Candoco Dance Company / Yasmeen Godder & Hetain Patel

„Face In“ & „Let’s Talk About Dis“ Dt. Erstaufführung

Fr 25.05. 20:00 + Sa 26.05. 20:00

Für die in London ansässige Candoco Dance Company, in der Tänzer*innen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten, kreierten die Choreografin Yasmeen Godder sowie der bildende Künstler Hetain Patel ein Doppelprogramm. „Face In“ von Yasmeen Godder ist eine Ode an die Imagination, die mit verstörenden Bildern und überbordendem Bewegungsdrang eine ganz eigensinnige Kraft entfaltet. Mit großer Lust loten die sieben Tänzer*innen sowohl Banalitäten als auch Extreme aus. Gesichter schneiden groteske Grimassen, soziale Konventionen geraten aus den Fugen, fast scheint es, als wären die Naturgesetze außer Kraft gesetzt. Diese turbulente fiktionale Welt wirkt vertraut, aber gleichzeitig seltsam verzerrt.
Im Gegensatz dazu werfen die Tänzer*innen in „Let’s Talk About Dis“ nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Persönlichkeiten und Erfahrungen in den Ring. Sie stellen sich einer spielerischen Befragung von Identität und Behinderung, jenseits von äußerlicher Erscheinung und oberflächlichem Vorurteil. Hetain Patel lässt sie dabei auf der Klaviatur des Humors von charmant über albern bis böse spielen.
Die Candoco Dance Company arbeitet mit international bekannten Choreograf*innen zusammen. Darüber hinaus leistet sie wegweisende Arbeit in der Ausbildung und Vermittlung. Die israelische Choreografin Yasmeen Godder, die erstmals mit Candoco zusammenarbeitete, widmet sich in ihren Recherchen alternativen Bewegungsformen, Kompositions- und Vorstellungsformaten. Ihre Inszenierungen sind regelmäßig am tanzhaus nrw zu Gast, zuletzt die partizipative Performance „SIMPLE ACTION“. Der bildende Künstler Hetain Patel arbeitet interdisziplinär zwischen bildender Kunst, Theater und Film. Sein Video „Don’t Look at the Finger“ wurde im Rahmen des Kinder- und Jugendfestivals „You’re invited, if that’s ok?“ am tanzhaus nrw gezeigt.

Dauer: 90 Min. inkl. Pause / Fr 19:30 Gespräch im Rahmen von „Academies on the move“ / Fr anschl. Gespräch / Sa 19:00 Physical Introduction

Das sagt WDR SCALA (Autorin: Elisabeth Nehring) über das Doppelprogramm.

Was ist eine Physical Introduction? Die Physical Introduction ist ein Format für Zuschauer*innen am tanzhaus nrw. Sie richtet sich an alle Interessierten, die vor einer Bühnenvorstellung Lust haben, die besondere Bewegungsqualität oder die choreografische Idee eines Stücks kennenzulernen. Unter der Leitung von erfahrenen Dozent*innen wie Anja Bornsek geht es darum, selbst in Bewegung zu kommen. Die Physical Introduction bereitet uns als Zuschauer*innen vor, alle Sinne zu schärfen und Zugang zum Geschehen auf der Bühne zu bekommen. Es geht nicht darum, konkrete Szenen der Performance nachzuspielen, sondern über Improvisation und andere kreative Übungen die charakteristischen Bewegungsprinzipien und Intentionen eines Stücks nachempfinden zu können. Klar ist: Es macht Spaß! Für das 45-minütige Warm-up sind keine Vorkenntnisse nötig. Bequeme Kleidung bietet sich an, ist aber kein Muss.

Hugo Glendinning Amanda Thomas Hugo Glendinning

Tanz: Megan Armishaw, Joel Brown, Mickaella Dantas, Olivia Edginton, Laura Patay, Toke Broni Strandby, Nicolas Vendange; „Face In“ Konzept, Choreografie, Regie: Yasmeen Godder; Dramaturgie: Itzik Giuli; Bühnenbild: Gareth Green; Lichtdesign: Seth Rook Williams; Kostüme: Adam Kalderon; Sound Edit: Nathan Johnson; Music: The Night by Joe Colley and Jason Lescallee; Away from my Body by Brandt Brauer Frick (Live); Pretend by The Brandt Brauer Frick Ensemble feat Emika (Live at Concergebouw Brugge); „Let’s Talk About Dis“ Konzept, Choreografie, Regie: Hetain Patel; Mitarbeit Choreografie: Lorena Randi; Text: Hetain Patel und die Company; Lichtdesign: Jackie Shemesh; Kostüme: Valentina Golfieri; Dramaturgie: Eva Martinez; Chorberatung: Dom Stichbury; BSL Übersetzung: fingersmiths; Beratung Barrierefreiheit: Deepa Shastri. Foto: Amanda Thomas, Hugo Glendinning. Eine Produktion von Candoco Dance Company. „Face In“ entstand im Auftrag des Festivals Oriente Occidente und des Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance. „Let’s Talk About Dis“ entstand im Auftrag von ArtsDepot und wird gefördert durch die Cockayne Foundation und die London Community Foundation. Das Gastspiel findet im Rahmen der Programmserie „response-ability. Eine Ethik der Begegnung“ statt, gefördert durch die Kunststiftung NRW.

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