das Solo „Nadir“, zu übersetzen mit „Der tiefste Punkt“, stammt von Diya Naidu und lotet in der Verbindung von Videoprojektionen und zeitgenössischem Tanz das Themenfeld von Isolation und Vereinzelung aus. Die Tänzerin und Choreografin präsentierte ihr Stück erstmalig im Juni 2011 in Bangalore bei einer Plattform für junge Choreografen. „Padheyam“, choreografiert von Santhosh V. S., ist in einer Version für drei Tänzer zu sehen und findet eine dynamische Bewegungssprache für die Herausforderungen einer Lebensreise. „Padheyam“, zu übersetzen mit „Essenz des Lebens“, wurde bereits in Schweden, Großbritannien und Indien aufgeführt. In einer quadratischen Lichtinstallation siedelt der Tänzer Denny Paul sein Stück „Uyire“, zu übersetzen mit „Lebenskraft“, an: Das biografisch inspirierte Solo findet symbolkräftige Bilder für das komplexe Verhältnis von Gegenwart und Vergangenheit. Die Tänzerin Hemabharathy Palani inszeniert in dem mit „Form“ übersetzbaren Solo „Uruvam“ eine mediale Verschränkung von Tanz und Videoprojektionen und beleuchtet die Gender-Thematik vor dem Hintergrund der kulturellen Tradition Indiens.
Für Schulen auch Di 11.10. 10 Uhr. Rückfragen und Anmeldung bitte bei Kornelia Michalik.
„Nagarika“ Interaktive Installation Do 13.10. bis Sa 15.10. 18 Uhr – 22.30 Uhr, Foyer, Eintritt frei. „Nagarika“ ist ein Forschungs- und Dokumentationsprojekt, das dem Zuschauer die Bewegungsprinzipien des traditionellen indischen Tanzes Bharatanatyam und der Kampfkunst Kalarippayattu zugänglich macht. Eine interaktive Installation visualisiert die faszinierend komplexen Bewegungssysteme.
Global Dance Alliances: Das tanzhaus nrw beauftragt im Rahmen seiner Programmreihe „Global Dance Alliances“ etablierte Künstlerpersönlichkeiten damit, viel versprechende Choreografen der jüngeren Generation zu empfehlen. Die Arbeiten beider Generationen werden zeitgleich im tanzhaus nrw vorgestellt, ergänzt von einem Rahmenprogramm. Im Oktober hat der renommierte indische Choreograf Jayachandran Palazhy vier junge indische Choreografen eingeladen.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Global Dance Alliances“, gefördert durch die Kunststiftung NRW. Das Foto zeigt einen Auszug aus dem Stück von Santosh V.S., fotografiert von Sheetal Jain.