Choy Ka Fai

„Dance Clinic“ Uraufführung

Do 29.06. 20:00 + Fr 30.06. 20:00 + Sa 01.07. 20:00

Wo tut es weh? Welche Therapie und welche Medikamente braucht der Patient? Choy Ka Fai, in Singapur und London ausgebildeter Medienkünstler und selbst ernannter „Dance Doctor“, lädt Choreografinnen und Choreografen in seine „Dance Clinic“ ein. Jede Vorstellung entspricht einer individuellen Konsultation, bei der mithilfe von „Ember Jello“, eines von Choy Ka Fai entwickelten Prototyps künstlicher Intelligenz, Künstler eine Auswertung ihrer individuellen choreografischen Arbeitsweise samt Symptom-Analyse, Schwachstellen-Check, Behandlungsplan und Optimierungstipps erhalten. Mit ironischen Verweisen auf die gängige Faszination für Technologie inszeniert Choy Ka Fai gleichermaßen virtuos und unterhaltsam eine Performance, in der das Verhältnis von Choreografie und Wissenschaft sowie von technologischen und kreativen Prozessen beleuchtet wird.
Bereits im Januar 2017 zeigte der ehemalige Stipendiat am Berliner Künstlerhaus Bethanien beim Festival TEMPS D’IMAGES im tanzhaus nrw erste Ergebnisse seiner Forschung an der Schnittstelle von Tanz und neurologischen Prozessen. 2015 zeigte er mit „SoftMachine: Rianto“ erstmals eine Arbeit in Düsseldorf, in der er sein multimediales Archiv und Forschungsprojekt zu Tanzkulturen Asiens und einer damit verbundenen Kritik an westlich orientierten Blickweisen auf den Tanz in Asien vorstellte.

Neben den Choreografinnen Claire Cunningham und Ligia Lewis zählt Choy Ka Fai zu den neuen Residenzkünstlern des tanzhaus nrw, den sogenannten „Factory Artists“. In den kommenden zwei Jahren nutzen sie das Haus kontinuierlich als Recherche-, Produktions- und Aufführungsort und rücken Themen wie körperliche Differenzen, die Politik von Minderheiten sowie Körper und Technologie in den Mittelpunkt. Claire Cunningham lebt und arbeitet in Glasgow. Ligia Lewis, deren Lebensmittelpunkt aktuell in Berlin und New York liegt, ist in der Dominikanischen Republik geboren und in Florida aufgewachsen und Choy Ka Fai ist in Singapur sowie Berlin ansässig. Sowohl mit ihren künstlerisch ganz unterschiedlichen Positionen als auch mit ihren verschiedenen kulturellen und geographischen Backgrounds tragen sie neue Impulse in das tanzhaus nrw hinein und damit zu mehr Diversität auf der Bühne sowie im Publikum bei. Claire Cunningham war im Mai erst mit „The Way you Look (at me) Tonight“ gemeinsam mit Jess Curtis im tanzhaus nrw zu sehen und wird mit „Give Me a Reason to Live“ ein nächstes Gastspiel am 02. + 03. Oktober zeigen. Ligia Lewis präsentiert mit „minor matters“ ihre Arbeit erstmals am 08. und 09. Dezember in Düsseldorf.

Dauer: 60 Min. / in englischer Sprache

Katja Illner Katja Illner Katja Illner

Konzept: Choy Ka Fai; Artificial Intelligence Agent: Ember Jello; Tanzpatient X: Darlane Litaay; Tanzpatient Y: Susanne Grau; Technik, Medienberater: Mi You; Interface Design: Yusuke Kimura; Visuelles Design: Brandon Tay; Licht-, Raumdesign: Ryoya Fudetani; Management: Mara Nedelcu. Eine Produktion von Choy Ka Fai, koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen von MOCCA – Motion Capturing Creative Area, ein Projekt der Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Medien, LAVAlabs, Velamed GmbH und tanzhaus nrw, gefördert durch EFRE. Weiterhin koproduziert durch Da:ns Festival Esplanade Theatres on the Bay, Singapur.

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