Choy Ka Fai

„SoftMachine: Rianto"

im Rahmen der Spielzeiteröffnung 2015/2016

Sa 05.09. 21:30 + So 06.09. 18:00 Die Spielzeiteröffnung

Der indonesische Tänzer Rianto stammt aus Java und erlernte dort in jungen Jahren neben anderen Tanzformen den traditionellen erotischen Tanz Lengger. In seinem Solo für das SoftMachine-Projekt des Performancekünstlers Choy Ka Fai inszeniert er virtuos Verführungsstrategien zwischen männlich und weiblich assoziierten Bewegungen und Gesten. In der dokumentarischen, raffiniert angelegten Cross-Gender-Performance führt der mittlerweile in Tokio lebende Künstler das Spannungsverhältnis zwischen traditionellen und zeitgenössischen choreografischen Praktiken vor und reflektiert die globalen Verschiebungen von ländlichen und urbanen Lebensformen.
Der aus Singapur stammende Künstler Choy Ka Fai dokumentiert seit 2012 mit einem multimedialen Archiv und einer Serie von Performances Entwicklungslinien des Tanzes in Asien. Neben dem Solo von Rianto initiierte Choy Ka Fai noch weitere Tanzstücke mit Künstlern aus Indien, China und Japan, deren Arbeiten aus seiner Sicht wichtige Impulse für die Entwicklung einer zeitgenössischen Perspektive auf den asiatischen Tanz geben. Ausgangspunkt war, die differenzierte Tanzkultur Asiens jenseits einer durch die westliche Kulturszene mystifizierten oder als exotisch markierten Perspektive zu dokumentieren und in einen Diskurs über gesellschaftspolitische und künstlerische Zukunftsszenarien einzubinden. Choy Ka Fai studierte Kunst in Singapur und London und ist derzeit Artist-in-residence am Berliner Künstlerhaus Bethanien.

Dauer: 40 Min. / So anschl. Filmdokumentation über das Projekt „SoftMachine“ und Lecture-Talk

„Das ist ein Performance-Schmuckstück mit spannendem zeitgenössischen Material, und so brillant getanzt, wie man das selten erlebt.“ Neue Zürcher Zeitung (NZZ) im August 2015

„Als indonesische Transe kokettiert Rianto mit dem Publikum und wirkt so zart und weiblich, dass man es kaum glauben mag, als beim Entkleiden kräftige behaarte Männerbeine zum Vorschein kommen.“ Michaela Schlagenwerth, „Berliner Zeitung“ am 24.08.2015 anlässl. der Aufführung beim Festival Tanz im August 2015.

Law Kian Yen Law Kian Yen Law Kian Yen Law Kian Yen

Konzept, Regie, Performance, Dokumentation: Choy Ka Fai; Choreografie, Performance: Rianto; Dramaturgie: Tang Fu Kuen; Sounddesign: Zulkifle Mahmod; Lichtdesign: Andy Lim, Stage „Live“, Produktion, Technische Leitung: Yap Seok Hui. „SoftMachine“ entstand im Auftrag von Esplanade – Theatre on the Bay, Singapur für da:ns festival 2015. Die Entwicklung des Projekts wurde gefördert von National Arts Council, Singapur. Mit Unterstützung durch TheatreWorks Singapur, danceBox, Kobe – Kyoto – Experiment, Attakkalari Centre for Movement Arts Bangalore und Living Dance Studio Beijing. Das digitale  Archiv von „SoftMachine“ entstand durch die Unterstützung von de Singel Antwerpen. Alle Veranstaltungen der Spielzeiteröffnung finden statt im Rahmen des Projekts „ZUSAMMEN – zeitgenössische Tanzformen des Kollektiven“, gefördert durch die Kunststiftung NRW. Dank an Stadtrevue Köln, Coolibri.

 
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