Ausstellungseröffnung

mit Arbeiten von Marianna Christofides, Kai Fobbe, Jan Goldfuß, Julia Stefanovici, Anja Vormann/Gunnar Friel und Jonas Zais.

im Rahmen des Festivals TEMPS D'IMAGES

Marianna Christofides „Tomorrow in Present Tense“ Die Videoinstallation entstand aus dem visuellen Konzept von Marianna Christofides zu der gleichnamigen Tanzperformance der Düsseldorfer Choreografin Alexandra Waierstall und sucht nach der Schwelle zwischen projiziertem, imaginiertem, realem und gebautem Raum. Marianna Christofides studierte Bildende Kunst in Athen und London und schloss 2010 ein Postgraduierten-Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. 2011 repräsentierte sie die Republik Zypern auf der 54. Internationalen Kunstausstellung, „La Biennale di Venezia“. www.mariannachristofides.com

Kai Fobbe „99 Orte“ Der Wuppertaler Medienkünstler und Komponist Kai Fobbe inszeniert in seiner Videoinstallation eine Art choreografisches GPS-System als Reflexion über das Verhältnis von regionaler Verortung und virtuellem Raum. In 99 Clips, die zeitgleich auf mehrere Screens projiziert werden, übersetzt der Tänzer Jean Laurent Sasportes, langjähriges Ensemblemitglied beim Wuppertaler Tanztheater von Pina Bausch, den jeweiligen Längen- und Breitengrad an 99 Orten im Bergischen Land in Gebärdensprache. www.kaifobbe.de

Jan Goldfuß „EnTroPI:space“ Angelehnt an die surrealistische Technik „Écriture automatique” entwickelt Jan Goldfuß in dem neunminütigen Video-Loop das Konzept von „Render automatique” und nutzt in seiner Computeranimation Momente des Zufalls: Es entstehen organisch anmutende 3 D-Bilder, die den Betrachter mit einer rein digitalen, den eigenen Gesetzen folgenden Welt konfrontiert. Der Mediengestalter und Digital Artist absolviert derzeit ein Postgraduierten-Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Julia Stefanovici „Loie Machine“ Die Installation „Loie Machine” ist eine poetische Auseinandersetzung mit dem Thema Kleidung, Hülle, Grenze. Die Installation aus drei Seidenobjekten, Ventilatoren und Motoren spielt mit dem Verhältnis von Material, Raum, Bewegung, Rhythmus, Visualität und Akustik und löst Erinnerungen an die Schleiertänzerin Loie Fuller aus. Julia Stefanovici studierte Kunstgeschichte in Tübingen und ließ sich zur Mediengestalterin ausbilden. Derzeit studiert sie an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Anja Vormann/Gunnar Friel „How to wake up a plant“ Die Videoarbeit beschreibt Versuche, in denen eine Pflanze zur Bewegung motiviert wird. Die Videos zeigen Untersuchungen im Computertomographen sowie Experimente mit Pflanzen. Auf weiteren Videos erscheinen Visionen utopischer Choreografien von Pflanzen. Die Medienkünstler realisieren Projekte in realen und virtuellen Räumen und entwickeln Konzepte für Objekte, Installationen und Videos, für die sie u.a. 2006 mit dem Marler Videokunstpreis ausgezeichnet wurden. www.anjavormann.de

Jonas Zais „Cleaning Women” Die Videoinstallation besteht aus einer Kubus-Form, deren geometrische Linien das Verhältnis von Innen- und Außenraum in der Wahrnehmung des Betrachters neu konstruieren. Durch die Projektion von an- und ausgehenden Leuchtstoffröhren wird ein Schauspiel nächtlicher Putzkolonnen, die sich durch die Stockwerke eines Bauwerks arbeiten, inszeniert. Jonas Zais studiert seit 2009 an der Kunsthochschule für Medien Köln und arbeitet u.a. als Kameramann und Bildregisseur.

Erste redaktionelle Eindrücke unter dem Blog Kunstgeflüster oder die Lokalzeit WDR-Fernsehen.

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© Vormann/Friel